Wina, die tapfere Scheiderin

Autoren: Jan Richling, Matthias von Zedlitz, Oliver H. Herde und andere

JR

"So hatte ich mir das gedacht", entgegnet Udana, "und dann..." Sie hält inne, als ihr beim Gesang des Barden etwas auffällt.
"Yshija", wiederholt sie leise, während sie in Richtung des Tisches mit dem Barden nickt, "ich bin mir sicher, dass meine Mutter diesen Namen erwähnt hat, als sie von diesem Gasthaus erzählt hat. Ob das wohl die gleiche Yshija ist, von der der Barde singt?"

OHH

Nun wendet auch Wina ihre Aufmerksamkeit mehr dem Liede zu - und beginnt unwillkürlich, nach der schwungvollen Melodie zu wippen. "Wer weiß? Ich kenne sie nicht, aber ist es ein häufiger oder seltener Name? Ist die Ischija deiner Mutter denn auch eine Tänzerin gewesen?"

MvZ

Und wieder endet die schwingvolle Melodie zugunsten einer langsameren Strophe in Moll:
"Die Zwillingsschwester Ajishy, vor langer Zeit entschwunden,
ward von Yshija, die sie suchte, lange nicht gefunden.
Und wenn Yshija an sie dacht' und ihr saht in ihr Aug' hinein,
wenn ihr dann nicht selbst traurig ward, habt ihr gewiss ein Herz aus Stein."
Marik, dessen Blick immer mal wieder auch zu den anderen Gästen wandert, stellt zufrieden fest, dass sein Vortrag zunehmendes Interesse findet.

JR

Udana will gerade antworten, als die nächste Strophe des Lieds nicht nur die zuvor gestellte Frage beantwortet, sondern zugleich auch eine Erinnerung weckt, die die Abenteurerin lächeln lässt.
"Ich wollte gerade sagen, dass ich weder das eine noch das andere weiß", antwortet sie dann, wobei sie bewusst leise redet, um das Lied nicht zu stören, "aber der Barde hat gerade nicht nur diese Frage beantwortet. Es ist lange her, dass meine Mutter davon erzählt hat und ich erinnere mich neben dem Namen nur noch daran, dass jene Yshija eine Schwester gesucht hat, deren Name identisch ist, nur eben anders herum ausgesprochen." Udanas Lächeln vertieft sich. "Tatsächlich muss ich da wirklich noch ziemlich klein gewesen sein, denn ich weiß noch genau, dass ich mir damals eine Schwester namens Anadu gewünscht habe."

OHH

Freundlich lächelt Wina den Barden an, als er zu ihnen herüberschaut. Ihr Blick bleibt an ihm haften, derweil sie über Udanas Worte nachsinnt.
Jaischi womöhlich oder Aschiji? Eigentlich möchte sie nichts vom Lied verpassen, doch zugleich harrt die Halbelfe gewiss auch einer Antwort. "Woher kennt deine Mutter diese Geschichte? Ist sie einer der Schwestern begegnet?"

MvZ

Mariks Blick bleibt bei seiner neuen Bewunderin hängen, bis diese sich wieder dem Gespräch mit ihrer Tischgenossin widmet.

JR

Auch Udanas Blick geht in Richtung des Barden, während sie über Winas Frage nachdenkt und dabei dem Lied lauscht.
"Das weiß ich nicht", erwidert sie schließlich leise, "aber sie hat von jener Suche erzählt, von der der Barde gerade gesungen hat. Wenn ich das recht in Erinnerung habe, hat sie davon vor vielen Götterläufen in diesem Gasthaus erfahren." Beinahe entschuldigend ergänzt sie: "Was Details angeht, kann ich mich leider nur noch an die Sache mit den Namen erinnern, aber vielleicht ändert sich das, falls der Barde noch mehr von der Suche singt."

OHH

Dies mag wohl sein, drum nickt Wina nur und passt wieder besser auf. Der fröhliche Kehrreim würde eigentlich zum Mitsingen einladen, doch hat sie davon noch zu wenig mitbekommen. Doch vielleicht bietet sich noch Gelegenheit, sich darin zu vertiefen, sofern es noch genügend Strophen gibt. Bis dahin müssen ein Kopfwackeln im Takte und ein leises Mitsummen genügen. Tatsächlich scheint sie die Melodie schon recht gut erfasst zu haben.

MvZ

Und wieder wird der flotte Refrain von einer getragenen Strophe abgelöst. Der Barde nickt der Zuhörerin zu, die kurz Blickkontakt mit ihm aufgenommen hat, während er singt.
"Um Ajishy zu finden, musste sie sehr weit noch gehen
in den Farindel voll Gefahr und dann ins Reich der Feen.
Als sich die Schwestern wiedersah'n, wollt' Ajishy doch nicht zurück.
Yshija ließ sie bei den Feen, wo ihre Schwester fand ihr Glück."

