Pikeniers Not

Autoren: Christian Rückert, Dierk Dominicus-Schleutermann, Marten Knopp, Michael Rieck, Oliver H. Herde, Patrick Schubert, Peter Diehn und andere

MR

"NEUE Milch, nehme ich an. Und denke daran, dass der Honig seine wertvollen Bestandteile verliert, wenn er miterhitzt wird. Als letztes hinzugegeben sollte er daher werden." Die melodiöse Stimme des Elfen hat einen fast philosophischen Klang angenommen. Immernoch lächelt er das dienstbare Rosenohr an.
`Es ist immer dasselbe. Sie hören nicht zu und sind widerborstig. Vor allem aber wissen sie nicht, was sie bewirken, wenn sie etwas tun. Alle. Nein, fast alle. Fast alle sind nicht zu retten.'
Das Lächeln verschwimmt. Nachdenklich blickt der Elf mit dem schwarzen Haar auf das beleibte Rosenohr mit dem Becher in der Hand, welches sich auf seinen Tisch zubewegt. Währenddessen zupft er - fast abwesend - den linken Handschuh von der Hand und legt ihn neben sich auf den anderen. Ebenmäßige Hände, welche wirken wie perfekt manikürt, legen sich auf dem Tisch aufeinander.

PD

Ein dicker Mann spricht die Köchin an: "Einen guten Würzwein habt ihr hier", schmeichelt er, während er ihr den leeren Becher reicht und sodann in seinen Taschen kramt. "Für den Wein", meint er, während er der Köchin ein paar Geldstücke gibt. "Ich muss leider schon weiter, die Arbeit ruft... Die Götter mit Euch." Und schon verschwindet er wieder.

OHH

So ein Popans von einem Elfen! Das ist ihr wahrlich noch nicht untergekommen!
Bevor die Köchin aber reagieren kann, wird sie von der Seite her angesprochen, ausbezahlt, und schon ist der Mann wieder verschwunden, noch bevor sie ihn sich überhaupt recht ansehen konnte!
Heftig rüttelt sie den Kopf, als müsse man darin etwas geraderücken, dann dreht sie sich luftholend wieder dem Spitzohr zu. "Ganz, wie Ihr wünscht!" meint sie spöttelnd und trinkt demonstrativ die Milch aus, um nicht später wohlmöglich noch beschuldigt zu werden, es sei dieselbe. Sie leckt sich die Zunge, als habe sie selten solch etwas Köstliches getrunken, dann fragt sie noch: "Soll der Honig anschließend in der Milch verrührt oder geschüttelt werden oder als Bodensatz verbleiben?"
Waienns Augen hingegen werden immer größer. Die benehmen sich ja fast wie die Wirte im `Zwergenwald'!

MR

"Verrührt wäre nett", antwortet Emetriel, wieder zunehmend amuesiert.
`Diese Unterscheidung erinnert mich an diesen nervigen Spitzel der Firdayon, welcher an einem Dolch, Typ IV, erstickt ist. Merkwürdige Vorlieben hatte der...'
Die Augen des Elfen scheinen kurz zu leuchten, dann blickt er nach links, Richtung Fenster. Seine Miene trübt erneut ein. `Was liefere ich mir Wortgefechte mit einem dummen Rosenohr? Als gäbe es nichts Besseres zu tun! Ich sollte Harmonika spielen! Mein Kontakt scheint nicht hier zu sein. Oder sollte der Elf in Weiß...?'

PS

Talison schneidet genüsslich ein großes Stück Fleisch ab und führt es zum Mund, um sogleich daran zu kauen. Die Spitzfindige und seiner Meinung nach recht kleinkarierte Bemerkung des Elfen kommentiert er nur mit einem verständnislosen Stirnrunzeln. `Was will er denn? Wenn es ihm um die wohltuende Wirkung von Honig geht, so soll er sich ein Honigbrot bestellen und zu heisse Milch ist ja auch nicht gut.'

OHH

Bei ihrer folgenden tiefen Verbeugung nimmt die Köchin die Gelegenheit wahr, ungesehen mit den Augen zu rollen. Dann macht sie sich küchenwärts aus dem Staube.
Dem Pikenier wird zwischenzeitlich beinahe etwas unheimlich. Ein Elf, der so selbstbewusst die Sitten seines Volkes abzulehnen scheint - was mag ihn zu dem gemacht haben, was er nun ist? Leider fehlt Waienn die Indiskretion, danach zu fragen, und vermutlich würde er bestenfalls eine ausweichende Antwort erhalten.
Seine Augen gleiten zu den Frauen am Nachbartische ab. Unwillkürlich tasten seine Finger dabei nach dem prallen Rucksack, doch dann fragt er sich, was er eigentlich hervorholen wollte, und lässt beinahe hastig wieder davon ab. Völlig verunsichert schaut er in die Runde. Worum ging es doch gleich?

MR

Nachdem sich das dienstbare Rosenohr mit einer Verbeugung zurückgezogen hat, herrscht Schweigen am Tisch. Fast Beklommenheit. Die übliche Folge der Anwesenheit von Emetriel.
`Unterwuerfigkeit nehme ich ihm nicht ab. Aber es ist gleichgültig. Ebenso wie das Unverständnis des kauenden Rosenohrs.'
Mit einem freundlichen Lächeln fragt er das bewappenrockte: "Du suchst etwas?"

MK

Ein grau Bemantelter ritt heran, greift sich den freien Stuhl am Kopfende gegenüber des Elfen und richtet sich an die Runde: "Die Zwölf zum Gruße! Ist dieser Platz noch frei?".

PD

Die magd kommt zum Tisch des dicken Tulamiden, der beinahe schon wieder hungrig aussieht. Wird wohl Zeit, dass er sein Käsetörtchen bekommt. Vorsichtig stellt Siona das Tablett ab und reicht dem Gast seinen Nachtisch. "Bitteschön!" Sodann beginnt sie, bereits leeres und nicht mehr benötigtes Geschirr einzusammeln.

OHH

Im ersten Moment versteht Waienn mal wieder überhaupt nicht, was gemeint ist, denn wenn er zu seinem Rucksack greift, ist er sich des Findens allzu gewiß - wenngleich dies manchmal etwas dauern kann. Vielmehr wundert er sich fehlinterpretierend, woher diese schlauen Elfen manchmal ihre Eingebungen erhalten. "Ja, tatsächlich! Ich versuche, weiter nach Süden zu kommen, um die dortige Seuche..."
Da plötzlich geht ihm endlich auf, worauf Emetriels Frage abzielte. Schnell weiterreden! "Also, das interessiert mich als wissenschaftlichen Medicus schon sehr, und ich möchte natürlich auch helfen!"
Der beginnende Schweißperlenfluß, der so gar nicht zu den winterlichen Außentemperaturen passen will, wird jäh unterbrochen, als ein weiterer Gast und die Magd fast gleichzeitig an den Tisch treten. "Die Zwölfe zum Gruße! Ich glaube, er ist frei." Wollte Ariondriel eigentlich wiederkommen? Gedächtnisfraß lass nach!
Nebenbei reicht Waienn der Magd hilfreich seinen leeren Teller samt Besteck hinüber, ebenso leeres Geschirr Ariondriels.

PS

Talison wendet sich dem Graubemantelten zu und antwortet ihm: "Seid willkommen, mein Name ist Talison."

CR

Halb verwirrt, halb interessiert verfolgt Nasreddin die Unterhaltung des neuen Elfen und der Bediensteten. `Noch ein Verwirrter! Und was mag dieser Hohnick sein? Vermutlich ein Gewürz', denkt er bei sich, als der nächste Gast an den Tisch herantritt. Mit einem Nicken `antwortet' er auf die Frage nach dem Platz, von der räumenden Magd offensichtlich leicht irritiert. Dann geht ein Leuchten über sein Gesicht, während er rasch die letzetn Brotreste herunterschluckt. "Bringen noch Wein und Käsetohrtchen, bitte", wendet er sich an Siona, während er beginnt, auch sein Geschirr in ihre Richtung zu schieben.

MK

Da Talison sich vorgestellt hat, sieht sich auch der Manteltraeger genötigt, sich vorzustellen, während er sich setzt, letzteres ohne Mantel oder gar Schwert abzulegen. "Danke. Ich heiße Refardeon Alderim." Die großen Haufen Geschirr, die auf dem Tisch herumgeschoben werden, erinnern ihn anscheinend an seinen eigenen Magen, denn er wendet sich gleich an die Bedienstete: "Bringt mir bitte einen Eintopf und ein Ferdoker."

MR

Noch bevor der Bewappenrockte antworten kann, tritt das Rosenohr mit den abgewetzten Griffschalen an den Tisch und fragt nach Platz. Immer noch freundlich lächelnd wendet er seine Aufmerksamkeit diesem zu. "Sei trotzdem gegrüßt. Jemanden, der einen Platz benötigt, erwarte ich zurück. Unter Beachtung dessen ist noch ein Stuhl frei. Der von dir gewählte ist ein besonders hübsches Exemplar." `...wo ich dich am besten im Auge habe...'
Dann hat das bewappenrockte Rosenohr eine merkwürdige Eingebung, die bei diesem zu Schweißausbrüchen führt. Die zugehörigen Äußerungen wiederum führen bei Emetriel zu Stirnrunzeln. `Er sucht etwas. Und noch etwas, im Süden nämlich... Die Seuche, welche freundlicherweise die Rosenohren dieses Landes dezimiert. Soso. Kann das sein, dass da etwas durcheinanderläuft in deinem Hirn? Aber Rosenohren SIND wirr - und der Völlerei verfallen...' Ein Seitenblick trifft das dicke Rosenohr, welches sich gerade mehr Nahrung verschafft.
`Refardeon. Das kann kein Zufall sein. Orima heckt etwas aus...' Kurz leuchten die Augen des Elfen auf, dann hält er den Kopf für einen kurzen Moment völlig bewegungslos. Schließlich wendet er sich wieder dem Bewappenrockten zu. "Du bist auf der Suche nach der Seuche im Süden? Und was hast du im Rucksack?" `Vielleicht kann man die Verwirrung ausnutzen. Vielleicht aber auch beenden. Beides hätte seine Vorteile.'

OHH

Es wird voll am Tische, und Waienn vermag sich noch nicht so recht zu entschließen, ob er diesen Umstand als gut oder schlecht emfindet. Seine Höflichkeit gebietet ihm jedenfalls, eine Vorstellung zu erwidern, folglich steht er kurz auf und verbeugt sich mit den Worten: "Oberweibel Waiennui Wratsch, Medicus des Engasalischen Fremdenpikenierbataillons." Immerhin brauchte er sich bei diesem Mann keine Gedanken machen, auf welche weise man sich am angemessensten vorzustellen hat.
Wieder sitzend, geht er auf Emetriel ein - wenn auch zunächst nur gedanklich. Die elfische Beobachtungsgabe kann bisweilen recht unangenehme Nebenwirkungen zeigen. Zweifellos zeichnen sich Elfen in aller Regel durch eine hohe Toleranzschwelle aus, doch gibt es immer wieder ausnahmen, und gerade hier könnte das allzu leicht der Fall sein. Andererseits läßt dieses dominante Auftreten auch noch ganz andere Schlüsse zu.
Ohne Frage besitzt Waienn einen recht naiven Grundcharakter, doch schließt dies ein gewisses Maß an Rafinesse nicht aus. Und schließlich hat man ja Übung darin, andere Leute an bestimmte Themen vorsichtig heranzuführen - und notfalls wieder davon abzulenken.
So erwidert er schließlich: "Neben ein paar persönlichen Habseligkeiten birgt er vor allem medizinische Utensilien sowie eine Auswahl der Garfolora-Produktpalette."

