Echszentrisch

Verfasser: Oliver H. Herde und andere

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Wohin nun also? Faktisch bieten die leeren Tische untereinander wenig Unterschiede. Schon wieder allein vor sich hinmampfen? Oder vielleicht doch lieber wieder der Heilerin auf den Zahn fühlen? Was ist das für ein Kerl bei ihr, der sein Gesicht verbirgt? Sollte ihm so kalt sein? Dem am Tische stehenden Mädchen scheint insgesamt nicht recht wohl bei diesen beiden.

Da erst die Wirtin und dann das Mädchen eilig hinterdrein die Stube verlassen, schaut Reska ihnen einen Moment lang hinterher. Aus dem Bruchstück "Arbeit" lässt sich immerhin schließen, dass man sich momentan nicht unbedingt nach draußen begeben sollte - selbstverständlich aus der reinen Freundlichkeit heraus, dort dann nicht im Wege herumzustehen.
Allerdings war Reska jetzt ja auch lange genug an der frischen Luft. Nicht, dass noch irgendwelche Körperteile über Gebühr erkalten! In der Ermangelung von Alternativen nähert sich Reska daher langsam dem Tisch der Heilerin und ihres vergleichbar geheimnisvollen Gegenübers.

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Zaünin sieht, wie sich Reska nähert, und deutet ihr, sich dazuzusetzen. Der Tisch ja allemal groß genug.

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Wie angenehm unkompliziert, von der Heilerin noch im Anfluge eingeladen zu werden! Überhaupt ist jene eine so freundliche Person, dass ein irgend geartetes Geheimnis dazu gar nicht recht passen möchte. Gewiss ist es ganz harmlos und vielleicht schlicht der guten Zaünin peinlich. Oder vielleicht geht es um irgendeine rechtliche Geschichte. Man weiß ja, wie menschenfeindlich die Gesetze der Mächtigen bisweilen ausfallen, ohne dass sie eine vernünftige Grundlage vorweisen könnten. Noch dazu, wenn jeder Landesherr seine eigenen schwer nachvollziehbaren Ideen hat, welche den ahnungslosen Auswärtigen überraschen müssen.
Wortlos tritt Reska an den Tisch und nickt dem kapuzinierten Unbekannten freundlich zu. Um nicht zu weit von einem der beiden zu sitzen, bietet sich wohl am ehesten derjenige in der Ecke vor dem Regal an, den gestern zeitweise Urszula in Beschlag hatte, also übers Eck neben Zaünin und dem Fremden gegenüber.

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Während Reska sich setzt, meint Zaünin, noch eine Bemerkung in Richtung Dharains loswerden zu müssen; hat sie doch den Eindruck gewonnen, dass er ihr Volk unbedingt an seinem Wissen über die ihm bekannten Echsenmenschen messen will. "Die Echsenmenschen im Norden sind ganz anders als diejenigen, die Ihr kennt, Dom Bruder. Das ist so, als würdet Ihr eine Elfe kennenlernen und Euch darüber wundern, dass sie nicht in einer Höhle wohnen will, wie die Zwerge, über die Ihr etwas gelesen habt."

RB

Der kalte Luftzug von der Tür hat den Tulamiden dazu gebracht, sich umzusehen. Zwar kann er nicht erkennen, was da vor sich geht, aber plötzlich sind drinnen und draußen viel mehr Menschen unterwegs als bisher. Eine davon kommt sogar auf seinen Tisch zu.
Zaünins Einladung bestätigt er mit einem Nicken der Kapuze. Er beobachtet die offenkundige Norbardin im Näherkommen; erst als sie ihm zunickt, begrüßt er sie freundlich: "Boron zum Gruße."
Nun allerdings muss er auf Zaünins letzte Aussage antworten: "Darüber würde ich bei Gelegenheit gerne mehr erfahren." Ob sich die Gelegenheit ergibt, wenn es jetzt voller wird und ihre Identität geheim bleiben soll, wird sich zeigen.

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Echsenmenschen? Die haben ja ein lustiges Thema hier! Im Orkland soll es wohl welche geben, hat Reska mal gehört.
Auf des Kapuziners Gruß hin wird nur noch einmal freundlich genickt, dann lässt sich Reska auf dem Stuhl ihm gegenüber niederplumpsen.

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Welche Gelegenheit, über die Unterschiede zwischen Echsenmenschenvölkern zu reden, sollte wohl besser sein, als wenn man gemütlich beisammen in der warmen Stube sitzt und zufällig gerade ein Echsenmensch anwesend ist? Zaünin fasst Dharains geäußerten Wunsch als Aufforderung auf, ihre Aussage zu erläutern:
"Mir ist bisher nur ein einziger Echsenmensch aus dem Süden begegnet. Der war eineinhalb mal so groß wie ein Nordland-Echsenmensch und bestimmt drei- bis viermal so schwer, weil er so viel an Muskeln hatte. Er trug Metallwaffen, eine Rüstung und sprach mit Zischlauten. Und offenbar kennt sein Volk Magie, weil er mir ja ein magisches Armband geschenkt hat."

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Oho, das ist ja ein prachtvolles Geschenk! Zumindest inhaltlich. Worin wohl dessen Kräfte bestehen? Unwillkürlich wandern Reskas Blicke zu Zaünins Handgelenken. An beiden prangt je ein Armreif. Welche mag es sein? Der goldene mit dem blaugrünen Stein oder nicht eher der kupferne, dessen Verzierungen vielleicht irgendein Magiernivesisch darstellen könnten? Und arum eigentlich schenkt ein Echsenmensch dieser kleinen Frau etwas so Besonderes? Oder haben die Zauberer der Echsenmenschen so viel von dem Zeug, dass es ihnen gar nicht so außergewöhnlich vorkommt? In uralten Geschichten hört man ja so manches.

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"Er sah auch ganz anders aus", fährt Zaünin fort. "Er hatte eine lange Schnauze, fast wie ein Krokodil, und eine Art Kamm auf dem Rücken." Sie schaut Reska und fragt sich, wieviel die sich wohl mittlerweile zusammenreimt. "Deshalb glaube ich nicht, dass Süd- und Nordland-Echsenmenschen zum selben Volk gehören."

RB

Dharain nickt: "Was Ihr beschreibt klingt wie die Achaz, die ich kenne und ihre Sprache ist das Rssahh, mit dem auch Euer Ring beschriftet ist. Das sie so etwas verschenken ist allerdings ungewöhnlich. Aber Ihr seid ja auch ...", kurz geht sein Blick zu Reska und zurück, "ungewöhnlich. Einen Nordland-Echsenmenschen habe ich allerdings noch nie gesehen. Könntet Ihr beschreiben, wie sie normalerweise aussehen?" 'Wenn sie nicht mit einem zweiten permanenten Artefakt ihre wahre Gestalt verschleiern.'

OHH

Zaünins Beschreibung klingt ja wahrlich nicht sehr ansprechend, aber offenkundig konnte sie sich auch als Mensch mit ihm unterhalten und sogar seine Anerkennung gewinnen. Da sie jedoch unentwegt nur von den Echsenmenschen und Nordlandechsen in dritter Person spricht, ahnt Reska weiterhin nicht den Zusammenhang, zumal ständig neue andere Reize aus den beiden hervorsprudeln, die bedacht sein wollen. Wie es beispielsweise scheint, hat Reska jedenfalls das richtige Armband erkannt.