JR

Ebenso wie Wina lauscht auch Udana dem weiteren Verlauf des Lieds, wobei sie allerdings keinerlei Versuch unternimmt, mitzusummen, denn sie weiß sehr genau, dass Singen etwas ist, das ihr in keiner Weise liegt. Somit folgen lediglich ihre Finger ganz leicht dem Takt, womit sie jedoch schlagartig innehält, als die Rede vom Farindel ist. Für einen Moment wirkt sie verwirrt, doch dann nickt sie und konzentriert sich wieder auf das Lied.

OHH

Ajischi, natürlich! Was hat sich Wina nur gedacht? Über sich selbst schüttelt sie kurz schmunzelnd den Kopf, dann stößt ihr etwas auf. "Was ist der Farindel?" murmelt sie, unsicher, ob sie das Wort schon einmal in irgendeiner Geschichte mitbekommen hat.

MvZ

Den letzten Akkord der Strophe dehnt der Barde besonders, um anzuzeigen, dass das Lied sich dem Ende zuneigt. Danach folgt jedoch noch eine der fröhlichen Refrains.
"Und wenn Yshija tanzt, ist jeder Trübsinn verpufft.
Ja, wenn Yshija tanzt, erfüllt ein Zauber die Luft
und lässt die Zuschauer träumen von einer wunderbaren Welt.
Es sollte sie nicht versäumen, wer sie zu seh'n die Gelegenheit erhält."

JR

Udana antwortet auf die Frage Winas nicht sofort, sondern wartet das Ende des Refrains ab. Sie hat zwar nicht viel Ahnung von Musik, aber dessen ungeachtet ist auch ihr klar, dass das Lied damit zu Ende geht.
"Der Farindel ist ein sagenumwobener Wald in Albernia", erklärt sie dann leise, "von dem man sagt, dass er voller Feenmagie ist - also genau das, was der Barde in der letzten Strophe gesungen hat."

OHH

Was denn - schon Schluss!? Zu dumm, dass Wina den Anfang des Liedes weitgehend verpasst hat! Ob darin mehr über die Feen gesagt wurde, auf die sie nun richtig neugierig geworden ist? Gern würde sie die mal besuchen oder sich wenigstens mit einer unterhalten. Allerdings liegt Albernia nun nicht gerade um die Ecke, soweit sie weiß... "Oh, spannend! Aber ganz schön weit weg, oder nicht?"

JR

Wieder antwortet Udana nicht sofort, denn entgegen ihrer Annahme ist das Lied doch noch nicht zu Ende, sondern es gibt noch eine Wiederholung des Refrains. Diese wartet sie ab und zögert auch danach noch ganz kurz, doch die paar Klänge auf der Laute sind ein deutlicher Hinweis, dass das Lied nun wirklich vorbei ist.
Da Udana sich alles andere als sicher ist, ob es in dieser Gegend angemessen wäre, zu klatschen, unterlässt sie dies erst einmal und prostet lediglich mit ihrem Wasserbecher in Richtung des Bardens.
Nachdem sie den Becher wieder abgestellt hat, erwidert sie: "Das ist wirklich ziemlich weit weg. Ich bin diese Strecke nie im Stück gereist, aber wenn man das tun würde, wäre man bestimmt sechs Wochen unterwegs, vermutlich aber sogar noch ein paar Wochen länger."

MvZ

Und zum Schluss wird der Refrain direkt wiederholt. Schließlich ist ja jetzt das Drama aufgelöst; Yshija kann sich ganz ihrem Tanz widmen und darf dabei sogar fröhlich sein. "Wenn Yshija tanzt, ist jeder Trübsinn verpufft.
Ja, wenn Yshija tanzt, erfüllt ein Zauber die Luft
und lässt die Zuschauer träumen von einer wunderbaren Welt.
Es sollte sie nicht versäumen, wer sie zu seh'n die Gelegenheit erhält."
Ein paar Klänge noch auf der Laute - und fertig. Bei einem größeren Publikum wäre es eine Option gewesen, den Refrain noch öfter zu wiederholen mit leichten Varianten, auch einmal die Begleitmusik aussetzen zu lassen, um die Massen mitsingen zu lassen. In dieser kleinen Runde bietet sich so ein Vorgehen jedoch nicht an.

OHH

Wie zuvor noch im Stehen steuert Wina auch diesmal ihren Applaus bei. Mitzusingen hat sie ob des etwas schwierigeren Textes nur bei "Ja, wenn Ischija tanzt" geschafft; ansonsten ist es beim Summen geblieben.
Nun wendet sie sich wieder Udana zu. "Sechs Wochen! Ohje, wie schade!" Falls sie einmal das Liebliche Feld verlassen sollte, wäre ein kleinerer Anfang gewiss ratsamer.
Wobei - neugierig ist sie ja doch sehr! "Hm, weißt du schon, wohin ihr weiterreist, wenn deine Mutter ankommt...?"

MvZ

Da das Verbeugen im Sitzen nicht so gut funktioniert, nickt der Barde lächelnd in die Runde. Dann spricht er zu dem greisen Magus.