PD

"Noch ein Käsetörtchen, jawohl..." Gleich noch eines hinterher, wo er noch nichtmal weiß, wie es schmeckt? Wahrlich ein traviagesegneter Appetit. "Und Wein, Eintopf, Ferdoker", bestätigt sie weiterhin und nickt den Bestellern zu, dankbar ebenso dem Uniformierten, der ihr mit dem Geschirr hilft. Nachdem sie das Tablett vollgestapelt hat, geht sie weiter.

MK

Refardeon erwidert die Vorstellung des Oberweibels mit einem leichten Neigen des Oberkörpers, auch wenn er sich insgeheim leicht wundert über die Förmlichkeit, zumal von einem Söldling. Auch wundert er sich, wozu ein Medicus eine Infanteriewaffe, dazu eine gekappte, mit sich herumschleppt, aber alle diese Fragen werden wohl geklärt werden, da der Elf anscheinend dabei ist, den Medicus zu verhören. Seltsam...

MR

Nach einigem Zögern teilt der sogenannte Pikenier einige sehr interessante Dinge mit. Nicht nur seine Antwort, auch die Vorstellung gegenüber dem Rosenohr mit der benutzten Klinge verfolgt Emetriel sichtbar interessiert.
Währendessen beobachtet er aus den Augenwinkeln die Szene am Kamin. `Ob die beiden noch Klingen vor der Tür haben? Egal. Ein idealer Platz bietet immer mindestens zwei Fluchtwege, dieses Exemplar Fenster.
Waiennui Wratsch? Klingt wie die Geräusche eines al'anfanischen Putzlumpens, der über die Straße zum Silberberg gezogen und dann ausgewrungen wird.'
Ein ganz leichtes Kontrahieren der Muskeln an den Außenseiten der Augen ist dem aufmerksamen Beobachter erkennbar, bevor sich die Miene des Elfen wieder entspannt. Das Rosenohr Refardeon neigt seinen Oberköper zum Gruß. `Jedenfalls weisz ich jetzt, dass ich seinen Namen falsch ausgesprochen habe. Nun, es gibt Schlimmeres. Deinen Mantel solltest du ausziehen, wenn du keinen Verdacht erregen willst, Rosenohr. Es sei denn, ohne grauen Mantel bist du aus irgendeinem Grund noch auffälliger. Aber ich bin nicht dein Lehrer. Obwohl du mir aus irgendeinem Grund nicht egal bist.
Du überlegst lange, Pikenier. Arbeitet dein Hirn an etwas?
Engasal? Fremdenpikenierbataillion? Sagt mir gar nichts. Sehr merkwürdig.
Garfolora-Produktpalette? Gemalte Waren? Die Liste wird länger. Das wird ein informativer Abend, Rosenohr.'
Nachdem der Bewappenrockte geendet hat, setzt der Elf mit samtener Stimme nach. "Bei Egasal handelt es sich um... was, Waienn?"

DDS

Ariondriel tritt an den freien Stuhl heran, und als Nasreddin seine auf tulamidisch vorgetragene Vorstellung beendet hat, spricht Ariondriel ihn an - allerdings so, dass man den Elfen am ganzen Tisch verstehen kann: "Nasreddin Urenkel-von-Hasrabaal, bitte rutsch doch hierher, damit ich besser mit Hüter-feenfliegend-gewesenes-Urteil reden kann."
Wer des Isdira mächtig ist, könnte diese ungewöhnliche Wortwahl mit `Val-Kyri-Eon' übersetzen, aber warum sollte man, wo dieses Wort doch für niemanden einen Sinn ergibt. Für wirklich niemanden, außer...
Während dieses Satzes fixiert Ariondriel einen fiktiven Punkt genau vor seinem Gesicht, damit er sich auf seinen Blickfeldrand konzentrieren kann. Wie wird Emetriel reagieren?

OHH

Es ist dem Medicus nicht neu, dass man seine Heimat nicht kennt, ist sie doch gar so klein und politisch von geringer offensichtlicher Bedeutung. Ein größeres Problem stellt für ihn lediglich die Unsicherheit, wie detailliert der Elf seine Antwort bekommen möchte - schließlich liegt es Waienn fern, jemanden langweilen zu wollen.
"Das ist ein Herzogtum weit im Norden." Da er befürchtet, Emetriel könne sich bei den Ländernamen der Menschen nicht so gut auskennen, fügt er hinzu: "Südlich des Orkenlandes." Ein manchem an dieser Stelle vielleicht unpassend erscheinendes zufriedenes Lächeln huscht über sein Gesicht. Sogleich aber wird es von einem Ausdruck der Überraschung verdrängt, als Ariondriel angetan mit einem Knochenharnisch zurückkehrt, als wolle er gleich zu einem Gestech aufbrechen.

CR

Nasreddin macht sich daran, der Bitte des Elfen Folge zu leisten, doch anstatt zu rutschen, hüpft er in mehreren kleinen Sätzen mit seinem Stuhl beseite. Dies scheint dem Stuhl beinahe endgültig das Leben zu rauben, hört man doch bei jedem Satz recht deutlich Holz splittern, was Nasreddin jedoch ignoriert. Wider Erwarten hält der Stuhl der Tortur stand, doch gibt er bei jeder Bewegung verdächtige Knarzgeräusche von sich.
"Nehmen Platz!" bietet er Ariondriel den letzten freien Stuhl an. Dann fällt sein Blick auf die neue Rüstung des Elfen. "Warum anlegen... das?" fragt er neugierig, mit dem Finger auf die Rüstung deutend. "Doch nicht erwarten Kampf..."

MR

Von seinem Platz am Ende des Tisches hat Emetriel einen hervorragenden Blick über den gesamten Schankraum. Durch die Ankunft des Elfen wird Emetriel aus seinen Betrachtungen gerissen, welche ihn wieder einmal von seinem Gesprächspartner abgelenkt haben. Das ätherisch wirkende Wesen mit den roten Augen lächelt den anderen Elfen entspannt, fast verträumt an. Für einen Augenblick huscht der Gedanke, auf dessen anscheinenden Irrtum einzugehen und mitzuspielen, um mehr zu erfahren, durch Emetriels Geist. Dann scheint ein innerer Schmerz das makellose Gesicht des Elfen zu durchziehen. `Wie tief bin ich gesunken? Was haben die Rosenohren aus mir gemacht? Warum versuche ich, sie zu verstehen und vielleicht doch ein Fünkchen des Guten und Weisen in ihnen zu finden? Warum reicht es nicht, mein Licht dadurch zu beschmutzen, dass ich sie tilge - ohne Kontakt?'
Tiefe Trauer, wie sie nur in den großen Augen eines Elfen Platz findet, legt sich wie eine dunkle Wolke über den Blick Emetriels. Die Antwort Waienns dringt in sein Bewusstsein, wird dort abgelegt, aber nicht weiterverarbeitet. Schließlich presst er ein etwas abwesendes "Moment!" in Richtung des Wappenrockträgers, als das dicke Rosenohr gerade seinen Stuhl quält.
"Ich bin ein Elf, welcher dir etwas schuldet, und heiße Emetriel Zukunftstraum. Schön, dass du wieder da bist. Was hast du getan? Erwartest du ein Gefecht und möchtest an meiner Seite stehen?" spricht er dann den Elfen in Isdira mit trauerbelegter, melodiöser Stimme an.
`Vielleicht hat man mich feenfliegender Bewahrer der alten Vereinbarung genannt, ohne dass ich es weiß? Eigentlich unwahrscheinlich. Oder will er das Rosenohr verwirren? Dabei ist es doch schon verwirrt.'

OHH

Das hatte Waienn erwartet: Hier ist auf kein Interesse an seiner schönen Heimat zu hoffen. Andererseits mag ja wirklich etwas geschehen sein oder bevorstehen, für das weniger der Medicus oder Handelsvertreter denn der Pikenier gefragt ist - eine Rolle, die ihm nicht wirklich behagt. Auch das geradezu brutale Stuhlrücken kratzt ob dessen Geräuschen an seiner ohnehin nie sonderlich nennenswerten Aufmerksamkeit. Eigentlich hatte Waienn sich nur ausruhen, essen und ein nettes Schwätzchen halten sollen. Nun sitzt er an einem vollen Tisch mit teils recht verwirrenden Gestalten und wird das Gefühl nicht los, gleich könne irgendwas kaputtgehen.
So ist es momentan allein sein Verantwortungsbewußtsein, sich nicht gleich nach einem neuen Platz umzusehen.

DDS

Während Nasreddin nicht etwa wie von Ariondriel erwartet auf denanderen Stuhl wechselt, sondern hoppelt, nimmt Ariondriel den freien Stuhl nach hinten, um ihn aus der Bahn des `Höllenrittes' (aus Sicht von Nasreddins Stuhl) zu nehmen und anschließend über den Tulamiden zu heben, damit er sich nun in die Nähe von Emetriel setzen kann.
Bei der Streckübung mag ein aufmerksamer Beobachter des Mammutonpanzers feststellen, dass dieser offensichtlich bereits mehrfach geändert oder angepasst worden ist.
Die Frage Nasreddins, warum Ariondriel denn die Rüstung angelegt hat, beantwortet Ariondriel mal lieber nicht - er will ja keine Panik auslösen. Also wendet sich der Weiße im Setzen gleich Emetriel zu.
Emetriel Zukunftstraum? Ist das sein echter Name? Oder ist es doch der Gesuchte? Und wieso spricht er Ariondriel so verbindlich an? "Höre, Freund, ich bin Ariondriel Steht-zwischen-den-Völkern. Ja, ich erwarte ein Gefecht, doch noch hoffe ich, mich zu irren. Sprichst du die alte Sprache?" Ab hier wechselt er ins Altelfische: "Es darf hier keinen toten Menschen geben. Nicht an diesem Ort, nicht heute und nicht morgen."

MR

`Moment: Er meint, ICH sei Valkyrion! Aber das bedeutet, dass er nur von ihm gehört haben kann! Ihn sollte ich auch wieder einmal aufsuchen. Das Wolfsmesser ist schwarz wie meines, nur anders verziert. Der Mammutonpanzer vermutlich sehr alt, ein Familienstück.'
Als der Elf im Mammutonpanzer sich setzt, wendet sich Emetriel diesem zu. Sein immer noch tieftrauriger Blick findet in den Augen des Anderen einen Ruhepunkt. Als dieser anhebt zu sprechen, strafft sich Emetriels Haltung ein wenig und er fährt sich mit der Rechten einmal kurz durch die Haare, ohne dass dies den Ausdruck des Leidens schmälern würde. Die Stimme des Elfen mit dem schwarzen Seidenhaar nimmt einen eigentümlichen Klang an, als er halblaut scheinbar einen sehr kurzen, aber überaus harmonischen Singsang anstimmt. Komplizierte Harmonien schwingen durcheinander, umspielen einander, fast wie ein Duett. Es ist Asdharia, gehobener, freundschaftlicher und formeller Stil.
Das betrübte und von Trauer zerrissene Gesicht Emetriels wird im Laufe des Singsangs entspannter, als sei dieser Balsam für die Seele des ätherischen Elfen und nimmt gegen Ende einen friedsamen Ausdruck an.