MvZ

Zaünin zögert, während ihr Blick zwischen Dharain und Reska hin- und herwandert. Am einfachsten ließe sich die Frage beantworten, indem sie sich ohne goldenes Armband zeigt. Aber jetzt, da sich die Stube langsam wieder füllt, will die Echsenfrau keinen Aufschrei der Norbardin riskieren.
"Sie sind etwa so groß wie Elinja, haben eine feingeschuppte, mittelgraue Haut, manchmal mit Braun- oder Grüntönen, eine kurze Schnauze und sind sehr ängstlich - außer bei der Jagd auf Neunaugen und Auerochsen."
Zaünin nickt, um ihre eigene Beschreibung zu bestätigen. Dann ergänzt sie: "Der Achaz war bestimmt ungewöhnlich. Er war damals mit Menschen zusammen unterwegs, und schon länger als ich, glaube ich."

OHH

Schon wechseln die Gedankenbilder von Zaünins neuester Echsenbeschreibung fort, die fast eine gewisse Rührung auslöst. Auch Neunaugen kennt Reska nur vom Hörensagen, wohingegen durchaus klar ist, wie unangenehm Auerochsen sein können, wenn man ihnen zu nahe kommt.
Dann geht es wieder zurück zu dem krokodilhaften Armbandschenker. Ein seltsamer und naturgemäßfremdartiger Kerl... Länger als sie bei Menschen? Was meint sie denn jetzt damit? Unwillkürlich reckt Reska Hals und Kopf in die Höhe und mustert die Heilerin neuerlich verwundert, als könne man ihr eine Antwort vom so spärlich bewegten Gesicht ablesen.

RB

Der Tulamide schließt bei der Beschreibung die Augen und versucht, sich die kleine Frau in ihrer Echsengestalt vorzustellen. Naturgemäß startet er dabei mit dem ihm bekannten Echsenbild und ändert es entsprechend der Beschreibung. Dann versieht er das Bild mit Zaünins Mimik und Gestik, die nicht überraschend besser zu dieser Gestalt passt als zu der, in welcher sie gerade auftritt, dann lässt er sie in Dorfsprache sprechen. Das fällt ihm schwer, sich vom zischelnden Rssah zu lösen. Aber vielleicht liegt es an der unterschiedlichen Kopfform. 'Das ist es!' wird ihm endlich klar: Das Amulett, das sie trägt, zeigt einen Echsenkopf. Er öffnet die Augen und ändert das geistige Bild etwas, um es besser an das Amulett anzupassen. "Keinen Kamm, aber einen kräftigen Schwanz?"

MvZ

Reskas Bewegung wirkt auf Zaünin fast, als hätte sie etwas seltsames gesagt. Die Heilerin blickt leicht verwirrt zwischen der Norbardin und dem Tulamiden hin und her, bevor sie die Nachfrage des letzteren aufgreift:
"Nordland-Echsenmenschen haben keinen Kamm und sind in allem weniger kräftig, vermute ich. Ich weiß natürlich nicht, ob der Südland-Echsenmensch eine durchschnittliche Statur hatte. Als Krieger war er vielleicht stärker als die meisten seines Volkes."

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Da die beiden so unbekümmert weiterschwatzen, bleibt Reska nicht viel anderes, als weiterhin Augen und Ohren offenzuhalten. Dies ist ja eh der eigentlich Anlass des Hierseins, also sei es. Nur augenscheinlich entspannter lehnt sich Reska wieder zurück und wartet auf die nächste Ungereimtheit.

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"Ist die Farbzeichnung individuell verschieden, gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Und tragt Ihr... tragen sie die Felle nur zum Schutz gegen die Kälte oder auch, um den Körper zu verhüllen, wie die meisten menschlichen Kulturen?" Aus dem Dunkel seiner Kapuze beobachtet Dharain die Reaktion der neuen Tischnachbarin auf seinen Versprecher.
Das bringt ihn dazu, nachzudenken, warum er all diese Fragen stellt. Er ist längst kein Akademiker mehr, wird nie eine Veröffentlichung darüber schreiben und sollte auch das Dorf nicht besuchen, um dort keine Angst zu verbreiten. Am besten sollte er borongefällig darüber Schweigen, um Zaünin und ihr Volk nicht zu gefährden. Aber es ist so spannend und aufregend, solche Neuigkeiten zu erfahren. Die Bewegungen und Geräusche in seinem Rücken interessieren ihn hingegen gar nicht.

MvZ

"So viele Fragen!" Zaünins Kopf zuckt leicht zurück. "Welche soll ich zuerst beantworten?"

RB

Zaünins Rückfrage passt gut zu Dharains letzten Gedanken. Deshalb antwortet er zurückhaltend: "Das überlasse ich Euch. Wenn Ihr mich für ungebührlich neugierig haltet, antwortet nur so viel, wie es Euch beliebt."
Das verborgene Kettenhemd klimpert ein wenig, als er den Mantel über die Schulter zieht, um sich gegen die von der Tür heranwehende kalte Luft zu wappnen.

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Zu neugierig findet Zaünin Dharain keineswegs. Die schiere Flut an Fragen hat sie nur etwas erschlagen. Nun versucht sie, sich zu erinnern, und beantwortet die erste Frage, die ihr einfällt: "Kleidung wird nur bei Kälte getragen oder als Schmuck. Der Dorfälteste hat einen federgeschmückten Umhang und die Priesterin hat ein schillerndbuntes Gewand aus Neunaugen-Schwimmblasen. Ansonsten brauchen wäh... die kleinen Echsenmenschen keine Kleidung."

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Nun scheint des plötzlich, als sei die Rede nicht von irgendwelchen Echsen, sondern von Zaünin. Solches kann nur verwirren, wenn man vor sich dem widersprechend klar und deutlich einen Menschen sieht. Gut, die Beleuchtung ist nicht die beste, aber einen Echsenmensch mit Perücke würde sich Reska noch zu erkennen zutrauen. Aufgeregt irren die Blicke zwischen den beiden kuriosen Menschen - oder auch Nichtmenschen? - umher.
Dass hier irgend etwas verheimlicht wird, scheint immer deutlicher, als auch Zaünin um eine wenig hilfreiche Silbe herumstolpert. Was geht hier nur vor?

OB

"Wahrschau!" ruft Lerano in alter Seemannsmanier, bevor er das Fass mit einem beherzten Stoß über die Schwelle und in den Gastraum hinein bugsiert.

RB

Dharain hebt gerade zu einer Erwiderung an, als in seinem Rücken ein Warnruf erschallt. Das bringt ihn dazu, sich doch einmal umzudrehen und ein Bild von der Lage zu machen. Der Mann, der vorhin halbnackt hereinkam, rollt ein Fass ins Haus, offenbar ist er der Wirt. Hinter ihm scheinen noch weitere Gestalten Fässer zu bewegen, aber das ist durch die Tür nicht genau zu erkennen. Die Wirtin steht an einer Tür, die wohl in den Keller führt, mit irgendwelchen Stricken und wartet dort offenbar auf ihren Mann und das Fass. Also alles ganz normale Vorgänge für ein Wirtshaus. Und falls er nachher noch Lust auf ein Bier bekommen sollte, wird es daran nicht mangeln. Allerdings sollte es erst noch etwas wärmer werden, so ganz kalt schmeckt es eh nicht.
Als er sich wieder zu seinem Tisch zurück dreht, hat der Tulamide vergessen, was er sagen wollte. Also blickt er nur seine beiden Tischnachbarinnen schweigend an.