JR

Angesichts des Vorbilds der anderen beteiligt sich nun auch Udana verspätet am Applaus, ehe ihre Aufmerksamkeit wieder an den eigenen Tisch zurückkehrt.
Winas Frage überrascht sie, was sich sogar noch steigert, als ihr klar wird, worum es in Zusammenhang mit dem, was sie davor gesagt hat, anscheinend wirklich geht. "Würdest du denn mitkommen wollen, wenn es in diese Richtung gehen würde?" spricht sie diesen Gedanken sofort aus, ohne die Frage damit zu beantworten.

OHH

Nachdenklich knetet Wina ihre Unterlippe mit zwei Fingern. "Ich weiß nicht recht", erwidert sie zögerlich. "Das wäre bestimmt spannend, aber ich weiß nicht, ob ich mir das leisten kann - und zutraue..." Ein verunsichertes Lächeln huscht über ihr Antlitz und verlischt gleich wieder.
Da lenken schwere Tritte ihr Augenmerk unwillkürlich die nahegelegenen Stiegen empor.

JR

Udana dreht sich bei den schweren Schritten auf der Treppe kurz zu selbiger um, doch da es sich ganz offensichtlich um keine Gefahr handelt, kehrt ihre Aufmerksamkeit rasch wieder zu Wina zurück.
"Zumindest bei letzterem könnte ich dir vielleicht helfen, es herauszufinden", entgegnet sie nach kurzem Nachdenken, "und das mit dem Leisten können hängt sehr davon ab, wie man reisen möchte."

OHH

Erstaunt hebt Wina die Brauen und wird sogleich neugierig, weswegen der Blick zu dem herabkommenden Herrn Ritter abreißt und nun ganz auf Udana geheftet wird. "Wie meinst du, wollen wir das herausfinden?" Unwillkürlich spuken ihr Phantasien irgendwelcher Übungsaufgaben oder kleiner Ausflüge in die Wildnis im Hinterhaupt umher.

JR

"Wir sind hier natürlich nicht irgendwo in der Wildnis des Orklands", erwidert Udana, wobei sie die Neugier in Winas Blick als Ansporn empfindet, "aber es gibt doch hier in der Nähe sicher auch ein Stück halbwegs wilden Wald, oder?"
Ihre Augen sind bei diesen Worten auf die Schneiderin gerichtet, während sie in Gedanken verschiedene Orte durchgeht, die sie auf der Reise hierher gesehen hat.

OHH

Unschlüssig blinzelnd schaut Wina ihr Gegenüber an. Vom Eber aus kann man in mehreren Richtungen kleine Wäldchen sehen. Möglicherweise würde die weltgewandte Viertelvorhalbelfe sie eher als Baumgruppen bezeichnen? Größere Flächen sind jedoch auch nicht allzu fern. Den Kern von Udanas Frage scheint etwas anderes zu bilden: "Wie wild soll er denn sein...?" dringt es vorsichtig aus ihren Lippen.

JR

"So wild, dass du dich normalerweise nicht trauen... du dir normalerweise nicht zutrauen würdest, dort hineinzugehen", erwidert Udana, wobei sie das Wort 'zutrauen' bewusst überbetont.

OHH

Kurz zieht Wina etwas hilflos die Brauen zusammen. Für wie ängstlich hält Udana sie wohl? Oder für wie gefährlich die Wälder?
"Also, also... Nein, ich habe mir eigentlich alle Wälder der Umgegend schon als Kind angesehen!" Jawohl! Mit Fredo konnte man sowieso fast alles machen. Es war nur etwas doof, wenn er allzu nass wurde...

JR

"Dann sind diese Wälder für meine Idee also nicht geeignet", entgegnet Udana, wobei sie versucht, sich die Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. "Gibt es denn etwas anderes hier in der Nähe, das du dir nicht zutraust oder bei dem du dir nicht sicher bist, ob du es dir zutraust?"

OHH

Dies ist dann doch eine sehr allgemeine Frage, wodurch Wina erst einmal nachdenken muss. "Bestimmt... vermutlich..." Plötzlich fühlt sie sich wie vor den Kopf geschlagen. Möglicherweise sucht sie im falschen Bereich? "Ich weiß nicht..."

GM

Schwungvoll öffnet Elinja die Eingangstür und tritt nun von vorne in den Eber. Mit einer weitläufigen Geste des Armes grüßt sie stumm alle Anwesenden.

JR

Die Unsicherheit Winas verunsichert wiederum Udana, so dass sie schließlich leise sagt: "Vielleicht ist meine Idee doch nicht so brauchbar, wie sie mir zuerst erschien."
Sie spielt kurz mit dem noch fast vollen Becher mit dem Wasser, dann hebt sie den Blick wieder. "Vielleicht habe ich dich aber auch einfach nur falsch verstanden, als du von Zutrauen gesprochen hast. Ging es dir dabei um das Wagnis einer solchen langen Reise an sich oder ging es dir eher darum, dass es dir vielleicht zu anstrengend werden könnte?"
Udanas auf Wina gerichteter Blick huscht lediglich kurz zur Seite, als die Eingangstür geöffnet wird, wobei sie den Gruß der Eintretenden mit einer knappen Bewegung ihrer freien Hand - die andere befindet sich weiter an dem Becher - erwidert.