OHH

Herrje, das muss wohl Altelfisch sein! Da kann Waienn beim besten Willen nicht mehr mithalten. Um so mehr beunruhigt es ihn, wenn die beiden Elfen eine solche Vorsichtsmaßnahme ergreifen. Ganz bestimmt geht gleich etwas kaputt, wiederholt er seine Vorhersage in Gedanken und sinkt dabei unwillkürlich auf seinem Platz zusammen, als wolle er dadurch ein kleineres Ziel abgeben.
Umwimmelt, aber letztlich ungehindert, gelangt nun die Köchin an den Tisch. Irgendwie bekommt sie das Gefühl, hier herrsche eine gespannte Stimmung, da nur die beiden Spitzohren miteinander reden, während alle anderen vorsichhinschweigen. Aber das geht sie nichts an, solange sich niemand beschwert. Sicherlich hätte es ihrem Selbstbewußtsein genutzt, wenn sie sich für alle Fälle mit der Garnisonssuppenkelle ausgestattet hätte - selbst wenn das einen Elfenkrieger nicht beeindrucken mag. Aber so leicht läßt sie sich nicht ins Boxhorn jagen! "Die Milch!" kündigt sie an, als überbrächte sie einen erlesenen Tropfen aus dem Weinkeller ihrer kaiserlichen Hoheit Amene persönlich. Und mit spitzen Fingern setzt sie den Becher feierlich - und vorsichtig, um sich nicht zu verbrennen - vor dem ätherischen Rüpel ab.

CR

Das Gespräch der Elfen driftet in für Nasreddin unverständliche Sprachsphären ab, doch Körperhaltung und Gestik der beiden sprechen Bände. `Andererseits zeigt ihr seltsames Verhalten deutlich, dass gewöhnliche Menschenkenntnis hier nur versagen kann. Besser, wenn ich mich weiterhin zurückhalte und beobachte, denn mit gewaffneten und gerüsteten Irrwütigen will ich lieber keinen Streit anfangen!' Damit fährt er fort, das Verhalten seiner Tischgenossen eingehend und argwöhnisch zu studieren - nur unterbrochen von einem unauffälligen Schnuppern, als die Milch vorübergetragen wird, um die Bedeutung von `Ho-nick' zu entschlüsseln.

MK

`Das muss ein Traum sein! Das ist viel zu unwirklich. Ein Elf in Mammutonpanzer und ein Elf in reichem Gewand singen ein unverständliches Duett - oder eher Quartett - während eine Bedienstete einen ordinären Becher Milch würdevoll kredenzt und alle anderen anfangen, zu schweigen.' Refardeon blinzelt kurz, doch die Situation ändert sich nicht. Dann fällt ihm ein, dass er irgendwo gehört hat, Elfen könnten mit ihren Liedern Magie beschwören. Misstrauisch horcht er in sich hinein und beäugt die nähere Umgebung, kann jedoch keine magische Veränderung erkennen - was allerdings auch gelten würde, wenn jemand hinter seinem Kopf einen Fulminictus loslassen würde. Während er weiter aus den Augenwinckeln die Elfen beobachtet, wendet er sich Waienn zu: "Wo ist denn der Rest Eures Bataillons? Aufgrund der... etwas angespannten... politischen Lage dürfte es doch kaum in der Nähe stationiert oder unterwegs sein?" Dabei nimmt er verwundert zur Kenntnis, dass sich der Söldner regelrecht zusammenkauert.

MR

Die friedliche, fast freie Stimmung, welche Emetriel soeben ergriffen hat, wird kaum, dass er den seltsamen Singsang beendet hat, gleich wieder von diesem eingebildeten, dienstbaren Rosenohr gestört. `Sie haben keinerlei Gespür für, geschweige denn Erfurcht vor der Schönheit des Augenblicks.'
Der friedvolle Ausdruck weicht nicht von den feingeschnittenen Zügen des Elfen, als dieser die Augen schließt und mit halblauter Stimme - nicht direkt gelangweilt, aber doch reichlich abwesend - die Ankunft des Bechers kommentiert: "Danke. Ein knusprig gebratenes Huhn mit Gemüse, dazu ein Krug Edelspatz, vor beidem ein Becher heißer Ongaler Tee. Danke."
Daraufhin senkt er, immer noch mit unveränderter Miene den Kopf, dass das Kinn fast das Brustbein berührt, hebt ihn wieder und wendet ihn in Richtung Ariondriels. Dann öffnet er die Augen.

DDS

Als die Köchin die heiße Honigmilch abstellt, wundert sich Ariondriel. Er hatte doch noch gar keine neue bestellt? Oh, sie ist nicht für ihn! Merkwürdiger Zufall, dass Emetriel das gleiche Getränk bevorzugt. Oder kopiert er Ariondriels Verhalten, nachdem er den selben Platz eingenommen hat? Nein, er bestellt auch etwas zu essen. Zur Köchin, und zwar in reinstem Garethi: "Bitte bring mir auch noch eine Honigmilch mit."
Dann lässt er im Geist noch einmal die verschlungene Melodie des Asdahria nachhallen. Es ist so leicht, sich jedes Gespräch bis ins kleinste Detail zu merken, und doch so schwer, den Sinn zu verstehen. Der halbformelle Stil ist für den Weißen offensichtlich ungewohnt, und so wechselt er, obwohl hier vielleicht nicht angemessen, wieder zurück in den etwas fröhlicheren und weniger besinnlichen Plauderton des Asdahria. Nachdem der Singsang noch Gelegenheit hatte, für einen Moment nachzuklingen, fügt Ariondriel noch Garethi hinzu: "Ich stamme übrigens vom Auvolk ab."

OHH

Auf so dankenswerte Weise abgelenkt, scheint Waienn wieder ein klein wenig auf seinem Platze zu wachsen, als er erwidert: "Das Fremdenpikenierbataillon ist eine ganz besondere Abteilung des Engasalischen Heeres. Die Mitglieder treten in aller Regel einzeln auf, da sie nicht allein militärische Funktionen zu erfüllen haben. Und sofern Ihr auf die innerpolitischen Streitigkeiten des Lieblichen Feldes anspielt, so hat sich Engasal für neutral erklärt." Wie im Grunde beinahe immer, könnte man noch hinzufügen, doch ist dies Waienn gar nicht recht bewusst.
Für die Köchin bricht derweil eine Welt zusammen. Das ist das schlimmste, was die Spitzohren zu ihr hätten sagen können: Sie haben etwas bestellt! Wird sie je von diesem Tisch loskommen? Doch dann beruhigt sie sich mit der Aussicht, dass sie dies alles ja nicht selbst vorbeibringen muss. Wie eigenartig einem bisweilen die eigenen Ängste einen Streich spielen!
"Gut", schnauft sie dennoch etwas ermattet den Elfen zu, um sich schnellstmöglich an den Mann in Leder zu wenden, der nun Würzwein und Käsetörtchen bekommt.

PS

Talison ist in Gedanken versunken und hört den beiden Elfen zu, wenngleich er spätestens beim Altelfischen nicht mal mehr ein einzelnes Wort versteht. Dies und die Anwesenheit der Köchin veranlassen ihn, sich wieder etwas aufrechter zu setzen und den anderen, inzwischen zahlreichen Tischnachbarn gleich mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
An die Köchin gewandt sagt er: "Habt vielen Dank!" und nimmt das Essen und den Wein entgegen. Dabei bemerkt er die Fülle an Essen auf dem Tisch, und dass der Platz langsam zur Neige geht. Daher fügt er hinzu: "Währet Ihr so nett, dies schon einmal mitzunehmen? Es hat übrigens ganz ausgezeichnet geschmeckt!" Dabei reicht er Sarina den Teller der Eierpfanne und den leeren Becher Würzwein.

MK

Während der Antwort Waienns forscht Refardeon in dessen Gesicht erfolglos nach Anzeichen, dass sich dieser einen Scherz erlaubt, und fragt dann nach: "Einzeln? Wie kann eine Einheit eine Einheit sein, wenn die Mitglieder getrennt sind? Und vor allem, wieso benutzt Ihr dann Piken als Waffen? Das erscheint mir ein wenig schwa... äh, widersinnig."

MR

Emetriel fühlt förmlich die kalte Dusche, die von der kurzen Pause Ariondriels kaum gemildert wird und zuckt kurz zusammen. Entfernt dringen die Worte des Bewappenrockten an sein Ohr. Auch das Ziehen einer Armbrust durch den Einäugigen an der Theke, welches unter normalen Umständen dem Elfen keinesfalls entgangen wäre, gleitet an ihm vorüber.
Dann aber rafft er sich zusammen und setzt erneut zu den harmonischen Schleifen und Ornamenten der Sprache an. Wieder nimmt das Gesicht des schwarzhaarigen Elfen im Laufe des Singsangs einen zufriedenen Ausdruck an.

OHH

Ein wenig aufgemuntert lächelnd nimmt Sarina das Geschirr entgegen und verläßt den Tisch wieder Richtung Küche.
Indes muß der Pikenier Dinge erklären, die er für selbstverständlich hält. Allerdings tut er dies mit einem Minimum an Oberlehrerhaftigkeit, um einen Lernerfolg nicht durch ablehnende Haltung zu blockieren: "Aber gewiß einzeln! Eine Familie hockt ja auch nicht beständig beisammen und bildet doch eine Einheit. Und ich sagte ja, es sei eine besondere Abteilung innerhalb der Engasalischen Heeresbannes."
Über die andere Frage muß er zunächst den Kopf schütteln. Genausogut könnte man darüber grübeln, warum Travia die Farbe der Arange so mag! "Warum wohl sollte es für ein Pikenierbataillon widersinnig sein, Piken zu verwenden?"
Der elfische Singsang, welcher Waienn eben noch so beunruhigte, verkehrt seine Wirkung inzwischen beinahe schon ins Gegenteil. Ja, er sitzt auch schon wieder ganz normal auf seinem Platze, ohne dies selbst zu gewahren.

MK

Ob der Antwort des Pikeniers hebt Refardeon die Schultern. "Nun, mir scheint die Pike als Waffe für einen Einzelkaämpfer, oder zumindest jemanden, der alleine seine Aufträge erfüllt, ungeeignet, wie Euch jeder geübte Schwertkämpfer schnell beweisen kann. Gewiss erklärt das, warum Eure Pike gekürzt wurde, jedoch wäre es sicher sinnvoller gewesen, eine passende Waffengattung zu wählen?"

MR

Refardeon erzählt jedoch für die Ohren eines erfahrenen und in allen Kampfkonstellationen gutausgebildeten Kämpfers solch horrenden Unsinn, dass die Dissonanz des Inhalts es schafft, Reflexe auszulösen, welche Emetriel fast aus seinen Gedanken reißen. Er wendet den Kopf kurz in Richtung des Graubemantelten, schüttelt einmal langsam und mitleidig den Kopf, um sich wieder wirklich Wesenlichem zuzuwenden. Erneut hebt er zu dem zweistimmigen Wohlklang der Alten Sprache an.

OHH

Während der andere noch spricht, gehen Waienn zunächst Erwiderungen dergestalt durchs Haupt, in welchen Situationen eine Pike einer kürzeren Waffe überlegen ist. Dann erörtert er im Geiste, dass diese Waffe nie gekürzt wurde, sondern immer schon kürzer war als andere Piken. Auf die letzte Bemerkung hin aber entfährt ihm ein brüskiertes "Aber dann wäre es ja gar kein Pikenierbataillon mehr!"

DDS

In geselligem Plauderton sagt Ariondriel: "Da fällt mir ein: Manche Menschen halten es für unhöflich, wenn man nicht in Landessprache spricht. Ist vielleicht auch ganz gut, denn ich kann die alte Sprache zwar singen, aber nicht fühlen."
Und doch: irgendein fernes Sehnen hat sich in den Gedanken des Weißen eingenistet und breitet sich in den Gesichtszügen aus. Die linke Hand gleitet hinab zur Hüfthöhe und scheint irgend etwas pergamentartig Raschelndes an der Rüstung zu machen, aber die Tischplatte hindert die Sicht.