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Reskas aufgeregte Blicke lassen Zaünin stocken. Es scheint an der Zeit, die Norbardin einzuweihen oder weiterzuziehen. Oder je nach ihrer Reaktion, beides. Die Heilerin hält es jedoch auch jetzt nicht für angemessen, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, wie bei Vater Hane. Sie blickt Reska in die Augen und gibt zunächst erstmal nur zu: "Ich habe viele Jahre in dem Dorf der Echsenmenschen vom Neunaugensee gelebt."

RB

'Raffinierte Formulierung', denkt Dharain beeindruckt. Weder lügt Zaünin, noch gibt sie ihre Identität preis, trotzdem ist es eine einleuchtende Erklärung für ihr Wissen. Und wenn sie viele Jahre dort war und sich als Teil des Dorfes betrachtet, könnte es sogar ihren Beinahe-Versprecher erklären. Mal sehen, wie die Norbardin es aufnimmt. Um die Strategie der verkleideten Echse nicht zu gefährden, bleibt er weiter stumm. Da ist ja tatsächlich noch ein Rest Suppe auf seinem Teller, um den er sich kümmern muss.

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Da die Vorgänge an der Türe im Kaputziner solche Neugier erregen, wendet auch Reska davon abgelenkt den Blick für einen Moment dorthin. Außer der in den Ohren nachhallenden Ankündigung einer Warenschau gibt es jedoch nichts Ungewöhnliches zu entdecken.
Statt dessen regt sich noch immer die Unruhe im Bauch. Ob Zaünins Bekenntnis zucken die Brauen offenbar unschlüssig darüber, ob sie sich heben oder senken sollen. Letztendlich entscheiden sie sich dafür, diese Aufgaben untereinander zu verteilen. Genüg diese Auskunft, all die Ungeeimtheiten von eben und dem Vormittag aufzuklären? Wenn man sie doch alle aufgelistet vor sich hätte! Aber sie aufzuschreiben, wäre allzu unhöflich gewesen - und mangels griffbereiten Schreibzeugs schlicht undurchführbar.
In jedem Falle empfiehlt es sich, erst einmal weiter aufmerksam die kuriose Heilerin zu mustern, hat es doch den Anschein, als wolle sie noch mehr dazu sagen.

MvZ

Normalerweise ist Zaünin einigermaßen firm im Lesen menschlicher Gesichtsausdrücke. Die Asymmetrie in Reskas Augenbrauenstellung kann sie jedoch nicht so recht deuten. Ein Schlaganfall vielleicht? Vielleicht sagt die Norbardin gerade nichts, weil sie es nicht kann. Um das zu testen, stellt die Heilerin Reska eine direkte Frage: "Wie steht Ihr denn zu Echsenmenschen?"

RB

Während der Tulamide sich den Resten seiner Suppe widmet, beobachtet er interessiert, wie die Echse das Thema frontal angeht. Die Fassprozession in seinem Rücken ignoriert er.

OHH

Nun hebt sich auch die zweite Braue, denn Reska muss darüber erst einmal nachdenken. "Weiß nicht. Ich kenne keine. Manche sollen hohe Magie beherrschen." Mit Magiern hat Reska nicht unbedingt die besten Erfahrungen gemacht, aber sowas darf man ja nicht gleich verallgemeinern. "Bestimmt gibt es solche und solche."
Was soll die Frage eigentlich? Wenn Reska nicht so deutlich sähe, was das Licht hergibt, würde die fast schon schreiende Ahnung aus dem Bauche heraus wohl besser gehört werden. So jedoch lenht sich der Oberkörper nur um ein Geringes weiter vor, als sei Zaünin dadurch besser zu erkennen.

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Sprechen kann die Norbardin also, und die Asymmetrie ist auch aus ihrem Gesicht verschwunden. Also kein Grund, schlimmes zu befürchten. Da sie keine offene Feindseligkeit gegenüber Echsenmenschen zeigt, ist es wohl an der Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen.
Hm, merkwürdige Redensart, fällt Zaünin bei diesem Gedanken auf. Sie hat noch nie davon gehört, dass jemand eine Katze in einem Sack transportiert. Auch könnte sie sich vorstellen, dass eine Katze nicht sehr glücklich darüber wäre, gegen ihren Willen in einen Sack gestopft zu werden, und entsprechend ungehalten reagiert, wenn sie endlich herausgelassen wird. Zaünin stellt sich vor, wie die plötzlich freigelassene Katze aus dem Sack heraus Reska ins Gesicht springt und es zerkratzt. Ihr ist aber daran gelegen, Reska solcherlei unangenehme Eindrücke zu ersparen. Wo war sie noch gleich? Ach ja...
"Ich habe in einem Echsenmenschendorf gelebt, weil ich selbst ein Echsenmensch bin." Noch während sie diesen Satz ausspricht, erwartet Zaünin, dass Reska ihn für einen Scherz halten und laut loslachen wird.

RB

'Jetzt wird es interessant.' Der Golgarit legt den Löffel neben den leeren Teller und beobachtet die Reaktion der Norbardin äußerlich ungerührt.

OHH

Hat die Heilerin das jetzt gerade wirklich gesagt? Entgegen derer Erwartung geraten Reskas Augenbrauen wieder in die vorherige Schieflage. Der Mann unter der Kaputze scheint ebenso überrascht, da er nun innehält. Nein, er schaut ja gar nicht auf Zaünin, sondern mustert offenkundig Reska! Er weiß es schon! Oder ist in den seltsamen Scherz eingeweiht. Wieder richten sich Reskas Blicke auf die kleine Frau aus. Wie sie da sitzt, wie ihr Gesicht so fremdartig reglos bleibt. Wäre dies also die Erklärung? So rasch kann Reska gar nicht prüfen, ob all die bislang aufgeworfenen Fragen nun passend beantwortet sein mögen. Zudem bleibt der Augenschein, den die Heilerin abgibt. "Wie sollte das sein?" grollt herbe und heiser klingend die notwendige Erkundigung aus tiefer Brust hervor.

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Zaünins Kopf zuckt zurück, als sie Reskas Augenbrauenspiel bemerkt. 'Hoffentlich habe ich jetzt keinen Schlaganfall ausgelöst.' Sie verwirft den Gedanken schnell wieder, als sie die in hörbar gestresstem Ton vorgetragene Frage vernimmt.
"Ich habe eine magische Verkleidung. Ich selbst kann aber nicht zaubern."

OHH

Nun ziehen sich die Brauen ungläubig zusammen. Sowas kann ja jeder behaupten! Allerdings erscheint die Forderung, dies zu beweisen, hier und jetzt unpassend. Warum auch sollte die Heilerin eine solche Zote ausdenken, wenn sie nicht wahr wäre!
Langsam gleiten die Brauen wieder an ihren Stammplatz, bis sich gar die Mundwinkel leicht heben. "So bleibt mir vorerst nichts, als Euch zu glauben. Warum aber habt Ihr mir dies verraten?" Eine Antwort könnte entweder alles besser verständlich machen oder Hinweise auf dennoch enthaltene Unwahrheiten liefern.

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Zaünin könnte Reska eine langwierige, analytische Erklärung liefern über die Weltoffenheit von Weitgereisten und das Vertrauen, das sie in die Norbardin bei den Unterhaltungen gefasst hat. Stattdessen sagt sie zunächst nur: "Ich mag Euch."