OHH

Der Eintretenden nickt Wina nur kurz zu. Sie hat sie schon irgendwann einmal hier bei einem ihrer Besuche gesehen, als sie hier mithalf und wohnte. Dunkel erinnert sich Wina noch, dass es ein Verständigungsproblem gab.
Jedoch ist das gegenwärtige Gespräch vordringlicher. "Eher das Wagnis, denke ich. Anstrengend... Ich weiß nicht recht. Es... ist so ungewohnt! Das reizt mich auch..." Dass es sie auch in gewisser Hinsicht in Unsicherheit versetzt, wird ihr gerade erst recht bewusst. Warum nur, wenn sie doch so lange davon geträumt hat?

JR

Udana nickt verständnisvoll. "Dafür passt meine Idee tatsächlich nicht, denn dieses Wagnis kann man nicht ausprobieren, indem man durch einen möglichst gruseligen Wald geht, den es hier anscheinend auch gar nicht erst gibt."
Sie dreht den Becher weiter zwischen ihren Fingern, während ihr Blick auf die Tischplatte gerichtet ist. "Du könntest dir natürlich auch irgendein Zwischenziel setzen, das vielleicht eine Woche von hier entfernt ist. Von hier aus ist das alles andere als Wildnis, so dass es leicht wäre, jemanden zu finden, Gesellschaft für den Rückweg zu finden, falls du nach dieser Woche merkst, dass du doch lieber wieder nach Hause möchtest." Während dieser Worte hebt die Abenteurerin ihren Blick wieder zu Wina.

OHH

Auch Wina ist soeben zu demselben Ergebnis gelangt: "Ja vermutlich sollte ich einfach einmal mit einer kurzen und kleinen Reise anfangen und sehen, wie es mir gefällt." Insgeheim ist sie bereits jetzt meugierig, wo Mutter und Tochter sich wohl als nächstes hinwenden mögen, doch möchte sie sich ihnen nicht aufdrängen. Sofern Udana es sich nicht anders überlegt und ihre Mutter nichts dagegen hat, werden sie das Angebot des Mitreisens vielleicht von selbst erneuern.
So führt sie den eigentlichen Gedanken fort: "Mal überlegen, was ein gutes Ziel sein könnte. Bethana? Bestimmt ein wenig unheimlich, wenn der Bethanier doch dorther stammt!"

JR

"Da tust du all den anderen Bethaniern aber unrecht", erwidert Udana sofort und recht lebhaft, "stell dir nur vor, man würde schlecht über Solstono reden, nur weil jemand, der zufällig von dort stammt, etwas Furchtbares getan hat."
Sie holt einmal tief Luft und fährt dann deutlich ruhiger fort. "Ansonsten halte ich Bethana für ein sehr passendes Ziel, um eine erste längere Reise zu unternehmen. Zumindest für unsere Verhältnisse ist es alles andere als weit und zwischen hier und dort liegt nichts, das ich als Wildnis bezeichnen würde."

OHH

Fast erschrocken blickt Wina Udana an. So hat sie das doch gar nicht gemeint! "Ich habe mich doch auf das Stadtbild bezogen, nicht auf die Einwohner!" erklärt sie ein wenig entrüstet, fängt sich dann jedoch ebenfalls sogleich wieder. "Aber du hast natürlich vollkommen recht! Das ist ja alles lange her!"
Nun kann sie sich auf Udanas weitere Worte besinnen. Nachdenklich reibt sie mit zwei Figern über Kinn und Lippen. "Ja, so eine Städtereise ist bestimmt das rechte für den Anfang. Warst du schon einmal in Bethana? Oder Pertakis? Welche würdest du mir empfehlen? Kuslik vielleicht?" Arivor erscheint der jungen Schneiderin schon ziemlich ferne.

JR

"Durch Pertakis bin ich vor ein paar Tagen gekommen", erwidert Udana, "und in Bethana und Kuslik war ich auch schon. Da war ich aber noch ziemlich klein, so dass das eher nicht zählt. Insbesondere erinnere ich mich kaum noch an diese beiden Städte. Auch zu Pertakis kann ich dir nur wenig sagen, weil ich es recht eilig hatte und rasch nach Shenilo weiterziehen wollte. Von daher wäre es sicher besser, wenn du meine Mutter nach einer Empfehlung fragst."
Udana kommen diese Worte wie eine Ausrede vor, so dass sie rasch ergänzt: "Warst du denn schon einmal am Yaquir?"

OHH

"Ich war sogar mal in Pertakis bei einer Großtante - als Säugling!" gibt Wina schmunzelnd preis. "Sie ist aber ein paar Jahre später gestorben, dass es für die Familie keinen Anlass mehr gab, dorthin zu fahren. Vor ein paar Jahren wollten mich meine Eltern zu einem Stoffmarkt mitnehmen, aber da habe ich mir kurz vorher den Fuß verstaucht." Dem verlegenen Gesichtsausdruck zufolge steckt dahinter keine Geschichte, auf welche Wina stolz wäre.