PD

Die Magd kommt am Tisch an, stellt ihr Tablett und macht sich ans Servieren, Bier für den einen, Wein und Kuchen für den anderen. "So, ein Ferdoker für Euch, der Eintopf kommt gleich. Und hier sind Wein und noch ein Törtchen für Euch."

MK

Refardeon kommt selbstverständlich gar nicht in den Sinn, dass Waienn seine Waffe den edlen, rondriatischen Waffen für überlegen halten könnte. Aber bei des Söldners Antwort quält sich ein leichtes Lächeln auf seine Lippen. "Damit habt Ihr unzweifelhaft recht. Wisst Ihr was? Mit Eurer Fähigkeit, die wesentlichen Argumente zu finden, hättet Ihr Magier werden sollen. In Punin hättet Ihr es sicher weit gebracht."
Er blickt kurz direkt zu den Elfen hinüber. `Da! Hat sich da nicht was bewegt? Dabei wollte ich doch aufpassen, was die Spitzohren treiben!'

OHH

"Oh, danke!" erwidert Waienn sichtlich geschmeichelt. "Leider verfüge ich über keine arcanen Kräfte. Ein Studium an der H.S.S.E. wäre sicherlich höchst interessant geworden! Aber wie ich schon sagte" - er stockt kurz, weil er sich bereits gar nicht mehr sicher ist, wem er dies sagte - "bin ich Medicus und als solcher in einer wissenschaftlichen Weise insbesondere an Krankheiten aller Arten interessiert. Und deren Behandlung natürlich."
Just da fragt er sich, wie viel er eben am Stück gesprochen hat. `Bremsen, Bremsen!'

CR

Mit einem Nicken nimmt Nasreddin Törtchen und Wein von der Magd entgegen, während er versucht, nunmehr gleich zwei Gesprächen auf einmal zu folgen. `Ja, in Punin würde er es tatsächlich weit bringen, wie die meisten hier. Nur Verrückte, dort wie hier, nur dass man sie dort leichter erkennt...'
Mit freundlichem Lächeln wendet er sich an Refardeon: "Schon festgestellt, dass viele hier Hailer", er deutet auf Waienn, Ariondriel, Talison und zuletzt sich selbst. "Glücklich Fiegung, da lernen will ich." `In der Tat, eine glückliche Fügung...'

MK

Mit einem beiläufigen "Danke" quittiert Refardeon den Empfang des Ferdokers und nimmt gleich einen kräftigen Schluck, als ob er den ganzen Tag nichts getrunken hätte. Unglücklicherweise dringt die Antwort Waienns an sein Ohr, bevor er heruntergeschluckt hat - oder glücklicherweise, wäre ein lautes Lachen doch äußerst unpassend gewesen, und ist ihm doch so wenig zum Lachen zumute, dass er es kaum hätte unterdrücken können. Wie dem auch sei, das kostbare Nass sucht sich einen falschen Weg, und just in dem Moment, in dem Nasreddin seine Bemerkung gemacht hat, landet ein Teil des Bieres zurück im Krug, während Refardeon anfängt, zu husten und zu japsen.

PD

Nanu, der Mann scheint Probleme mit dem Ferdoker zu haben und verschluckt sich. "Alles in Ordnung?" fragt Siona nach.

OHH

"Nanu, braucht Ihr etwa einen Medicus?" erkundigt sich Waienn besorgt, doch dann blitzt es in seinen Augen auf. Sollte der Krieger wohlmöglich die Rote Keuche in sich tragen? Das wäre ja ein wahrer Glücksfall! Kritisch betrachtet Waienn den potentiellen Patienten auf der Suche nach weiteren Symptomen, bis sich Ernüchterung in seinen Ausdruck schleicht. Jener Mann hat wohl einfach nur zu gierig getrunken.
Vom Gespräch der Elfen bekommt er noch immer nichts mit, bemerkt nicht einmal, wie diese längst zu ihm verständlichen Sprachen gewechselt haben.

MK

Während er den Krug auf den Tisch zurückstellt, klopft Refardeon sich mit der anderen Hand auf die Brust. Die Aussicht, Waienn könnte versuchen, ihm zu helfen, bringt ihn dazu, schnell zu antworten: "Nein, nein, alles in Ordnung. Hab' nur zu schnell getrunken."

OHH

Die ausnahmsweise ungerechtfertigte Furcht des Hustenden registriert Waienn nicht, da dieser seiner Vermutung Recht gibt. Wer würde solches hinterfragen!
So lehnt sich der Medicus zufrieden zurück, und nur sehr, sehr langsam beginnt in ihm die Frage heranzureifen, worüber man vor dieser Ablenkung eigentlich gesprochen hat.

PD

Beruhigt nickt Siona, murmelt ein "Na dann..." und begibt sich nach dem Hochwuchten des Tabletts zurück an die Theke.

OHH

Eine leichte Müdigkeit, hervorgerufen durch die Sättigung und die Flaute im Gespräch, ergreift von Waienn Besitz. So kann er sich nur schlecht auf das Aufblitzen eines Lichtleins aus Ariondriels Richtung konzentrieren, und auch die Kerngedanken im sprachlich wechselnden Thema der Elfen um Angst und Böses lassen sich von ihm noch nicht so schnell durchschauen. Mit halb geschlossenen Augen läßt er sich von ihren Worten berieseln.

MR

Während der silberhaarige Elf spricht, wiederum in der Sprache der Rosenohren, wandert die rechte Augenbraue Emetriels langsam nach oben. Er selbst bleibt bei Isdira: "Den Versuch, ihnen die Angst zu nehmen, habe ich aufgegeben. Sie werden immer diese Angst haben. Dein Tun erscheint mir daher nutzlos. Für alle Seiten. Und warum lässt du die von dir so bezeichneten Bösen weiter ihren korrumpierenden Einfluss ausüben? Du wirst damit mitschuldig."
Der schwarzhaarige Elf greift mit der Rechten nach seinen Fingerhandschuhen, legt sie zu seiner Linken in die Nähe der Tischkante, streicht einmal langsam und ohne hinzusehen mit den Fingerspitzen der Linken über das weiche Leder und legt dann beide Hände locker gefaltet vor sich auf dem Tisch ab.

PS

An Nasreddin fährt Talison fort: "Wollt Ihr eher etwas über Kräuter und Tinkturen wissen oder eher über Magie, mit der man Heilen kann?" Er spricht bewusst langsam und deutlich.

CR

Seine Aufmerksamkeit vom Gespräch der Elfen, bei dem er sowieso nur den einen, und den auch nur teilweise versteht, abziehend und ganz auf den ihn Ansprechenden konzentrierend, antwortet Nasreddin: "Magie mir nichts nietzt, da... ich... sie nicht beherrsche. Idan ta-kahna rayru mufidin. Wissen über Krai..." - mit verzerrten Lippen versucht er den ungewohnten Laut zu formen - "Kräuter, das nü-itzlich ist. Aber schon sehen muss Kraut, da Name bei uns meist anders ist. Auch ich suche nach Wissen ie... über Jismun" - er deutet auf seine Brust - "was darunter. Deshalb reise nach... reise ich nach Winnsahlt."

DDS

Eilig huscht der rußige Holzspan über das Pergamentblatt und hinterlässt dabei innerhalb von Sekunden die Konturen eines Flusses beziehungsweise einer Stra?e, der Sonne und einiger Bäume. Dann widmet sich Ariondriel mehr Details. "Nein, genau das ist der Punkt: Sie glauben, weiterhin Böses zu tun, aber sie tun es auf eine Art, die uns nützlich ist, und zwar aus purem Egoismus. Das ist der Trick.
Und die Ängstlichen sehen, was sich ändert, und sie sehen auch, wer es geändert hat. Wenn ich etwas ändere, verlieren sie ihre Angst. Wenn du etwas aänderst, verstärkt sie sich."

MR

Kaum verständliches Gebrabbel entweicht dem dicken Rosenohr und weht an Emetriel vorbei. `Fast wie ein Bartmurmler. Diese versteht man auch nur unter Aufwendung von Mühe...´
Ein Blick Emetriels fällt auf die Zeichnung, welche im Begriff ist, zu entstehen. "Die wenigsten der sogenannten bösen Rosenohren wollen böses Tun. Sie tun es unbewusst. Sie tun es, weil es ihre Natur ist. Zudem kommt es weniger auf das Äußere, die Tat, das Symptom an, als vielmehr auf die korrumpierenden Ausdünstungen des Seins. Eine Tat als solche ist wertfrei. Es geht um die wahre Natur der Dinge."
Während der Antwort begibt sich die feingeschwungene rechte Augenbraue des Elfen langsam wieder nach unten. `Was du nicht sagst... Bedenkliche Wahrnehmungsstörungen plagen dich. Und du überschätzt dich, was die Angst angeht. Und du wirkst nicht, als sei dir noch zu helfen. Jedenfalls nicht unter Rosenohren...' Freundlich lächelnd erwartet er die Antwort des Silberhaarigen.

OHH

Höchst seltsam und doch auch sehr interessant ist die Diskussion der Elfen. Beim gegenwärtigen Stand der Dinge käme es Waienn nicht in den Sinn, sich einzumischen - er denkt sich lediglich seinen Teil: Zweifellos ist Ariondriel der Umgänglichere von diesen beiden, doch seelisch gestört sind sie beide. Ein Jammer, dass dies wohl eher auf einschneidende Erfahrungen zurückzuführen ist, denn auf Krankheiten im körperlichen Sinne! Erstere lassen sich nur über längere Zeiträume behandeln, wofür kaum Gelegenheit sein dürfte - und Waienns Spezialgebiet sind nun einmal letztere.
Da die beiden aber so langsam und bedächtig sprechen, kann sich der Pikenier erlauben, ein Ohr zumindest zeitweilig der anderen Tischhälfte zu widmen, an der es ohnehin gerade ruhiger vor sich geht. Vinsalt, soso. "Welche Eigenschaften weist dieses Jismun auf, wenn ich fragen darf?"

DDS

"Ich habe da bisher ganz andere Erfahrungen gemacht. Es ist mehr so, dass sie sich der Bosheit ihrer Handlungen bisweilen sehr wohl bewusst sind. Ihre Einstellung in so kurzer Zeit zu ändern, wie ich sie treffe, das vermag ich nicht. Aber wenn sie das tun, was für die Welt gut ist, dann mögen sie noch so böse sein, geben aber doch ein gutes Beispiel.
Ich glaube, dass dir das jetzt nicht viel sagt... aber: Es geht um `Sekundäreffekte', wie Rabenmund sie im `Ringenden Herrn' beschreibt. Dahinter steckt eine Philosophie, die zwar bei weitem nicht an das Fey herankommt, aber du weisst ja, wer das Fey einmal verloren hat, kann es nie wiederfinden."
Inzwischen huscht der russige Stab in Windeseile über das Pergament, bis sich eine Zeichnung ergibt, wo eine Sonne zwischen einigen Bäumen auf einen Teich in einer Waldlichtung scheint. Ein Bach bildet einen Zufluss in das Gewässer, und ziemlich in der Mitte des Teiches hinterlässt ein springender Fisch Kreise auf der Wasseroberfläche. Für einen Moment schließt der Weiße die Augen, als würde er einer fernen Melodie lauschen, dann setzt er noch einige letzte Striche.
Dann sieht er sich das Bild ungläubig an, ganz so, als würde er erst jetzt verstehen, worum es dabei eigentlich ging.