RB

Als sich die Mundwinkel der Norbardin heben, entspannt sich Dharain. Er hat gar nicht bemerkt, dass er angespannt war. Zaünins Antwort lässt ihn schmunzeln. Er gönnt sich noch einen Schluck warmen Tee.

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Wiederum sind beide Brauen hoch erhoben. Diese Eröffnung kommt unerwartet und muss somit überrumpeln. Schließlich breiten sich Reskas Lippen erneut und noch mehr zu einem Lächeln. "Danke... ebenso." Allerdings noch kein Grund, ihr umgekehrt Reskas Geheimnis nun auch so unvermittelt vorzuwerfen. Es ist allzu persönlich, und wenn die Heilerin wirklich eine echse ist, mag es ihr womöglich eh weniger bedeuten als den meisten Menschen.

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Reskas Antwort freut Zaünin. Im Moment denkt sie nicht daran, dass es höflich und vielleicht hilfreich wäre, diese Freude auch zum Ausdruck zu bringen. Da ist noch dieses andere Gefühl der Erleichterung, das überwiegt und eine Mitteilung loswerden will. Mit wechselnden Blicken zu Dharain und Reska sagt die Heilerin: "Wenn Ihr mögt, zeige ich Euch gerne meine wahre Gestalt. Aber nicht hier drin, sonst gibt es noch eine Panik."

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Fraglos wird hier eine hohe Ehre ob großen Vertrauens zuteil, das Reska zu würdigen weiß. Doch auch der Grund des Aufschubs ist schlüssig. Ja, die Menschen urteilen allzu rasch aufgrund des Aussehens oder der Zugehörigkeit einer Gruppe oder har Meinung und meinen, mit einer solchen einzelnen Information schon alles oder auch nur genügend über den anderen zu wissen. Zum Glück nicht alle Menschen, verbessert sich Reska in Gedanken, nicht derselben Verallgemeierung anheimzufallen. Nach draußen kündet wiederum nur ein freundliches Nicken das Verständnis an. "Eilt nicht."

RB

"Das würde ich auch gerne sehen", fügt der Tulamide etwas hastig hinzu. Erst dann wird ihm bewusst, dass das möglicherweise ein intimes Geheimnis der Echse ist, das sie nicht jedem zeigen möchte. Deshalb ergänzt er etwas stockend: "Ich meine, natürlich nur, wenn es Euch recht ist."

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Zaünins Kopf zuckt leicht zurück, um sich gleich darauf wieder zu entspannen. "Das Angebot gilt Euch beiden." Und an Dharain gewandt: "Es ist einfacher, mich zu zeigen, als mich zu beschreiben."

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"Das glaube ich gerne", pflichtet Dharain ihr bei. "Und für uns als Menschen sicher auch einfacher zu verstehen."
Damit scheint dieses Kapitel für ihn zunächst abgeschlossen und er wendet sich der anderen Dame am Tisch zu: "Ihr scheint auch aus dem Norden zu kommen und scheint Domna Zaünin zu kennen, auch wenn Ihr in dieses spezielle Geheimnis offenbar noch nicht eingeweiht wart. Seid Ihr zusammen gereist?"

OHH

Wie Reska zuvor zu mancherlei Äußerung Zaünins verständnisvoll oder zustimmend genickt hat, so wird nun auch auf die Bemerkung und Fragen des Mannes mit der Kaputze geantwortet. Ja, es ist schwer, sich etwas vorzustellen, das man noch nie selbst gesehen hat. Irgendwie kommt noch immer eine zu groß geratene Eidechse mit Perücke und Kleidern dabei heraus.
Erst bei der letzten Frage erfolgt ein Kopfschütteln.

MvZ

Bei Dharains Frage an Reska zuckt Zaünins Kopf wieder nach hinten. Nachdem die Angesprochene mit dem Kopf geschüttelt hat, ergänzt die Echse: "Wer mit mir zusammen reist, weiß, wie ich aussehe und was ich bin."

RB

"Dann hat Euch Eure Reise wohl schon sehr verändert", bemerkt der Tulamide, "verglichen mit dem, was Ihr mir vorhin über den Umgang Eures Dorfes mit Menschen erzählt habt." Er legt kurz die Kapuze schief, weil ihm ein Gedanke gekommen ist: "Habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass nicht nur das Finden des Eis, sondern auch die Suche danach Teil von Tsas Plan sein könnte?"

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"Ich kann es kaum vermeiden", gibt Zaünin zurück, "weil ich es immer wieder gefragt werde. Ja, ich habe viel gelernt auf meinen Reisen, und ich musste von Anfang an meine Angst vor den Menschen überwinden. Ob es Tsas Plan ist, weiß ich aber nicht. Darüber stand nichts im heiligen Buch."

OHH

Den Spruch vom Weg als Ziel vermeint Reska, dem Tulamidischen zuordnen zu können. Entsprechend wird der Kaputzenverdunkelte noch einmal eingehend gemustert, doch so recht fällt nicht auf Anhieb etwas auf dessen mögliche Herkunft verweisendes ins Auge.
Ähnlich unverständlich bleibt Reska Zaünins anscheinend unbedingtes Vertrauen auf ein Buch. Selbst wenn es wirklich von einer Göttin höchstselbst verfasst wurde - wer könnte denn garantieren, dass es nicht hier und dort lediglich deren Wunsch oder Meinung enthält oder gar absichtlich von einer objektiven Wahrheit abweicht? Auch Fehler sind denkbar, sowohl der Göttin als auch derer, die das Buch vielleicht abgeschrieben oder übersetzt haben.

MvZ

"Ob es ihr Plan war oder nicht", fährt Zaünin fort, "ich finde Menschen faszinierend." Wieder nickt sie, um ihre Worte zu unterstreichen. "Allein schon die Vielfalt an Kulturen!"

RB

Der Tulamide hat kurz über seine eigenen Worte nachgedacht, während Zaünin seine Gedanken bestätigt. "Und so tragt Ihr ein kleines bisschen zum Frieden bei. Ihr habt weniger Angst vor Menschen. Und vielleicht habt Ihr einst die Gelegenheit, diese Erkenntnis in Eurem Dorf weiterzugeben. Und auf der anderen Seite tragt Ihr dazu bei, dass einige Menschen weniger Angst oder falsche Vorstellungen von Echsen haben, so wie Elinja oder..." Hier wandert sein Blick zur Norbardin. "Ich glaube, wir haben uns noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Bruder Dharain ben Dilion, Knappe im Orden des heiligen Golgari." Den Namen des Heiligen begleitet er mit einem Boronrad.

OHH

Ganz langsam kann sich bei Reska das Gedankenbild einer Echse halbwegs gegen den sichtbaren Anblick Zaünins behaupten - zu überdecken vermag es ihn freilich nicht. Aber auch des anderen Worte lassen Reska sich hier bei diesen beiden seltsamen Gestalten wohlfühlen. Für einen winzigen Moment blitzt der Gedanke auf, dieses Haus sei wohl ein zentraler Treffpunkt von Menschen - oder besser Leuten - welche nicht sind, was sie zu sein scheinen. Zumindest auch Urszula, Alessandro und der Kapitän passen in diese Vermutung.
Frieden - die Voraussetzung für blühenden Handel. Schon wird auch dies verdrängt durch des Kapuzinierten Vorstellung. Mit einem freundlichen Nicken wird "Reska Bagoltin" erwidert. Ämter oder Ränge gibt es nicht vorzuweisen.