JR

Udana lächelt bei Winas Bemerkung zu Pertakis, denn schließlich ist es ihr mit Bethana und Kuslik recht ähnlich ergangen, auch wenn sie da schon kein Säugling mehr war.
"Mit einem verstauchten Fuß hätte eine erste längere Reise sicher keinen Spaß gemacht", kommentiert sie die nachfolgenden Worte, "aber das muss ja nicht verhindern, dass du eine solche Reise nun nachholst."
Sie überlegt kurz, dann schlägt sie vor: "Vielleicht solltest du einfach zuerst nach Pertakis reisen. Wenn dir das Reisen nicht zusagt, hast du es nicht weit zurück nach Hause. Wenn es dir aber gefällt, könntest du entlang des Yaquir nach Kuslik gehen und von dort dann der Küste folgend nach Bethana. Von dort aus wiederum wäre es dann nicht mehr weit nach hier zurück." Während sie die Ortsnamen nennt, mal Udana mit dem Finger ein grobes Dreieck auf den Tisch, dessen der Wand zugewandte Seite deutlich nach außen ausgebeult ist.

OHH

Gespannt verfolgt Wina die Ausführungen und insbesondere die gedachte Karte. Zum Glück hat sie vereinzelt schon mal eine gesehen, dass sie sich überhaupt etwas darunter vorzustellen vermag. "Das ist ein hervorragender Vorschlag!"
Kurz stutzt sie, als ihr auffällt, dass sie eine solche Reise wohl eher allein und ohne die beiden Halbelfen tun wird. Schade!

JR

Udana wird bei dem plötzlichen Lob für einen Augenblick rot und sieht verlegen auf die Tischplatte, so dass sie Winas Stutzen gar nicht mitbekommt.
Sie reißt sich jedoch rasch zusammen, denn da gibt es noch etwas. "Dieser Weg hat noch einen Vorteil", fährt sie fort, "denn man kann ihn in beide Richtungen gehen." Ihr Finger malt das Dreieck bei diesen Worten in der umgekehrten Richtung auf den Tisch.
"Ich habe keine Ahnung, in welche Richtung meine Mutter weiterziehen will und ob wir überhaupt in die gleiche Richtung weitergehen", erklärt sie weiter, "aber ich glaube, dass es ziemlich wahrscheinlich ist, dass mindestens eine von uns beiden entweder in Richtung Bethana oder in Richtung Pertakis ziehen wird. Wenn du magst, könntest du da natürlich mitkommen."

OHH

Niedlich und für Wina erneut überraschend, wie rasch das zugegeben junge Mädchen - und doch zugleich die erfahrene Kämpferin - in Verlegenheit zu bringen ist!
Udanas weitere Ausführungen und das diese abschließende Angebot hellen Winas Antlitz sogleich wieder auf. "Oh ja, gern! Das ist bestimmt unterhaltsamer!" Wobei sich Wina auch als Erwachsene selbst lange Wege nicht langweilig werden lässt - es gibt so vieles zu sehen und zu beobachten, und sei es nur ein Schmetterling oder eine Hummel.

JR

"Das ist es auf jeden Fall", entgegnet Udana, wobei sie sich von der offensichtlichen Freude anstecken lässt, "vor allem, wenn es eine unbekannte Gegend zu erkunden gilt!"
Ihr Gesichtsausdruck wird dann aber wieder etwas ernster. "Könntest du denn einfach so aufbrechen und deine Schneiderei alleine lassen, oder müsstest du da erst noch viel vorbereiten und jemanden finden, der sie führt, bis du wieder da bist?"

OHH

Entspannt kann Wina erwidern: "Ich bin doch in der Schneiderei meiner Eltern beschäftigt. Die würden das mal ein paar Tage auch allein schaffen - haben sie früher ja auch, als wir noch klein waren." Sie schmunzelt. "Andere Handwerker gehen ja auch mal auf die Walz."

JR

"Na dann", entgegnet Udana mit einem Lächeln, "kann es ja wirklich losgehen!"
Sie trinkt erneut einen Schluck Wasser aus ihrem Becher, um dann wieder zu Wina zu sehen. "Aber vermutlich solltest du da in Ruhe drüber nachdenken", fährt sie fort, wobei ihre Stimme auch nachdenklicher klingt, "denn das ist schließlich etwas, das du so noch nie getan hast. Außerdem kennst du weder meine Mutter noch mich wirklich - stell dir nur vor, wir wären irgendwelche Verbrecher, die es auf die Entführung von Schneiderinnen abgesehen haben!" Den letzten Worten fehlt wiederum der Ernst, der in den Vorangegangen lag.

OHH

Bei Udanas ersten Worten wird Wina fast ein wenig unheimlich. Es klingt so unmittelbar, fast als wolle sie gleich aufspringen und Wina ohne Gepäck und Regenhut mit sich ziehen!
Auch der Umstand der gegenseitigen Fremdheit stärkt die Spannung noch einmal nicht unerheblich, obwohl das junge Mädchen ja eigentlich einen sehr harmlosen Eindruck macht. Allzu viel hat Wina schon von ihm gehört, welches zur Vorsicht raten könnte. Der Gedanke an eine Schneiderinnensammlung lässt sie jedoch herzlich auflachen.