MR

Erneut wandert die rechte Augenbraue Emetriels langsam nach oben, während Ariondriel spricht. Einen Rabenmund kennt er nicht.
Die Kohlezeichnung des muskulösen Elfen gewinnt zunehmend Gestalt. Mit wohltönender Stimme antwortet Emetriel, nocheinmal kurz einen Blick auf das Pergament werfend: "Die Welt außerhalb unserer Lande ist grau wie der Nebel, der sie umgibt. Sie ist manchmal böse, niemals gut und meistens eine Mischung aus beidem. Der Begriff Sekundäreffekte ist mir bekannt... Aber dies ist sicher nicht von dir gemeint. Und was Sekundäreffekte im allgemeinen angeht, so sind es gerade diese, welche die Welt verpesten: Die negativen Beimischungen der Existenz eines Wesens, welche von der schieren Tat nicht überdeckt werden können. Die Welt in die Kategorien Gut und Böse einteilen zu wollen, ist ein Merkmal der Rosenohren. Hüte dich vor ihren Vereinfachungen!" Auch bei dieser letzten Aufforderung bleibt die Körperhaltung des ätherisch wirkenden Elfen unverändert, als wäre sie eingefroren.

CR

Da er offenbar missverstanden wurde, holt Nasreddin weiter aus: "Nein, nicht verstehen! Jismun ist das alles", er deutet an sich herab, dann an Waienn. "Studiere ich Aufbau von Jismun, der gemacht aus Galbun (er deutet auf seine Brust in Höhe des Herzens), Kabidun (der Finger wandert in die Lebergegend), Aynun (er zeigt auf sein Auge), einfach alles! Wenn wissen wie gemacht, wenn gesund, dann wissen: Wenn anders, dann krank!"
Er lehnt sich wieder nach vorn, und greift nach seinem Becher mit Wein, darauf hoffend, dass er nun besser verstanden wurde.

PS

Talison grübelt eine ganze Weile vor sich hin. Nachdem Nasreddin jedoch weitere Ausführungen folgen lässt, kommt Talison eine Idee. "Ist Jismun der Körper oder die Gesundheit an sich? Ein Kraut, das so heißt, kenne ich nämlich nicht."

OHH

So faszinierend Ariondriels Gleichnisse auch sein mögen, so sehr müßte man sich doch voll und ganz darauf konzentrieren. Zu einfach ist das Gemüt dieses Engasalers, dem noch zu folgen, zumal Nasreddin gerade aufgrund seiner Verständigungsprobleme ein kleines Rätselspiel veranstaltet. Bereits der erste Satz genügteigentlich vollkommen, Waienn das Wort `Körper' in den Geist zu rufen, und er nickt verständnisvoll.
Sein unmittelbarer Tischnachbar scheint dagegen nicht so sicher. "Gesundheit, die sich aus Einzelteilen zusammensetzt? Eine höchst interessante Anschauungsweise des Phänomens Krankheit! Könnt Ihr dies präzisieren?"

CR

"Ja, Körper, das ist Jismun!" Sichtlich erfreut, dass man ihn verstanden hat, zieht Nasreddin als Selbstbelohnung das Käsetörtchen näher an sich heran und befeuchtet seine Kehle mit etwas Wein. "Aber etwas missverstanden, was bedeutet für Gesundheit. Kenntnis von Körper wichtig, um zu wissen, ob Teil krank oder gesund. Und meist nur Teil krank, etwa... Zirbel (er deutet auf einen Zahn)?! Wenn also wissen, welcher Teil, dann behandeln oder entfernen nur diesen, und Kranker geheilt."
Er greift erneut zum Becher, gleichzietig darum bemüht, eine möglichst bequeme Postion auf dem viel zu kleinen Stuhl einzunehmen (was selbiger wiederum alles andere als angenehm empfindet), um das Gespräch in aller Gemütlichkeit fortsetzten zu können.

AMi

Die abermalige Haltungsänderung des vielgewichtigen Tulamiden beantwortet dessen schon lange überlastetes Sitzmöbel anfänglich wiederum mit lautem Knarren, Knarzen und Ächzen, wie man es von ihm an diesem winterlichen Nachmittag schon oft, sehr oft gehört hat. Fast vermeint der Stuhl ob seines Leidens, die Verwandten drüben in Mhanadistan und der Khom zu beneiden, die deutlich besser darauf eingerichtet sind, von Menschlichen besessen zu werden, die das doppelte oder gar dreifache eines Durchschnittliebfelders mit sich herumtragen. Hach, wenn er jetzt doch einfach ein wenig nachgeben und sich zusammendrücken lassen könnte! Seine Aufgabe, aufrecht zu stehen und von Menschlichen und anderem belegt, besessen oder bestellt zu werden, kam der Stuhl für gewöhnlich mit großem Eifer nach. Manchmal fiel es ihm leichter, manchmal schwerer, gewiss, aber bemüht hatte er sich stets. Bemühen tut er sich auch heute, allein: Er ist auch nicht mehr das jüngste Möbel und war lange nicht beim Schreiner, um gerichtet zu werden. Hätte man ihn bei Zeiten einmal dahin gebracht, wäre es jetzt sicherlich ein leichtes Spiel für ihn. So aber knarrt es heftig aus seinen Beinen und der Lehne, und im Gegensatz zu zuvor hört das Knarren nicht auf, wird nur leiser, ohne jedoch ganz zu verstummen, um sich schließlich in ein lautes Knarzen zu steigern, das sein Ende in splitterndem Holz findet. Das erste Bein bricht ab, und als sei dies der Todesstoß gewesen, hört der Stuhl - gedanklich bei seinen Brüdern unter der heißen Wüstensonne - auf, Stuhl zu sein und sich zu bemühen, und Holzsplitter und Einzelteile verteilen sich auf dem Fußboden, bevor der Tulamide ihnen nachfolgt.

CC

Melisande erhebt sich flink von ihrem Stuhl am Nebentisch und wendet sich an den armen Gestürtzten:" Habt Ihr Euch auch nicht wehgetan?" Besorgnis klingt aus ihrer Stimme, während sie leicht über den dicken Mann gebeugt steht, die Hände halb nach vorne gestreckt, wie um ihm aufzuhelfen.

MR

Ein Krachen und Splittern holt Emetriel erneut aus seinen Gedanken. Seine linke Augenbraue wandert nach oben und gesellt sich zu ihrem Gegenpart. Langsam wendet der Elf das Haupt und betrachtet das dicke Rosenohr am Boden mitleidig. Ein zerknittertes Lächeln huscht über seine Mundwinkel. `Zerstoerisch sind sie in ihrer Gier. Und nur selten ist ein Stuhl das Opfer...'
Dann schweift sein Blick über den Schankraum.

OHH

Aha, hat Waienn also recht verstanden, schön... Er lehnt sich zurück, und alle weiteren Worte und Gedanken gehen in der grausamen Vernichtung eines gewissen Stuhles unter. Somit hat der Pikenier auch mit der Vermutung recht gehabt, es würde heute noch etwas kaputtgehen - wenn es auch nicht Schuld der Elfen war, wie er mutmaßte. Die Fettleibigkeit dieses tulamiden wird ihn eines Tages mehr kosten, denn die Sitzgelegenheit.
Ohne es selbst recht zu bemerken, ist Waienn hilfsbereit aufgesprungen, doch entfernt er sich nicht von seinem Platze, als er dieser Reaktion gewahr wird. Diesem Rundoger aufzuhelfen wird wohlmöglich die Hilfe des gesamten Tisches benötigen - allein mit der hilfreichen Dame von nebenan dürfte das für den schmächtigen kleinen Pikenier jedenfalls eine allzu große Aufgabe werden.
Seine Gewohnheit entlockt ihm derweil einige unwillkürlich gewählte Worte: "B...benötgt Ihr einen... Medicus...?"

MK

Während sich die Heiler am Tisch unterhalten, versucht Refardeon vergeblich, herauszufinden, worüber sich die Elfen unterhalten, als ein bedrohliches Knirschen und das anschließende Krachen seine Aufmerksamkeit fordern. `Der wird sich schon nicht wehgetan haben bei dem Polster. Und Quacksalber sind ja genug da.' Gemächlich setzt er den Krug ab, aus dem er gerade einen zweiten, langsameren Schluck genießen wollte. Zwar springen dem Tulamiden schon andere zu Hilfe, aber angesichts der Leibesfülle des Gefallenen und der Tatsache, dass er direkt daneben sitzt, steht auch der Mantelträger auf und hält Nasreddin seine Hand hin.

CR

Nachdem der Stuhl ihm so treulos und unverhofft im Stich gelassen hat, liegt der Tulamide stumm und platt auf dem Rücken. Dunkle Flüssigkeit rinnt über die steinernen Platten des Bodens und verschwindet zwischen den Fugen, doch es ist wohl nur Wein, der aus dem noch immer von Nasreddin umklammerten Becher rinnt. Der so sorgsam gepflegte Ausdruck der unerschütterlichen Allwissenheit ist dem von Erstaunen und Schmerz gewichen, mit einem leisen Klappern verlässt der Weinbecher seine Finger und rollt von dannen. "Lah laqad thahniyan", murmelt er leise, die Hilfsangebote offenbar nicht wahrnehmend. Lauter werdend schimpft er auf tulamidisch herum. Die Helfer endlich gewahr werdend, unterbricht er den Strom der Flüche, zu dem er gerade ansetzen wollte. "Nein, alles gut!" antwortet er niemandem im Speziellen und ohne rechte Überzeugungskraft, während er lang- und mühsam seinen Oberkörper aufrichtet. "Passiert mir heifig, das", fährt er mit schmerzverzerrtem Lächeln fort, während seine Finger vorsichtig seinen Rücken auf eventuelle Lädierung prüfen.

PS

"Habt Ihr Euch verletzt?" sprudelt es aus Talison hervor. Er steht auf und bietet seine Unterstützung an, dem Herrn aufzuhelfen. Inzwischen sind es ja genug, um dies zu schaffen.

OHH

Gut, verletzt ist er offenbar nicht, aber braucht er denn nun Hilfe beim Aufstehen? Bei dem Versuch, etwas von diesem Volumen anzuheben, könnte man sich leicht Rückenschmerzen zuziehen. Unschlüssig bleibt Waienn deshalb erst einmal weiter an seinem Platze stehen.

MR

Wie erwartet, hat das Ableben des Stuhls die Aufmerksamkeit großer Teile der Anwesenden erregt. Emetriel nutzt die Gelegenheit, diese zu beobachten. Während einige um ihn herum aufstehen, bleibt der Elf ungerührt sitzen.
`Das kleine, energische Rosenohr mit dem kastanienfarbenen Haar will helfen. Ob es sich da nicht überschätzt? Hätte nicht gedacht, dass es hilfsbereit ist. Und es ist schnell.
Das dicke Rosenohr redet und schimpft, statt zu handeln. Wie erwartet. Und der Schein zerfasert. Wohin es sich jetzt wohl setzen will?
Waienn scheint überfordert, auch wie erwartet.
Das Graubemantelte steht auf. Ob es nicht mehr unauffällig sein will? Vielleicht aber will es tatsächlich etwas tarnen. Wir werden sehen.
Das Rosenohr mit dem aschblonden Vollbart erhebt sich ebenfalls und brabbelt los. Nichts besonderes.'

AM

Der Knecht kommt hinzu. "Geht`s so, oder soll ich helfen?" fragt er in die Runde.