MvZ

Zaünins Kopf zuckt mal wieder zurück bei der Bemerkung des Golgariten, sie würde zum Frieden beitragen. Solange das Echsendorf unentdeckt bleibt, ist eigentlich schon alles friedlich zwischen ihren Leuten und den Menschen.
Andererseits - und bei diesen Gedanken entspannt sich ihre Sitzhaltung langsam - dient ihre Eiersuche ja letztendlich genau dem Friedenszweck. Dazu müsste sie jedoch erst einmal erfolgreich verlaufen. Das ist aber nicht, was Dharain meint. Nun, vielleicht ist es ihr gelungen, tatsächlich die Vorurteile Einzelner gegenüber Echsenmenschen abzubauen. Sie hofft, dass es ihr bei Elinja gelungen ist. Und vielleicht trägt sie damit ja wirklich in einem bescheidenen Maße zum Frieden bei, auch wenn sich erfahrungsgemäß die Menschen in erster Linie untereinander bekriegen.
Die gegenseite Vorstellung Reskas und Dharains gibt ihr Gelegenheit, ihre Gedanken zu sortieren, bevor sie antwortet: "Schön wäre es, wenn die Menschen auch aufhören würden, sich gegenseitig zu töten. Bei meinen Abenteuern war die Lösung oft, andere Leute zu töten, bevor sie die Menschen töten, mit denen ich unterwegs war. Ich fand das nicht gut, hatte aber meist auch keine andere Möglichkeit gesehen."

RB

Da Domna Bagoltin sich eher wortkarg gibt, verzichtet auch Dharain auf weitere Floskeln, sondern antwortet auf Zaünins Erzählung. "Die Situation kenne ich auch. Und das Wissen, dass sie gleich darauf vom ewigen Richter" - ein weiteres Boronrad - "ihr gerechtes Urteil erhalten werden, ist da nur ein schwacher Trost. Besonders bei denen, die ihre Seelen den Dämonen übereignet haben und diese Gnade nicht erfahren werden.
Eine weise Frau soll einmal gesagt haben, und ich bekomme weder ihren Namen noch das wörtliche Zitat zusammen, dass es oft als heldenhaft dargestellt werde, Gegner im Kampf zu töten. Für sie sei es aber heldenhafter, wenn man verhindern könne, sie töten zu müssen. Es klingt so, als seiet Ihr ähnlicher Meinung."

OHH

Töten sich nicht eh unentwegt die Lebewesen aller Art? An redende Völker freilich stellt auch Reska etwas höhere Anforderungen. Wenn die jedoch nicht erfüllt werden, so darf man das notwendig Folgende getrost als Notwehr verstehen. Nicht schön, richtig. Dennoch sollte man froh sein, wenn der Angreifer anstatt des Angegriffenen verliert.
Einem solchen Angreifer nicht wenigstens einen Denkzettel verabreicht zu haben, kommt Reska hingegen nicht unbedingt heldenhaft vor, aber letztlich geht es ja auch gar nicht darum, dies zu sein, sondern ums Überleben. Irgendwie ruft sich der Tee ins Gedächtnis zurück. Schon wird die Kanne und ein Becher herangezogen, wem auch immer letzterer nun gehören mag.

MvZ

Zaünin überlegt wieder erst kurz, bevor sie sagt: "Mir wurde das Wort Held einmal so erklärt: Wenn jemand raubt, plündert, mordet, vergewaltigt und brandschatzt, dann ist das ein böser Schurke. Es sei denn, er gehört zu den eigenen Leuten. Dann ist es ein Held."

OHH

Erster Impuls wäre ein Auflachen, doch Reska hat sich vor Jahren solches abgewöhnen müssen, um nicht aufzufliegen. Statt dessen lässt sich daher nun um so leichter das angemessene zustimmende Kopfnicken bewerkstelligen, gepaart mit einem leichten Verziehen der Brauen und Mundwinkel. Ja, dies charakterisiert die Menschen leider sehr gut.

RB

"Ja", seufzt Dharain, "der sogenannte moralische Südweiser der meisten Menschen scheint oftmals mehr davon abzuhängen, wer etwas tut, als was er tut. Es gibt Ausnahmen, glücklicherweise. Und irgendwo scheint es auch für Helden eine Grenze zu geben, was sie tun dürfen, bevor sie zu Schurken werden. Aber sie liegt für die eigenen Leute anderswo als für Fremde. Aber vielleicht kommt es da hauptsächlich darauf an, wer das Opfer ist. Ihr seid weit herumgekommen, Domna Zaünin; habt Ihr den Eindruck, dass es bei allen menschlichen Völkern so ist, oder habt Ihr es auch anders erlebt?"

MvZ

"Ich habe nur einzelne Menschen wirklich kennengelernt", gibt Zaünin leicht verunsichert zurück. "In Siedlungen oder gar Städte bin ich nur gekommen, wenn ich in einem Wagen versteckt war oder zumindest meine Kapuze tief ins Gesicht gezogen habe. Ich glaube daher nicht, dass ich das beurteilen kann."

OHH

Als Zaünin von einer Kaputze als Verkleidung spricht, schaut Reska naheliegend auf den derart Gekleideten. Einen Echsenkopf wird er ja nun gerade nicht haben. Wobei in diesem Hause langsam so ziemlich alles möglich scheint.

RB

"Schade. Ihr als Außenstehende hättet das vielleicht besser beurteilen können als wir Menschen selber. Aber ich verstehe das Problem bei der Datensammlung.
Und Ihr braucht keine Angst zu haben," wendet er sich an Reska, deren Blick ihm nicht entgangen ist, "unter meiner Kapuze verbirgt sich kein Echsengesicht. Ich habe vor vielen Jahren die Zorganpocken überlebt. Ich bin geheilt und nicht ansteckend, aber die Pocken haben Narben hinterlassen. Mein Anblick löst oft ähnliche Reaktionen aus, zum einen weil es wirklich nicht schön ist, zum anderen weil andere Angst vor einer Ansteckung haben. Ich habe herausgefunden, dass ich solche Probleme vermeiden kann, indem ich mich verhülle. Wenn Domna Zaünin ihre wahre Gestalt zeigt, kann ich auch die Kapuze abnehmen, so Ihr das wünscht." Dieses Angebot ist, wie ein Drehen der Kapuze anzeigt, an beide Damen gerichtet.

MvZ

Zaünin sieht Dharain an und beugt dann ihren Kopf nach vorn, um anzuzeigen, dass sie seine Geste zu schätzen weiß. "Euer Angebot bedeutet, dass Ihr mich als ebenbürtig behandelt. Ich danke Euch vielmals dafür."

OHH

Verständnisvoll wird dem in noch unbekanntem Maße Entstellten zugenickt. Menschen können äußerst furchtbar und unvernünftig sein, wenn sie sich der Angst hingeben. Dabei wären Pockennarben doch ein recht schlüssiger Hinweis auf eine vergangene statt einer gegenwärtigen Krankheit.
Auch sein Angebot wird anerkennend benickt. Da jedoch Zaünin so klingt, als wolle sie es annehmen, muss Reska hierzu wiederum nichts äußern - ein drittes freundliches Nicken genügt vollauf. Alles weitere wird sich dann schon ergeben. Bis Urszula endlich wieder aus dem Bett fällt, dürfte jedenfalls hinreichend Zeit sein.
Für einen Moment blitzt der Gedanke auf, sich selbst bei dieser Gelegenheit auch zu zeigen, wie man ist, doch bei aller Zuneigung zu der Heilerin und der Offenheit des Mannes scheut Reska bislang noch davor zurück.