JR

Udana stimmt in das Lachen ein, um dann in gleichem Ton fortzufahren: "Das ist nämlich sehr praktisch, denn eine Schneiderin kann man sicher immer gebrauchen, nicht wahr?"
Erst danach wird sie wieder ernst. "Was hältst du davon, dass du ganz in Ruhe überlegst, ob du wirklich in Begleitung von meiner Mutter oder mir zu so einem Abenteuer aufbrechen willst? Ich will dich doch in den nächsten Tagen ohnehin in deiner Schneiderei besuchen, so dass du mich dann alles fragen kannst, was dir in der Zwischenzeit eingefallen ist. Wirklich aufbrechen würden wir ohnehin erst ein paar Tage nach der Ankunft meiner Mutter."

OHH

Für einen winzigen Moment wird Wina dann doch wieder mulmig - was weiß sie schon über diese beiden Halbelfen! Doch Udana weiß sie durch ihre Art und klugen Vorschläge zu beruhigen. Natürlich könnte das aus Hinterlist geschehen, hingegen glaubt Wina an ihre Menschenkenntnis. Immerhin ist Udana ja wohl zu überwiegendem Teile eine solche.
"Das ist schon wieder eine gute Idee!" So ein junges Mädchen, und so viel Lebenserfahrung!

JR

Wieder wird Udana bei dem Lob rot und wieder sieht sie verlegen zu dem Becher, der vor ihr auf dem Tisch steht.
"Danke", erwidert sie dann, "aber eigentlich ist das nicht meine Idee, sondern gehört zu dem, was meine Mutter mir in den letzten Jahren beigebracht hat und das ich auch immer noch lerne. Wir hatten des öfteren Auftraggeber, die zum ersten Mal eine längere Reise unternehmen. Wieder andere wollten von uns erst einen Beweis, dass sie uns vertrauen können, denn du kannst dir sicher denken, dass jemand, der selbst nicht mit Waffen umgehen kann, uns in einer wirklichen Wildnis, in der es im Umkreis mehrerer Tagesreisen niemanden gibt, vollkommen ausgeliefert ist."

OHH

Wirklich ein erstaunliches Mädchen! Eher möchte Wina annehmen, Udana sei eine kleine Märchentante, die noch überhaupt nie mit Schurken zu ringen hatte, als auf hinterlistigem Schneiderinnenfang - auch wenn die letzten Worte schon wieder zu denken geben könnten. Bestimmt ist die Mutter weniger jung und harmlos als die Tochter.
Mit leicht verknittertem Gesicht versucht sich Wina der wirren Gedanken zu entledigen. Ganz kurz lässt sich ein winziger Ruck des Hauptes erahnen, dann erwidert sie lächelnd: "Ja, das erfordert schon Vertrauen. Ich bin gespannt auf deinen Besuch und deine Mutter kennenzulernen. Wenn du kommst, kann ich dich auch meiner Familie vorstellen."

JR

"Gerne", erwidert Udana tapfer, auch wenn ihr bei dem Gedanken, einer ganzen Familie, die vermutlich größer ist als die ihre, vorgestellt zu werden, ein wenig mulmig zumute ist. "Ist eure Schneiderei in Solstono eigentlich leicht zu finden?" lenkt sie sich selbst davon ab.

OHH

"Ich denke doch", versichert Wina zuversichtlich. "Wir wohnen im Norden, gleich an der ersten Straße, wenn du von hier kommst. Frage einfach nach den Schneidern Woltan und Ysebia - wobei mich die Leute natürlich auch kennen."

JR

"Danke", erwidert Udana, "ich denke, dass ich das hinbekommen werde. Ich bin in der Orientierung in Siedlungen viel schlechter als in der Wildnis, aber Solstono scheint eher übersichtlich zu sein."
Die Erwähnung von Siedlungen spült eine andere Idee, die sie Wina gegenüber schon vor einer ganzen Weile fast erwähnt hatte, wieder in ihr Gedächtnis. Sie hat sich vorhin nicht getraut, doch inzwischen haben sie sich über vieles unterhalten, das durchaus ziemlich persönlich war. Ändert das die Lage?
"Wina", fängt sie darum vorsichtig an, "wir hatten vorhin doch kurz über das Schneidern unterhalten. Ich glaube, ich hatte eine Andeutung gemacht, bin dann aber... nein, ich hatte mich dann nicht getraut, weiterzureden."

OHH

Irgend etwas scheint Udana sehr durcheinanderzubringen. Selbst ihre Sprache klingt irgendwie unbeholfener. Bewusster hingegen wird Wina der Inhalt von den Worten der Halbelfe. "Hast du etwa Angst vor mir?" erkundigt sie sich verwundert. Ob sie womöglich Spott fürchtet? "Ich werde nicht lachen, versprochen!"