CC

Nachdem der Tulamide mit seiner Fluchorgie zu Ende ist, und sein Befinden als normal bezeichnet hat, richtet sich Melisande wieder auf. `Kein Wunder, dass ihm das nicht zum ersten Mal passiert, bei dieser Leibesfuelle. Obwohl er mir nach jemandem aussieht, der sein Essen eher nach Menge, denn nach Qualität beurteilt. Unverständlich...' Das pausbäckige Gesicht verzieht sich ein wenig missbilligend. Sie stemmt die Hände in die Hüften und wirft einen kurzen Blick in die Runde der potentiellen Helfer.
"Na, ich denke, die Herren werden euch jetzt sicher gerne wieder auf die Beine helfen." Und als gedanklicher Nachsatz: `Und hoffentlich findet sich am Hof ein Hackstock, denn sonst haben wir hier in Kürze keine Sitzgelegenheiten mehr.'

CR

Innerlich noch immer Stuhl und Schreiner verfluchend, beendet Nasreddin die Abtastung seines Rückens, der außer ein paar Abschürfungen und Prellungen keinen ernsteren Schaden erlitten zu haben scheint. Zumindest scheinen die Gäste hier höflicher als in dem letzten Etablissement, wo ihm ein derartiges Missgeschick wiederfahren ist, da man ihm offensichtlich aufhelfen will. Mit einem "Wäre ich sehr dankbar, wenn einmal könnten mir helfen, bitte!" streckt er den Umstehenden seine Hände hilfesuchend entgegen.

PD

Am Tisch angekommen, stellt Siona wieder einmal das Tablett ab und nimmt das stattgefundene Unheil ins Auge. Ein kaputter Stuhl, ausgelaufener Wein, man sollte Sägespäne streuen. Aber das `Opfer' scheint noch munter.
"Euer Eintopf", spricht sie den Krieger noch schnell an, "außerdem Milch und Tee für die Herren Elfen."
Sodann macht sie sich daran, die Bemühungen, den Tulamiden wieder aufzurichten, zu unterstuetzen.

PS

"Aber sicher doch!" Talison ergreift mit der Linken Nasreddins Hand und mit der Rechten wohlweißlich unter seine Schulter, denn er rechnet sich keine Chance aus, den Mann an der Hand hochzuziehen, zumal er nicht die Kraft eines Kriegers besitzt. Auch zieht er noch nicht, sondern wartet vielmehr, dass ein anderer den anderen Arm und die Schulter packt. Dies unterstreicht er mit Blicken an die Umstehenden.

MR

Das Hilfsrosenohr trampelt an den Tisch der Elfen heran und bietet bestimmungsgemäß seine Hilfe an. Ebenso ein weibliches Rosenohr mit einem Tablett. Die Augenbrauen des Elfen wandern wieder nach unten. Mit Interesse beobachtet Emetriel die Bemühungen der versammelten Rosenohren, hilfreich zu sein. Er lächelt. `Reden. Herumstehen und reden. Das können sie gut. Reden.'

CC

`So, nachdem sich jetzt genügend Leute darum zu reißen scheinen, dem Dicken aufzuhelfen, brauch ich nicht mehr riskieren, mir das Kreuz zu verrenken, oder mir einen Bruch zu heben.' Melisande tritt ob der hilfbaren Geister von der Unglücksstelle zurück und macht Platz für weitere. Sie zuckt einmal kurz mit den Schultern, wendet sich sodann ab, um zu ihrem eigenen, unversehrten Stuhl zurückzukehren.

OHH

Für lange Augenblicke steht der Pikenier weiterhin nur herum - wenn man einmal von seiner Gestik absieht: Als wolle er jemandem etwas erklären wedeln seine Hände fahrig hier- und dorthin, derweil seine Lippen tonlos irgendwelche Worte formen.
Als der Tulamide jedoch schließlich um Hilfe bittet, huscht Waienn erstaunlich schnell um den Tisch herum zu ihm. Etwas verwirrt schaut er der kräftigen Dame nach, die zuerst so besorgt und mitleidvoll schien, sich nun aber, da es zur Tat geht, eilends davonmacht.
Dann widmet er sich dem anstehenden Problem. Normalerweise würde er einem Gestürzten von hinten unter den Armen hindurchgreifen und die eigenen Hände auf dessen Brust verschließen. Allein, hierfür sind bei diesem Klumpen die eigenen Arme zu kurz. Die Technik des Ledergewandeten hat etwas für sich, doch soll sich dort jemand Stärkeres versuchen. So packt Waienn lieber irgendwo am Rücken mit an.

DDS

Als Emetriel seine Aufmerksamkeit der Tablettträgerin widmet, merkt auch Ariondriel, dass neben ihm etwas Ungewöhnliches vorgegangen oder vielmehr vorgefallen ist. Nachdem er ohnehin gerade auf der `freien' Seite von Nasreddin sitzt, folgt er Talisons Beispiel, erhebt sich, greift mit der linken Hand Nasreddins Linke und schiebt die rechte Hand unter dessen Oberarm.
Und dann zieht Ariondriel, wobei man deutlich das Knirschen des Oberarmschutzes des Mammutonpanzers hört, als sich die Muskeln darunter anspannen.

MK

Anscheinend hat der Dicke nicht vor, mit ein wenig Unterstützung selber aufzustehen, sondern sich wahrlich hochstemmen zu lassen. Nun gut, an Händen dürfte es jetzt nicht mangeln. Da Refardeon sich vor Nasreddin befindet und alle anderen Seiten belegt sind, greift er ihm von vorne unter die Achseln, wobei ihm die Tatsache, dass er für einen Menschen recht hochgewachsen ist und dementsprechende Arme besitzt, sehr hilfreich ist. Um einen besseren Griff zu erhalten, stellt er sich dazu direkt vor Nasreddin, genauer gesagt über dessen Beine. Ob der doch etwas ungünstigen Position kann man beim Ziehen erkennen, dass die Beweglichkeit seines Oberkörpers nicht völlig frei ist, auch wenn er selbst sich dessen gar nicht mehr bewusst sein mag.

PS

"Hauuuu Ruck", röchelt Talison vor Anstrenung, als er sich daran macht, seine Seite des Schwergewichtes hochzuwuchten.

OHH

`Was reden die Elfen da nur für wirres Zeugs? Kann Emetriel nicht mit anpacken, statt da herumzustehen und zu philosophieren?' Waienn kommt nicht dazu, darüber eingehender nachzudenken. Zuerst lenkt ihn kurz sein medizinisch geschulter Blick auf den etwas rumpfsteifen Krieger ab. Dann kommt Talisons Kommando, auf welches hin er sogleich alles gibt, was er kann - nicht viel, aber immerhin wenig.

AMö

Während die Gäste dem gefallenen Tulamiden mit Tat zur Hilfe eilen, ergeht sich der Knecht mit Ratschlägen. "Vielleicht solltet Ihr besser... nein, doch lieber da hinten... und jetzt zusammen..."

CR

Als er plötzlich von allen Seiten umringt wird, zeigt sich völlige Verwirrung in Nasreddins Zügen, die noch zunimmt, als wohl ein halbes Dutzend Leute anfängt, an ihn herumzuzerren. Er wollte doch nur zwei Paar Hände, die ihm etwas helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Offenbar war seine Bitte um Hilfe (mal wieder) völlig falsch formuliert, dabei war er sich seines Garethi diesmal so sicher! Innerlich einen tiefen Seufzer ausstoßend, versucht er, seine Helfer tatkräftig zu unterstützen, bevor sich noch jemand an ihm das Kreuz verhebt.
Und so wird mit vereinten Kräften der Kloß, äh, Koloss von Rashdul wieder auf die Beine gewuchtet, was dank der vielen Helfer leichter geht, als gedacht.
"Schukran dschasiela... Viele Dank", bedankt er sich bei seinen Helfern, nachdem er wieder fest auf seinen Beinen steht. "Bitte verzeihen Abstande, die ich ihnen bereitet!" Als er unter den Helfern die Magd erspäht, fügt er, mit einer Handbewegung auf seine Retter deutend, hinzu: "Bitte bringen einmal was alle wollen trinken!"

MK

Nachdem der Hilfsbereitschaft genüge getan wurde, nimmt sich Refardeon seinen Eintopf vom Tablett und stellt ihn vor seinen Platz, auf den er sich sodann setzt und eifrig beginnt, die dampfende Speise zu löffeln.

PD

Tatkräftig hilft Siona mit, den Brocken wieder hochzubringen. Es erweist sich glücklicherweise als einfacher, als man annehmen könnte, und schnell steht der Tulamide wieder.
"Alrik", wendet sie sich an diesen, leicht missbilligend blickend, da dieser sich um die Mithilfe gedrückt hat, "bringe unserem Gast einen neuen Stuhl, oder besser noch etwas Stabilieres... Und räume die Trümmer weg, und streue ein wenig Späne über die Lache..."
Und nun muss der Dicke auch noch eine Runde ausgeben - eigentlich ja nur eine Geste von Dank und Höflichkeit, doch so langsam bekommt Siona das Gefühl, von diesem Tisch nicht mehr wegzukommen, und dass es ihr wohl bestimmt sein muss, den ganzen Abend zwischen Küche und Tisch hin- und herzulaufen... "Eine Runde für die, hm, Helfer, also", mustert sie nach dem Knecht nun den Dicken und sieht dann in die Runde. "Was kann ich denn bringen?"

DDS

Die in die Menge gestellte Frage, was die Helfer trinken wollen, bezieht Ariondriel scheinbar nicht auf sich - jedenfalls antwortet er darauf nicht, sondern setzt sich wieder zurück an seinen Platz, dabei einen verwirrten Blick auf das nun verschmierte Blatt Pergament werfend.

OHH

Das ging doch einfacher, als befürchtet. Aber es hat sich immer schon erwiesen, wie wichtig die Mithilfe des Patienten ist. So braucht sich Waienn nach der Anstrengung nur geringfügig zurechtzubiegen, um alle Glieder wieder an ihre Stelle einzurenken.
Dann breitet sich sichtliche Freude auf seinem Antlitz aus. Es ist ein stilles Glück darüber, eigene Mühen einmal anerkannt zu wissen. "Oh, das ist sehr liebenswürdig von... Ihnen!"
Schon beginnt sein Denkzentrum das neuerliche Problem zu bearbeiten. Was nimmt man da? Zum Glück braucht er nicht noch einmal zur Speisetafel hinüberzulaufen, da ihm die interessantesten Teile noch im Gedächtnis haften geblieben sind. Den leckeren Neethlingshofer hat er ja bereits gekostet, den Felsfelder kennt er von früher, also erwidert er der Magd treuherzig: "Dann hätte ich gerne vom Roten Edelspatz probiert."

MK

Nachdem er ein paar Löffel Suppe zu sich genommen hat, wendet Refardeon seine Aufmerksamkeit wieder den anderen zu. Eine Runde also. Normalerweise würde sich Refardeon darüber wohl freuen, aber für diesen Auftrag hat er mehr als genug Spesengeld dabei. In einem ungewohnten Sarkasmus kommt ihm der Gedanke, er könnte genausogut für zwei essen. Wahrlich, dieser Brief wurde teuer bezahlt.
Aber es liegt ihm fern, den Spender zu beleidigen, und als er gerade seine Bestellung loswerden will, stockt er, als ein Satz des gepanzerten Elfen an sein Ohr dringt, der sich bis jetzt eher über abgehobene Elfenthemen zu unterhalten schien. `Keine Toten? Sollte vielleicht doch...?' Nur kurz stutzt er und benutzt dann die unverständliche Antwort des anderen Elfen, um sich an die Magd zu wenden: "Für mich bitte noch ein Bier", wobei er auf seinen Krug zeigt. Dann isst er in aller Seelenruhe weiter, während er gespannt auf eine erhellende Bemerkung des ordentliches Garethi sprechenden Elfen wartet.

PS

Talison lächelt erfreut ob des freundlichen Angebotes des Gefallenen und geht wieder zu seinem Stuhl, wo er sich auf selbigen setzt. "Also, ich hätte dann gerne noch einen Becher von dem köstlichen Würzwein", spricht er zur Magd.