RB

Der Tulamide erwidert das Kopfnicken mit einem ebensolchen. Dann wendet er sich wieder der Norbardin zu: "Und was führt Euch in diese Gegend, Domna... Bagotin?" fällt ihm nach kurzem Nachdenken - zumindest größtenteils - wieder ein. "Habt Ihr auch etwas zu verbergen?" fügt er in schälkischem Ton hinzu.

OHH

Den kleinen Namensirrtum überhört Reska, da der weitere Inhalt so sehr davon ablenkt. Erst einmal schlucken! Dieser Kerl hat den Nagel ziemlich genau auf den Kopf getroffen, wenngleich genau genommen das zu Verbergende und das Fortgehen eigentlich Geschwister derselben Ursache sind.
Da dieser Dharain jedoch mit seiner Launigkeit eine gute Vorlage bietet, vermag man vielleicht mit ebensolchem Ausfall am gelungensten vorgehen: "Natürlich", erwidert Reska daher leicht bemüht schmunzelnd, "aber hergeführt hat mich eine Baronin."

MvZ

Bei Reskas 'Natürlich' legt Zaünin kurzzeitig den Kopf schief. Im nächsten Moment denkt sie sich jedoch, dass es tatsächlich natürlich ist, irgendwelche Dinge für sich zu behalten, und seien es Kleinigkeiten. Interessiert blickt sie zwischen ihren Tischgenossen hin und her.

RB

Da Dharain seine Frage nach dem Geheimnis tatsächlich nicht ernst gemeint hat und das hier kein Verhör ist, geht er nicht weiter darauf ein, sondern nimmt das Thema auf, über das Reska offenbar lieber sprechen möchte: "Eine echte Baronin? Darüber müsst Ihr mehr erzählen."
Langsam wird es hier richtig kalt. Der Tulamide zieht den Mantel etwas enger um sich und dreht sich kurz zur immer noch offenen Tür um. Offenbar wird hier viel Bier getrunken, wenn es so lange dauert, die Fässer hereinzurollen. Er selbst wärmt sich da lieber von innen mit einem weitern Schluck Tee.

OHH

Zum Glück hakt keiner der beiden nach. Oder wäre das inzwischen nicht ohnehin gleich?
Des Kaputzenträgers Bewegung lässt Reska kurz zur Türe blicken. Ja, so ist das: Je mehr Leute sich an einer Arbeit beteiligen, desto weniger Sorgfalt steckt oft im Detail. Allerdings versucht die Kaltluft momentan noch vergeblich, Reskas Haut zu erschrecken. Solches ist man aus dem Norden hinreichend gewohnt.
Es wurde nach der Baronin gefragt. "Sie will eine Verwandte besuchen und liegt nun oben mit Kopfschmerzen", lautet die gefühlt vielleicht etwas zu ausführliche Antwort.

MvZ

Freiin, Baronin... Ist Domna Urszula nun beides, eines von beidem oder sind das zwei Bezeichnungen für dasselbe? Diese Adelstitel sind recht verwirrend für eine Echse aus einem Dorf mit dreistelliger Einwohnerzahl. Trotzdem meint sie, auch einen Kommentar zu der bornischen Adeligen abgeben zu müssen. Schließlich hatte die sich mit ihr unterhalten.
"Sie ist sehr am Wetter interessiert und hat, glaube ich, viele Gurken."

OHH

Reska bemerkt die neuerliche Verwechslung von Urszulas Titel gar nicht. Statt dessen lässt sich wunderbar darüber schmunzeln, dass Niederneuhintersjepengurken - oder wo auch immer - von der Heilerin offenkundig als reines Gurkenanbaufeld verstanden wird. Wobei das ja tatsächlich so sein könnte. Geschmunzelt wird trotzdem weiter.

RB

'Noch eine Person, die sich irgendwo in diesem Haus versteckt.' Inzwischen hat Dharain den Überblick verloren. Aber das ist ja auch nicht weiter wichtig.
Zaünins Aussage trägt dagegen nur zur Verwirrung bei. 'Verwandtenbesuch, Kopfschmerzen, Wetter und Gurken...' Das alles beantwortet noch nicht seine Frage, die er, wie er sich erinnert, nicht präzise gestellt hat. Das holt er jetzt nach: "Und wie hat sie Euch hierher geführt?" Und wo er gerade dabei ist: "Und was hat es mit dem Wetter und den Gurken auf sich?"

OHH

Nun könnte man etwas wie 'schlecht' erwidern, wenn man es scherzhaft haben möchte. Oder man könnte klarstellen, wie es sich eigentlich verhält. Dies erscheint Reska am passendsten: "Ich bin ihre Bedeckung." Und Dienerin, Mädchen für alles, könnte man noch hinzufügen, wenn man unbedingt wollen würde. Unnötig.
Wetter und Gurken hingegen sind Zaünins Themen.

MvZ

"Das weiß ich auch nicht", gibt Zaünin zu. "Aber in ihrem Namen kommen neben, hinter und über ihr und um sie herum lauter Gurken vor."

RB

Der Tulamide mustert die Norbardin erneut. Groß und einigermaßen kräftig sieht sie ja aus, also wahrscheinlich eine geeignete Bedeckung.
Die Erklärung der Echsendame deutet darauf hin, dass die Baronin einen komplizierten Namen haben muss, was bei Menschen ihres Standes ja keine Seltenheit ist. Wie gut, dass Dharain sich bei Zaünin und Reska Bagoltin nur einen beziehungsweise zwei Namen merken muss.
A propos Namen: Er dreht sich erneut um und stellt fest, dass drei bisher Unbekannte den Raum betreten haben. Offenbar sind es weitere Reisende, die gerade angekommen sind. Er verweilt etwas länger in der Betrachtung und verpasst so den Moment, um eine neue Frage zu stellen. Stattdessen wird ihm bewusst, dass der Schwarzgekleidete gerade gegrüßt hat. So antwortet er, ohne die Stimme sonderlich zu heben mit: "Boron zum Gruße."

OHH

Reska schmunzelt vergnügt über Zaünins treffliche Beschreibung von Urszulas Namen.
Da sich Dharain jedoch durch Körpersprache ein wenig aus dem Gespräch verabschiedet, wenngleich dies gewiss nur für einen Moment gilt, gleitet auch Reskas Blick wieder zur Türe und allgemein durch den Schankraum. Sind die nicht bald mal fertig? Gut, eigentlich dauert es ja noch nicht lang, und die Zahl der Helfer mag auf ein baldiges Ende hoffen lassen. Mit weniger Gerumpel und geschlossener Türe wird es ja doch wohl wieder gemütlicher werden.
Bis dahin erst noch einen Schluck Tee.

MvZ

Durch Dharains Gruß in Richtung Tür wird Zaünin des Trubels am Eingang erst so richtig gewahr, insbesondere der neuen Menschen, die dort zu sehen sind. Aus der hintersten Ecke einen Gruß zu brüllen, scheint ihr aber genauso unangemessen wie etwas zu murmeln, das man an der Tür bei dem Fassgerumpel eh nicht hören könnte. Also hebt sie zum Gruß die rechte Hand, für den Fall, dass jemand zu ihr hinsehen sollte.