JR

"Nein, Angst habe ich keine", beeilt Udana sich zu sagen, "und auch nicht... Doch, vielleicht habe ich ein wenig Furcht, dass du meine Idee albern findest."
Sie sammelt sich kurz und holt dann tief Luft, ehe sie weiterredet. "Ich überlege, ob ich etwas ausprobieren will, das wir so bislang nicht gemacht haben und von dem ich außerdem denke, dass meine Mutter es gar nicht so sehr mag."
Sie hält inne, als sie merkt, dass sie gerade dabei ist, sich in Einzelheiten zu verzetteln, die für das, was sie eigentlich ansprechen will, vollkommen unwichtig sind. "Ich wollte dich fragen, ob du eine Art Kleid machen kannst, das elegant ist, es aber zugleich auch ermöglicht, verschiedene Waffen unsichtbar bei sich zu tragen?"
Sie unterdrückt den Drang, weitere Erklärungen nachzureichen und sieht Wina statt dessen erwartungsvoll an.

OHH

Tatsächlich zeigt sich Winas Mine offen für die Idee. "Das klingt nach einer interessanten und besonderen Aufgabe. Darüber können wir sehr gerne mal bei uns tüfteln. Bestimmt hilt erst einmal eine Zeichnung", sinniert die junge Schneiderin mit einem Finger an den Lippen. Offenbar beginnt sie im Geiste schon, daran zu arbeiten.

JR

Udana atmet bei Winas Antwort erleichtert auf, denn das ist alles andere als eine Ablehnung, sondern geht viel weiter als ein einfaches Ja oder Nein.
"Danke", sagt sie rasch, "auf das Tüfteln freue ich mich schon. Dieser Umhang" - sie deutet an sich herab - "dient eigentlich dem gleichen Zweck, nur ist es damit ganz offensichtlich, dass ich eher aus der Wildnis als aus einer benachbarten Stadt komme. Außerdem ist es wenig überraschend, dass sich in den Untiefen dieser Taschen allerlei gefährliche Dinge verstecken können. Das soll anders sein, aber ich muss natürlich keinen Zweihänder oder eine Kriegsarmbrust verstecken können." Der letzte Satz ist weit weniger ernst als die davor ausgesprochen, zumal es ziemlich offensichtlich ist, dass man auch in dem Umhang, den Udana jetzt trägt, die genannten Dinge nicht verstecken kann.

OHH

Zu diesen Gedanken passend, schmunzelt Wina in sich hinein. "Höchstens im Spielzeugformat für kleine Holzfigürchen", schlägt sie in gleicher Weise vor. "Wenn du dir einen Magier mitnimmst, kann er dir die Waffen vielleicht jedes Mal großzaubern; im Anschluss steckst du sie dann wieder ins Futter."

JR

"Hmm..." spielt Udana weiter mit, um dann in Richtung des Magiers zu sehen, der am anderen Tisch gemeinsam mit dem Barden in eine Glaskugel schaut, "ob er sich wohl darauf einlassen würde?"
Dann kehrt ihr Blick wieder zu Wina zurück. "Wirklich unauffällig wäre das aber auch nicht. Darum genügt es vollkommen, wenn ich ein paar Messer dabei haben kann, wobei es auch nicht die mit einer Klinge von über einem Spann sein müssen."

OHH

Dem Blicke Udanas folgend schaut auch Wina zu jenem anderen Tische hinüber, verzieht dann jedoch mitleidig und etwas skeptisch die Miene, da dieser Magier doch etwas arg alt scheint, noch ständig Reisen zu unternehmen.
Da die Halbelfe aber schon von selbst davon abkommt, wendet sich die Schneiderin wieder ihr zu. "Das wird bestimmt irgendwie zu verwirklichen sein. Wenn du dann bei mir bist, können wir uns gleich mit Stoffresten und deinen Messern eine genauere Vorstellung machen, bevor wir drauflosnähen."

JR

"Das klingt gut", erwidert Udana, wobei sie nicht versucht, die Vorfreude, die sie vor allem bei dem Wort drauflosnähen empfindet, zu verbergen.
"Soll ich neben den Messern noch etwas mitbringen? Ich habe eine Messerscheide, die man sich um den Oberschenkel schnallen kann und eine weitere für mehrere Messer, die man sich um den Bauch bindet. Besonders unauffällig sind die aber beide nicht."

OHH

"Am besten bringst du alles mit, was möglicherweise eingearbeitet werden soll", überlegt Wina. "Oder auch Dinge, die gegebenenfalls irgend etwas noch Fehlendes behelfsmäßig ersetzen können. Wobei sich dafür notfalls bestimmt auch Stoffetzen heranziehen lassen." In Gedanken schneidert sie rasch ein buntes Kurzschwert aus Leinen und Wolle daher. Hm, vielleicht ein wenig dick geraten...

JR

"Das mache ich", verspricht Udana, "und ich mache mir Gedanken, welche Waffen ich wirklich brauche, wenn ich so ein Kleid trage."
Sie verdrängt den Impuls, jetzt und sofort damit anzufangen, denn eine wichtige Frage ist noch offen. "Wann würde dich mein Besuch denn am wenigsten stören?"