CR

"Mir bitte neue Wein, und diesen Wurzwein", beantwortet Nasreddin Sionas Frage nach den Getränken, während er mit dem Fuß die Überreste des Stuhls Richtung Knecht beiseiteschiebt. Einen Moment überlegt er, ob er um einen neuen Stuhl bitten soll, verwirft dies wegen der Aufforderung der Magd wieder. Der Junge wird schon für Ersatz sorgen.
Und so steht er nun etwas verloren an seinem ehemaligen Platz, und harrt der Sitzgelegenheiten, die da kommen mögen. Halb aus Langeweile, halb aus Neugier beginnt er wieder, dem halben Gespräch der Elfen zu folgen, doch so recht schlau vermag er nicht daraus zu werden.

PD

"Wein, zwei Würzwein", bestätigt Siona weiterhin, während sie die Milch dann zu Ariondriel hin reicht - wird schon seine Richtigkeit haben - und den Tee zu Emetriel. Elfen, verfluchtes Pack...
"Kann ich sonst noch etwas bringen?" Irgendwann müssen die doch befriedigt sein.

AMö

Genau so hat er sich das vorgestellt. Die anderen bekommen was zu trinken, und er, der er die schwierige Aufgabe der Leitung und Koordination der Rettungsaktion übernommen hat, er darf die Trümmer beseitigen. Doch der Knecht hütet sich, seine Gedanken laut zu äußern. Statt dessen sammelt er mit leidiger Miene die kümmerlichen Übereste des einstmals stolzen Stuhles zusammen.
"Ich bring Euch gleich was zum sitzen, Herr", tröstet er den etwas verloren herumstehenden Tulamiden, dann ist er auch schon auf dem Weg, die Worte in die Tat umzusetzten.

OHH

Den Tisch wieder umrundend, beobachtet Waienn, wie ein jeder zur Verwirrung der armen Magd beizutragen scheint. Er selbst zumindest wird sich nicht klar darüber, was die Elfen da reden, zumal er akustisch nur Teile mitbekommt, bis er wieder auf seinem Platz sitzt.
Unschuldig, aufmerksam, aber auch zufrieden blickt er umher wie ein Kitz beim Äsen und faltet abwartend seine Hände auf dem Bauche.

MR

Soeben hebt Emetriel auf Isdira an: "Worte sind wie der Sturm in der Wüste. Sie vernichten die Karawane, wissen aber nichts vom Grund des Sandmeeres. Sie sind wie die Axt im Walde. Sie können einen Weg durch das Dickicht schlagen, aber wozu und zu welchem Preis? Sie können Holz zum Anzünden eines Feuers oder Material zum Bau eines Hauses bieten, aber wozu töten, wenn man auch Klaubholz sammeln und Häuser formen kann? Wozu Worte, wenn man auch singen kann?"

PD

Jetzt scheint wohl alles zu passen, es bestehen keine weiteren Wünsche mehr. Sie nimmt ihr Tablett und ein weiteres Mal den ihr wohlbekannten Weg zurück an die Theke.

OHH

Schön hat er das gesagt, dieser Emetriel! Unwillkürlich erwidert Waienn darauf für alle verständlich: "Eine sehr schöne Vorstellung! Möchtest du uns etwas vorsingen?"

DDS

Emetriels Blick in Talisons Augen verwirrt Ariondriel: Die Worte sind eindeutig eine Antwort an den Weißen. Warum also sieht der andere Elf Talison so intensiv an?
Und antworten tut Waienn.
Naja, gerade unter Rosenohren, die viel reisen, ist das Isdira erfahrungsgemäß recht verbreitet.
Ariondriel blinzelt ungläubig und sagt zunächst einmal nichts, sondern beobachtet lieber, ob und wie sich das Gespräch jetzt verlagert.

MR

Der schwarzhaarige Elf blickt zu dem wappenrocktragenden Rosenohr, zieht kurz die linke Augenbraue hoch, blickt zu Ariondriel, dann wieder zu Waienn. "Nein. Das wäre wohl kaum der rechte Ort in diesem Gestank, diesem Lärm."
Erneut tasten die Finger seiner rechten Hand nach dem Becher mit Milch.

OHH

Über die ablehnende Antwort sichtlich enttäuscht, sinkt Waienn ein klein Wenig auf seinem Stuhl in sich zusammen und beginnt, mit den Fingern zu nesteln. Sicherlich hat der Elf nicht ganz Unrecht. Der Schanklärm würde den Genuss sehr mindern. Dennoch murmelt er wie zu sich selbst: "Schade..."

PS

Während er dem auf ihn gerichteten Blick nicht ausweicht, kommt Talison in den Sinn: `Elfenaugen, daraus lässt sich sicher etwas zur Nachtsicht herstellen, wenn man es mit...' Aber dann bemerkt er sein Starren und antwortet in der Hoffnung, nicht total danebenzuliegen: "Ja singen ist doch eine schöne Sache, kennt ihr das Lied von der Wirtin und den Gästen aus Riva?"

DDS

Der Weiße stutzt sichtlich. Ob nun berechtigt oder nicht, Ariondriel hat eine Antwort von Talison an Emetriel erwartet. Aber diese ganz sicher nicht. Rosenohren. Sie überraschen einen doch ein ums andere mal. Vielleicht wäre es doch besser, dem Gespräch wieder eine neue, beziehungsweise alte Wendung zu geben?
"Sag mal, Emetriel, mit wem möchtest du dich treffen? Noch einer von den drei Völkern?"
Dann nimmt Ariondriel den Becher mit der heißen Milch und einen kräftigen Zug, der jedem anderen sicher den Mund verbrannt hätte, dem Weißen aber nichts auszumachen scheint.

OHH

Auf Talisons Frage hin schüttelt Waienn den Kopf, doch seine Gedanken werden bereits wieder von den Elfen fortgerissen. Drei Völker? Selbst, als er darauf kommt, was gemeint sein mag, erscheint ihm irgend etwas daran seltsam. Vergeblich bemüht er sich, zuvor Gesprochenes wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wie soll man sich auf so viele Leute konzentrieren!

MR

Das Rosenohr, welches die ablehnende Antwort Emetriels vernommen haben muss, fragt ebenfalls noch einmal nach. Offensichlich nach einem Lied der Rosenohren. Erneut blickt das schwarzhaarige Wesen mit den rubinroten Augen Talison an. "Möchtest DU uns etwas vorsingen?" fragt der Elf dann, anscheinend leicht erstaunt.
`Dies sollte es nicht allzu undeutlich auf seine Unhöflichkeit hinweisen. Und vielleicht erzählt es auf diese Weise etwas Interessantes.`
Dann schaut er kurz zu Ariondriel hin. "Nein. Es ist ein Rosenohr. Vermute ich jedenfalls. Und ich weiß auch nicht genau, was es von mir möchte. Ich soll ihm helfen."

PS

Talison ist zugleich entzückt und verwundert über die Gegenfrage des schwarzhaarigen Elfen. `Ich fragte doch ihn, ob er singen will, wieso soll ich jetzt? Hmm, das könnte lustig werden.'
"Wenn du Wert darauf legst, singe ich etwas, ich bin aber weder ein Barde noch besitze ich die wohlklinge Stimme eines Elfen."
`Ob man wohl auch dafür einen Trank herstellen kann?'

DDS

Wird jetzt hier gesungen oder nicht? Ariondriel beobachtet den Wortwechsel zwischen Talison und Emetriel mit zunehmender Belustigung. Aber nach aller Wahrscheinlichkeit wird da kein Ergebnis herauskommen.
Andererseits lässt sich Emetriel auch nicht einfach von diesem Thema ablenken - was sicher schlauer gewesen wäre, wenn er wirklich `nein' meint. Naja, die menschliche Sitte des `Zierens und Nötigens' kennt er wohl noch nicht.
Doch zurück zum anderen Thema: "Und wie erkennst du jemanden, der dich nicht kennt und den du nicht kennst? Ist das nicht furchtbar unpraktisch?"

CR

`Hesinde hilf!' schießt es Nasreddin zum sicherlich dreiunzwandzigsten Mal an diesem Tag durch den Kopf. `Gewähre mir die Gabe der problemlosen Verständigung! Wieso wollen der Elf und der... Gelehrte... denn jetzt singen? Irgend etwas muss ich wieder falsch verstanden haben...' Sichtlich verwirrt wendet sich Nasreddin in Richtung Theke, und hält nach dem Knecht mit seinem neuen Stuhl Ausschau, in der Hoffnung, auf diese Weise wenigstens etwas `Halt' zu gewinnen.

OHH

Auch Waienn schwirrt langsam der Kopf von all dem Werkenntwen und Wersingtwas. Zu allem Übel bekommt er auch noch einen leichten Schluckauf, den er in regelmäßigen Abständen mit hellen Geräuschen begleitet. Schnell die Luft anhalten!

MR

Den Becher mit Milch ergreift der schwarzhaarige Elf mit Daumen und Mittelfinger der rechten Hand, führt ihn zum Mund. Leer setzt er ihn an seinen Ursprungsort.
"Nein, mitnichten. Du erwecktest nur den Eindruck, ein Lied von Gästen aus Riva singen zu wollen. War das falsch?" Ein fragender Blick trifft das Rosenohr. Dann zieht der Elf den anderen Becher zu sich heran.
Wieder in Isdira: "Mit Rosenohren habe ich es zu tun. Natürlich ist es unpraktisch! Aber ich gehe davon aus, dass es mich erkennt." `Schließlich bin ich ihm empfohlen worden. Und es will etwas von mir, weshalb es für alle Beteiligten ratsam wäre, dass es funtioniert.'

MK

Das weitere Gespräch erhellt die düstere Bemerkung des gepanzerten Elfen nicht nur nicht, sondern verwirrt Refardeon noch mehr. Nicht, dass er noch nie jemanden in einem Wirtshaus hat singen hören, aber nicht so früh am Abend und mit so wenig Alkohol. Nun, abwarten, vielleicht hat Noiona ein Einsehen, bis jetzt kann er so wenigstens in Ruhe essen. Wenn nur nicht diese Bemerkung von vorhin wäre.

DDS

"Na, wenn es sich an mich wendet, weiß ich ja, zu wem ich es schicke." Der Weiße zeigt ein deutliches ironisches Schmunzeln. Er blickt in die Runde, ob sich eventuell ein neues Thema anbietet.
Refardeon isst, Talison und Emetriel reden aneinander vorbei, Nasreddin sieht sich zur Theke um...
...bleibt Waienn, der gerade die Luft anhält. "Was machst du da?"

OHH

Ungehemmt platzt die Luft zwischen Waienns Lippen hervor. "Die Luft anhalten", erwidert er sichtlich überrascht. Dann wird ihm klar, dies kann Ariondriel kaum gemeint haben, folglich erklärt er genauer: "Das ist |hips| gut gegen Schluckauf - wenn man es |hips| lange genug schafft..."
Und schon probiert er es nach tiefem Luftholen noch einmal.

DDS

Waienns Luftanhalten amuesiert Ariondriel ein Bisschen. "Das ist aber nur die drittbeste Möglichkeit. Besser ist es, die Zunge mit den Fingern so weit wie möglich herauszuziehen und etwa 20 Herzschläge lang festzuhalten. Und am besten ist es, etwas mit einem intensiven Geschmack zu trinken: Essig oder Honig oder so." Mit diesen Worten schiebt Ariondriel Waienn die heiße Honigmilch herüber.

PS

An Emetriel gerichtet, spricht Talison mit leicht beleidigtem Gesichtsausdruck: "Warum fragst du, wenn du keinen Wert darauf legst?"