RB

Im Trubel, der dort um die Tür herum herrscht, beantwortet niemand den Gruß des Golgariten. Das war auch nicht zu erwarten. Also dreht er sich nach einer angemessenen Zeit wieder zu seinem Tisch um und genehmigt sich einen weiteren Schluck Tee. Hoffentlich werden die dort fertig, bevor auch noch der Tee kalt geworden ist. "Wo waren wir stehen geblieben?" fragt er dann in die nicht ganz runde Runde.

MvZ

"Sitzen geblieben", korrigiert Zaünin und genehmigt sich ihrerseits einen Schluck Tee.

OHH

Auch Reska wendet das Augenmerk nun wieder von dem zwischenzeitlich etwas unübersichtlichen Fässergerolledurcheinander ab. Im Garethischen hat Zaünin ganz recht. Doch gerade dieser Umstand, eine Redensart so wörtlich zu nehmen, lässt Reska erneut lächeln. Dann runzelt sich die Stirne ein klein wenig, als die Frage des anderen nach kurzer Verdrängung durch die Verbesserung der Heilerin ins Bewusstsein zurückgelangt. Dann hellt sich der Blick wieder auf. Urszula! Oder vielmehr: "Gurken." Die somit hinreichend ausführliche Hilfestellung wird von einem breiten Grinsen begleitet.

RB

Zwei eher ungewöhnliche Antworten auf die Frage des Tulamiden. Dank des Kontextes helfen sie ihm aber, den Gesprächsfaden wiederzufinden: "Ach ja, die Gurkengräfin. Nein, sie ist ja Baronin von und zu Gurken." Nicht unbedingt ein Thema, das ihn besonders interessiert.
Deshalb wendet er sich wieder der verkleideten Echse zu: "Welche Länder habt Ihr denn auf Eurer Suche schon besucht?" Erst nachträglich fällt dem Philosophen auf, dass die Suche schon im Wort besucht enthalten ist, er sie sich also eigentlich hätte sparen können. Aber da Zaünins Sprachkenntnis nicht ganz sicher scheint, schadet es vielleicht nicht.

MvZ

'Von und zu Gurken? Nein, die hieß ganz anders', denkt Zaünin noch. Aber die Frage des Golgariten lenkt ihre Gedanken in eine andere Richtung, bevor sie protestieren kann.
"Ich weiß nicht genau. Zu Beginn sprach ich noch keine Menschensprache, und ich musste auch erst lernen, was ein Land ist. Und ich war, glaube ich, auch an Orten, die zu keinem Land gehören. Ihr kommt doch aus Fasar. Gehört Fasar zu einem Land?"

OHH

Als Urszula kurzfristig zur Gräfin erhoben nwird, schwankt selbst Reskas Sicherheit über den Baronstitel, doch das fortlaufende Gespräch bring genügend Anreize von höherem Interesse. Diese beiden scheinen ebenfalls schon einiges an Wegstrecke in ihrem Leben hinter sich gebracht zu haben. Bei der Nennung Fasars kommen Reska exotische Bilder in den Sinn, wie man sie eben von jemandem erwarten kann, der noch nie dort war - oder vielleicht auch von den anderen. Gewiss eine faszinierende Stadt.

RB

"Fasar", beginnt der Tulamide, und trüge er keine Kapuze, könnte man die leuchtenden Augen sehen, als er von seiner Heimatstadt spricht, "gilt als die älteste menschliche Stadt und war in ihrer langen Geschichte Teil von vielen Ländern. Unter anderem war es die Hauptstadt der Magiermogule, aber auch einmal Teil des Mittelreiches. Heute ist es ein unabhängiger Stadtstaat. So gesehen könnte man es als eigenes Land bezeichnen. Derographisch gesehen gehört es zu Tulamidistan, aber das ist kein einheitliches Land." Er bremst sich, obwohl er stundenlang über diese herrliche, schreckliche Stadt und ihre wechselvolle Geschichte referieren könnte.

MvZ

Zaünin ist sich nach diesen Ausführungen immer noch im Unklaren darüber, ob Fasar nun zählt oder nicht. Aber so stolz, wie Dom Dharain auf seine Heimatstadt ist, will sie es lieber dazunehmen.
"Also, ich war im Bornland, im Mittelreich, im Lieblichen Feld - offensichtlich - im Land der Novadis und in Fasarland. Ansonsten bin ich nicht sicher, was als Land zählt, wo ich war."

OHH

Als älteste Stadt der Welt oder vielleicht nur des Kontinents - jedenfalls der Menschen, wie er sagt - gebührt Fasar jedenfalls ein hoher Respekt und erzeugt sie eine gewisse Neugier, wenngleich sie in Reska ebenso ein verstecktes leises Unbehagen aufweckt, welches mit anderen uralten Orten, Dingen und Begebeheiten zu tun hat. Doch liegen jene Erlebnisse nun auch bereits halbvergessen ein paar Jahre zurück. Davon muss man sich nicht mehr beeinflussen lassen!
Aufmerksam interessiert beugt sich Reska etwas zu dem Erzählenden vor und stützt das Kinn in die Hand.

RB

Dharain wird klar, dass er besser auf seine Wortwahl achten muss, da Zaünin seine Fragen wörtlich versteht. Offenbar ist die Dorfsprache sehr präzise. Darin würde sie dann doch wieder anderen echsischen Sprachen ähneln, in denen die Länge oder Höhe eines Zischlauts einen dramatischen Einfluss auf die Bedeutung haben kann. Das kann für Menschen, die es damit nicht so genau nehmen (können), zu lustigen bis gefährlichen Missverständnissen führen.
Ohne weiter auf die Länderverwirrung einzugehen, versucht er es: "Seid Ihr eigentlich ständig auf Reisen oder bleibt Ihr auch mal einige Wochen an einem Ort oder in einer Gegend?"

MvZ

"Ich bleibe oft für eine Weile in einer Gegend. Meine Aufgabe besteht ja nicht im Reisen, sondern darin, das goldene Ei zu finden. Das Reisen ist nur oft eine Folge davon." Zaünin sieht beim Sprechen größtenteils Dharain an, blickt aber hin und wieder zu Reska. "In Punin habe ich fast einen ganzen Winter verbracht, bevor ich nach Fasar aufgebrochen bin."

RB

"Ich würde gern mehr über Euren Aufenthalt in Fasar erfahren", erklärt der Tulamide, "einfach aus Neugier. Ich bin selber lange nicht mehr dort gewesen. Warum habt Ihr Fasar als nächstes Reiseziel nach Punin gewählt?"

MvZ

"In Punin hieß es, dass in Fasar jemand sei, der wissen könnte, wo sich das goldene Ei befindet", beantwortet Zaünin die Frage. Da Dharain auch etwas über ihren Aufenthalt in der Stadt wissen will, ergänzt sie: "Von Fasar habe ich nicht viel gesehen. Tagsüber hielt ich mich versteckt. Und ich war auch nicht in dem ummauerten Bereich. Ich erinnere mich im Wesentlichen an ein Meer von Zelten in verschiedenen Größen. Ich hätte mich leicht dort verlaufen können, wenn ich keine Hilfe gehabt hätte."