OHH

Fast entsetzt blickt Wina das Mädchen aus großen Augen an. "Aber du störst doch nicht! Ich freu mich drauf!" Vertraulich beugt sie sich ein wenig über den Tisch vor. "Schau, ich kann mir meine Zeit gut frei einteilen. Falls doch mal ein ganz dringendes Stück fertig werden muss, kann ich dir ja sagen, dass du ein paar Stunden später nochmal kommen sollst oder so. Aber sowas geschieht normal eigentlich nicht; ich hab ja nicht gerade die Schwarzenstamms als Kundschaft. Auch Durchreisende kaum mal."

JR

Udana hat zwar keine Ahnung, wer die Schwarzenstamms sind, aber die Bedeutung von Winas Worten ist auch so klar.
"Sofern sich heute nicht noch jemand findet, der meine Waffenkünste benötigt, werde ich dann gleich morgen vorbeikommen", sagt sie entschlossen, "dann riskieren wir auch nicht, dass es vielleicht doch nichts wird, falls meine Mutter viel früher als erwartet kommt."

OHH

Mit emporgezogenen Brauen erkundigt sich Wina teilnahmsvoll: "Meinst du, du musst dann rasch aufbrechen?" Nein, dieses Abenteurerleben wäre vermutlich nichts für sie. Wobei... Irgendeinen Reiz hat es doch. Da wird der Versuch mit der kleinen Rundreise wirklich am besten Rat geben.

JR

"Das kommt darauf an, was sich meine Mutter für meine weitere Ausbildung überlegt hat", entgegnet Udana, "aber ich glaube eher nicht, dass sie gleich nach ihrer Ankunft wieder aufbrechen will. Außerdem dürfte es noch ein paar Tage oder vielleicht sogar ein bis zwei Wochen dauern, bis sie überhaupt kommt."
Sie zögert kurz. "Für morgen spricht aber vor allem auch, dass ich ziemlich neugierig bin, was du für Ideen hast."

OHH

In Winas Ohren klingt dies etwas streng, aber so ist es wohl oft, wenn Eltern ihre Kinder anlernen. Mit den eigenen und der gesamten Familienzusammensetzung hatte Wina sicherlich viel Glück, dessen ist sie sich bewusst. "Na, so richtig habe ich die erst mit dem Stoff in der Hand", schmunzelt sie. "Ich glaube, das spielt bei mir sowieso eine große Rolle: Dinge berühren und fühlen."

JR

Udana nickt sofort. "Das kann ich sehr gut verstehen. Wenn ich eine Waffe in der Hand halte, geht es mir ganz genauso. Ich spüre, wo sie ihren Schwerpunkt hat, wie gut sie in meinen Fingern liegt und ob sie überhaupt zu mir passt." Sie spürt bei diesen Worten den Drang, eines ihrer Wurfmesser in die Hand zu nehmen und das vertraute Gewicht zu spüren, aber ihre Vernunft setzt sich gegen den Wunsch durch, denn es ist vollkommen klar, dass es keine gute Idee ist, in einer friedlichen Gastwirtschaft ohne jeden Anlass eine tödliche Waffe zu ziehen.
Sie greift statt dessen wieder nach ihrem Becher. Dessen Kühle ist zwar kein Ersatz, aber immerhin hat sie nun wieder etwas in den Händen.

OHH

Zuerst kommt Wina der Vergleich seltsam und unpassend vor, doch "Vermutlich sind Waffen für dich ebenso ein Handwerkszeug wie für mich Nadel und Faden..." Ein verrückter, aber irgendwie auch lustiger Gedanke. Wobei die Vorstellung, dass damit dann jemandem wehgetan wird, wiederum abschreckt.

JR

"Auf jeden Fall", bestätigt Udana, "das sind sie. Und ebenso wie jeder Handwerker arbeiten wir natürlich besonders gerne mit Werkzeugen, äh, Waffen, die besonders gut in der Hand liegen."
Sie spielt bei diesen Worten mit dem Becher in ihren Händen und will ihn gerade heben, um erneut einen Schluck zu trinken, als ihr Magen knurrt und sie daran erinnert, dass da ja noch etwas ist. "Kannst du eines der Gerichte hier besonders empfehlen?" folgt dem Gedanken sofort die erste zielführende Tat.

OHH

Unwillkürlich stellt sich Wina eine riesige Nadel vor, welche sie wie ein Kurzschwert in der Rechten hält, in der anderen das nur doppelt oder dreifach vergrößerte Nadelkissen als Schild.
Udanas Frage ließe sie wohl zur Speisekarte hinter dem Tresen blicken, säße sie nicht mit dem Rücken dazu. Jedoch war sie schon oft genug hier, die Karte dennoch vor ihrem geistigen Auge erscheinen zu lassen.
"Das kommt darauf an", überlegt sie, "was du für einen Hunger hast und was du besonders gern magst. Hier schmeckt eigentlich alles recht gut. Die Ochsenkeule macht bestimmt am sattesten, aber ich selbst habe was mit Hühnchen lieber. Als Nascherei solltest du jedenfalls ein Käsetörtchen nehmen; dafür ist Sarina weithin bekannt."

JR

OHH

Wird fortgesetzt...


Ausschnittliste / Charakterbeschreibungen / Lageplan

Redaktion und Lektorat: Oliver H. Herde im Jahre 2026