OHH

Momentan genügt sich Reska darin, dem Gespräch interessiert zu folgen, daraus prächtige Gedankenbilder zu erschaffen und nebenbei gelegentlich am Tee zu nippen. Fasar scheint das perfekte Versteck zu sein - allerdings gibt es in Aventurien noch viele andere wie dieses Landgasthaus, zum Beispiel.

RB

"Das wird wahrscheinlich das Novadiviertel gewesen sein", mutmaßt Dharain. "Sie leben traditionell in Zelten. Die Novadis erheben Anspruch auf Fasar, aber die Stadt und insbesondere die Erhabenen, die die Stadt regieren, haben kein Interesse, sich dem Kalifen zu unterwerfen. Einst hat einer der Kalifen eine Armee geschickt, die die Stadt aber nicht erobern konnte. Deren Feldlager war die Grundlage für die Zeltstadt, die man heute sieht. Die meisten Soldaten sind inzwischen abgezogen, nur eine Garnison hält pro forma die Stellung. Und das Lager ist inzwischen ein Stadtteil geworden, in dem nicht mehr nur Novadis leben. So mancher, dem der Boden innerhalb der Mauern zu heiß geworden ist, taucht dort unter... also versteckt sich dort. Da wart Ihr also nicht die Einzige.
Ihr solltet noch einmal zurückkehren, jetzt, wo Ihr Euch freier bewegen könnt. Das Stadtzentrum ist wirklich prachtvoll, mit vielen uralten und auch neueren, prachtvollen Bauwerken. Habt Ihr die Person gefunden, die Ihr damals suchtet?"

MvZ

"Ja, ein alter Novadi. Vielleicht war er auch ein Tulamide. Ich glaube, meine Begleiter kannten sich nicht so gut aus, wie die sich unterscheiden. Jedenfalls war er ein Magier und wurde nicht müde, während wir uns unterhielten, immer wieder zu sagen, dass er mich mit einem einzigen Zauber töten könnte, und zu betonen, dass er das in jungen Jahren auch ohne zu zögern getan hätte." Zaünin erzählt in einem völlig ruhigen Ton und trinkt zwischendurch etwas Tee. "Er hatte in Kunchom gelernt und sagte, das goldene Ei wäre dort in der Akademie. Ich würde es aber nie bekommen, weil die Magier es nicht hergeben würden. Um das zu erzählen, brauchte er über eine Stunde. Ich glaube, er redete gern - wie sagt man? - dramatisch? Ausschmückend?"

OHH

Ob Urszula wohl auch mal Verwandte in Fasar besuchen möchte? Dieser Gedanke allein erinnert Reska daran, wie wenig mittlerweile an die Tante zu glauben ist. Besagter Magier hingegen muss ein rechter Pralrik gewesen sein.

RB

"Ja, das ist eine Angewohnheit, die einige Magier haben. Aber nicht mehr als andere Mächtige auch. Eine Schwäche, die ich auch teile, obwohl ich nicht mächtig bin, aber meine Lehrer im Orden haben mich häufig ermahnt, ich rede zuviel..." Der Tulamide zuckt mit den Schultern und redet weiter: "Allerdings hat dieser Magier Euch entweder belogen oder er hatte keine Ahnung. Das Drachenei ist in Khunchom, aber es ist nicht golden. Und es ist auch nicht wirklich ein Ei."

MvZ

"Ach, habt Ihr es auch gesehen?" Zaünin klingt erstaunt. "Die Magier taten so, als wenn sie es normalerweise niemandem zeigen."

OHH

Bei des Tulamiden Eröffnung, dass das Ei weder die Materialerfordernisse erfüllt, noch überhaupt ein Ei ist, muss Reska breit grinsen. Gut, es gibt durchaus kugelförmige Eier. Aber so, wie er das ausführt, könnte das in Kunchom ebenso würfelförmig sein.

RB

"Ihr habt es tatsächlich gesehen?" fragt der Tulamide erstaunt nach. "Ihr müsst wirklich ein erstaunliches Geschick im Umgang mit Menschen haben. Denn es wird in der Tat äußerst selten gezeigt und Außenstehenden schon gar nicht. Schließlich ist es einer der mächtigsten magischen Gegenstände, die uns bekannt sind. Ich habe es nie gesehen. Aber ich habe davon gelesen und gehört." Dem Vernehmen nach soll es dem Karfunkel, den sein ehemaliger Meister Liscom in seinen Besitz gebracht hat, sehr ähnlich sein. Und den haben einige von Dharains Bekannten gesehen und ihm beschrieben. Damals... Besser nicht daran zurückdenken. "Wie habt Ihr es geschafft, dass es Euch gezeigt wurde?"

MvZ

Zaünin legt eine Weile den Kopf schief. Nachdem ihr Haupt wieder in eine gerade Position zurückgekehrt ist, sagt sie: "Genau weiß ich das nicht mehr. Der Verantwortliche fand wohl meine Geschichte interessant, und ich erlaubte ihm, meinen Schuppenwärmer zu untersuchen. Den musste ich übrigens ablegen. Zudem wurde geprüft, ob ich magisch begabt bin. In mir steckt offenbar kein noch so kleiner Funke Magie. Erst dann durfte ich das Ei sehen."

RB

"Oh ja, da dürfte den Artefaktkrämern in Khunchom..." Gerade kann sich Dharain noch stoppen, bevor er eine Metapher verwendet, die bei der Eiersucherin wohl Verwirrung ausgelöst hätte. "Ich meine, so ein Artefakt dürfte sie sehr interessiert haben. Haben sie hinterher erzählt, was sie herausgefunden haben, oder war es ihnen zu peinlich, dass sie nichts verstanden haben?"
Versucht der Philosoph gerade mit seinem Sarkasmus zu überspielen, dass ihn die Magier sehr an ihn selbst in jungen Jahren erinnern? Denn eigentlich hat er nichts gegen die Khunchomer Magier. Zwar erinnern Teile der Akademie mehr an einen Basar als an eine Lehranstalt, aber einige Magister dort sind ihm mit viel Verständnis begegnet. Bei dem Magie-Test wäre er allerdings durchgefallen. Den Fluch hat Boron nicht von ihm genommen. Wie gut, dass es Kettenhemden gibt.

MvZ

"Ich weiß nicht, ob er etwas herausgefunden hat", erklärt Zaünin, "und ich weiß auch nicht, was er herausfinden wollte. Ich wusste ja bereits, wie ich den Armreif verwenden muss, also hatte ich ihn nicht danach gefragt. Wichtig war mir nur, das Ei zu sehen. Das war aber nicht golden und hatte auch nicht die richtige Form und Größe. Ob es wirklich ein Drachenei war, kann ich nicht sagen. Die sind je nach Drachenart sehr unterschiedlich, und ich habe noch nicht so viele davon gesehen."

RB

"Habt Ihr von Khunchom mehr gesehen als von Fasar? Oder musstet Ihr Euch dort auch die meiste Zeit verstecken?"

OHH

Abermaliges wohlwollendes Schmunzeln. Zumindest kann Zaünin auf ganz spezielle Weise bezaubern. Für die Erlaubnis der Besichtigung jedoch wird ihre Magieunfähigkeit gewiss eine größere Rolle gespielt haben.
Bei der Geschichte um die verschiedenen Eier hat Reska allerdings vorerst den Überblick verloren.

MvZ

RB

OHH

Wird fortgesetzt...


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Redaktion und Lektorat: Oliver H. Herde im Jahre 2022