OHH

Dieser Elf ist ja recht hilfsbereit, allerdings gibt es Situationen, in denen man allein besser zum Ziele gelangt. Bei dem Wort `Essig' entfährt Waienn ein passend zum Geschmack besonders intensives *hips*.
Er bleibt im Tone recht freundlich, als er ausschweifend erwidert: "Sehr richtig, die Zeitspanne! Ich zä|hips|le auch immer bis zwan|hips|zig. Das Fest|hips|en der Zunge dürfte aufgrund der Fixierung des Rachenraumes und |hips| der Kehle in der Tat den gleichen Effekt erziehlen, wie das |hips| Einstellen der Atmung, da ich dabei insbesondere den Kehlknochen ruhig halte. Man muss sich nur eben so lange darauf |hips| konzentrieren. Trinken hilft dagegen wohl auch eher durch das vor|hips|... vorzugsweise langsame Schlucken. Auch Lutschen |hips| mag bisweilen hilfreich sein. Da gibt es viele Techniken. |hips| Allerdings hilft mit persönlich am besten das, was ich gerade versuche."
Sprachs, und hält auch schon wieder die Luft an, den Kopf leicht gesenkt, um dem Hals besonders wenig Spielraum zu geben und sich auch besser konzentrieren zu können.

PS

Talison schaltet sich interessebedingt in die Schlukaufrunde ein und bemerkt: "Es hilft sehr gut, wenn man sich flach auf den Bauch legt und zusätzlich tief einatmet und solange es geht, dann den Atem anhält und liegen bleibt. Das hilft bei mir immer gleich beim ersten Mal. Es muss aber ein fester Untergrund sein, der Boden hier wird wohl gehen."

MR

Als Ariondriel antwortet, lächelt Emetriel ihn kurz an, dann nimmt er den Becher und genießt den Geruch des Inhaltes. Währenddessen gibt sich das bewappenrockte Rosenohr seinen Zuckungen hin. `Ariondiel scheint mehr von den körperlichen Unzulänglichkeiten der Rosenohren zu wissen. Sogar, was man dagegen unternimmt.'
Der Elf mit der moosgrünen Schecke setzt den Becher ab, als Talison ihm - etwas eingeschnappt - eine Frage stellt. Er blickt diesen an, zieht kurz die linke Augenbraue hoch. Dann wendet er den Blick zu seinem linken Ärmel. Mit der Rechten streicht er kurz darüber. Dann blickt er Talison erneut an, atmet ein, bevor er mit ruhiger Stimme antwortet. "Nun, ob du singst, oder nicht singst, ist wie das Rauschen der Bäume. Wenn du singst, ich es mir anhören, wenn du nicht singst, ich es auch nicht ändern werde. Gefragt habe ich, weil es nicht ganz klar war, ob du singen wolltest, oder ob mich dazu du bringen wolltest, ein Lied der Rosenohren zu singen. Von ersterem ich ausgegangen bin, aber die Wahl des Schicksals dir überlassen wollte." `Ob es es merkt?'

PS

"Wie das Rauschen der Bäume sagst du, das Rauschen der Bäume im Wind kann eine wunderbare Melodie sein, es beruhigt die Seele. Aber ich würde dennoch gerne etwas von dir hören", erwiedert Talison um den `Ball' wieder zu dem Elfen zu spielen. Mal sehen wie er reagiert, denkt er dabei und nimmt einen weiteren kräftigen Schluck des Würzweines, welcher sich langsam bemerkbar macht und Talisons Gedanken zu vernebeln beginnt.

OHH

Auf den Boden legen? Zweifellos hilft bei dieser Technik die körperliche Entspannung, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Das Luftanhalten. Gerade will Waienn diese Anmerkung beitragen, da entfährt ihm ein unvermeidliches |hips|.
Also noch mal von vorne! Eins, zwei, drei...
Dieser Emetriel kommt gar nicht auf die Idee, man würde vielleicht lieber ein Elfenlied von ihm hören. An dem wird sich Talison die Zähne ausbeißen, und deshalb gedenkt auch Waienn nicht, ihn um einen Vortrag anzubetteln.
Wo war er gleich stehengeblieben? Egal. Eins, zwei, drei...

MR

`Natürlich nicht.'
Emetriel nimmt erneut den Tee mit Daumen und Zeigefinger auf. Er führt ihn zu seinem Mund und nippt elegant. Dann setzt er den Becher mit sanften Schwung wieder ab.
"Das ehrt dich. Leider ist das Rauschen der Bäume in dieser von Wohlgeruch verlassenen, eingesperrten Örtlichkeit nicht zu vernehmen. Und ob des Redens es auch nicht zu genießen wäre.
Das Licht ist ein ruhiger Wanderer. Wo es Schönheit findet, es verweilt, an anderen Stellen es lieber still vorüberzieht..."
Der Blick des ätherischen Wesens mit der durchscheinend weißen, makellosen Haut schweift in die Ferne, als schaue es durch die geschlossenen Läden in eine ferne Welt.

DDS

Nun, wenn Waienn meint, das Luftanhalten würde helfen, dann will Ariondriel ihn nicht davon abhalten, zumal Waienn ja Heiler ist und meint, bei ihm würde nur seine Methode helfen, und zieht den Honigmilchbecher wieder zu sich zurück. Besser, man spricht den Pikenier jetzt nicht an, denn seine letzen Äußerungen waren schon beim Zuhören recht schmerzhaft. Was aber Talisons Vorschlag mit dem Hinlegen bringen soll, ist Ariondriel nicht klar, aber er runzelt nur die Stirn, als dieser Vorschlag gemacht wird, enthält sich eines Kommentars.
Während er also Waienn aufmerksam ins Gesicht schaut - der Gedanke, das könne den Engasaler vielleicht in seiner Konzentration stören, kommt dem Elfen nicht - hört er die Fortsetzung der `Liederdiskussion' zwischen Emetriel und Talison - und einige Befürchtungen bahnen sich den Weg in die Stirnfalten des Weißen. Vielleicht sollte er...?
Nun, besser wäre es. Denn Emetriel scheint keine Übung mit dem Wahrnehmungsvermögen der Menschen, insbesondere für die Nuancen im Gespräch, zu haben.
Ariondriel wendet sich also an Talison: "Vielleicht solltest du das Thema wechseln?" Tja, den Rosenohren muss man es leider immer direkt sagen.

PS

Unter der einsetzenden Wirkung des Weines neigt Talison dazu, etwas philosophisch zu antworten. Auch findet er es faszinierend, welches Talent der Elf hat, am Thema vorbeizureden. Andererseits dreht sich auch so einiges, da er seine Fähigkeit, zwei Gespräche gleichzeitig zu verfolgen, etwas überschätzt. "Das Land ist wie ein Lebewesen, der Winter ist seine Nacht in der es schläft, bedeckt vom zarten Kleid des Schnees. Doch Musik ist immer zu vernehmen - und sei es das sanfte Spiel der Wellen unter dem Eis oder das Klirren des Frostes."
Als sich dann der andere Elf auch noch einmischt, erwidert er um so mehr verwirrt und aus seinen Gedanken gerissen nur: "Warum?"
Daraufhin nimmt er einen letzten großen Schluck aus seinem Becher und auch dieser Wein wäre geleert. `Es wird Zeit, dass die Magd wieder hierher kommt.'

OHH

...sieben, acht, neun...
Diesmal wird es klappen! Alle Gespräche um sich herum vergessend, hält sich Waienn an dem Blick Ariondriels fest, bis dieser sich abwendet. Schnell schließt der Engasaler die Augen, um seine Konzentration nicht zu verlieren.
...dreizehn, vierzehn...
Die Worte der anderen rauschen vorüber. Noch etwas rauscht: Der Wind zwischen den Ritzen der Fensterläden. Wie ungemütlich! |hips|
Gleichgültig, einfach weitermachen! Bis 35!
...achtzehn, neunzehn...

DDS

`Warum', fragt Talison - eine typische Menschenantwort, aber in diesem Falle nicht schwer zu beantworten. "Weil er schon recht deutlich gesagt hat, dass er sich entschieden hat."
Dann widmet Ariondriel sein Gesichtsfeld wieder der Beobachtung von Waienns Anstrengungen. Nach Ansicht des Elfen wird der Pikenier diese Schlacht verlieren, aber wer weiss...
Und wenn Talison eine weitere Frage hat - nun, das Ohr ist ihm zugewandt.

MR

Interessiert beobachtet der schwarzhaarige Elf die Versuche Ariondriels, dem bärtigen Rosenohr zu erklären, worum es geht. `Schade, jetzt werde ich es nicht mehr erfahren. Warum machst du das, Ariondriel.'
Emetriel wirft ungerührt einen Blick in die Runde. Dann wendet er sich wieder Tasilon zu. "Das Land IST ein Lebewesen. Es lebt", stellt er mit leichtem, bedächtigen Kopfnicken fest.

OHH

...dreiundzwanzig, vierundzwanzig...
Das Land ist ein Lebewesen. Das wirft interessante medizinische Fragen auf... Ignorieren! Fünfundzwanzigsechsundzwanzigsiebenundzwanzig...!
Schon beginnt Waienns rundes kleines Gesicht, rot anzulaufen, sein Körper zittert leicht ob der Anstrengung, das Gebamsel seines Tellerhelmes rutscht ihm zwischen die Augen. Zum Glück ist es zu kurz, ihn an der Nase zu kitzeln.

DDS

Ojeoje. Hoffentlich bringt sich Waienn nicht um. Von `Engasaler Aktionen' hat man ja bisher nichts Sinnvolles gehört. Ariondriel gerät ob der sich verändernden Gesichtsfarbe etwas in Sorge, greift aber vorerst nicht ein.

OHH

Ein Wanken. ...vierunddreißig, fünfunddreißig, sechsunddreißig... Wie weit wollte er gleich zählen? Der Luftmagel raubt ihm fast die Sinne. Vielleicht genügt es ja bereits.
Überraschend und lautstark setzt Waienns Atmung wieder ein. Er japst, rollt die Augen, lehnt sich vor und zurück, dann beseitigt er durch ein Räuspern den Kloß, der sich im Halse gebildet hat.
Ungläubig blinzelnd schaut er sich um, als wäre er aus einem Koma erwacht und wisse gar nicht, was los ist.

DDS

Angesichts von Waienns Japsen und Luftschnappen sieht sich Ariondriel zu einem Kommentar genötigt: "Und du bist sicher, dass das besser als Essig sein soll?" - Und erwartet eine Antwort wie `Ja, bin |hips| ich'.

OHH

"Was? Achso." Da muss Waienn erst einmal auf seinen Körper lauschen. In der Tat scheint der Schluckauf nun überstanden. "Nun, bei mir hilft es jedenfalls immer. Aber die erfolgreiche Behandlung vieler Krankheiten hängt nicht zuletzt von dem Patienten selbst ab. Wo bei dem einen schamanistischer Hokuspokus helfen mag, möchte der andere sich mit Kräutern vollstopfen, ein dritter schwört auf Ignorieren der Krankheit, frische Luft und Bewegung, und der Vierte läßt sich lieber im Bette bemuttern."
Die Köchin tritt zu dem scheckigen Elfen. "Huhn mit Gemüse, Edelspatz", erklärt sie beim Abstellen, als könne man dies nicht sehen.

PS

Zu Ariondriel sagt Talison nur kurz: "Wogegen entschieden?" und bemerkt dabei, dass er schon fast vergessen hat, was er eigentlich wollte. Seine nächsten Worte sind an den anderen Elfen gerichtet: "Du hast es verstanden."

MR

Das wappenrocktragende Rosenohr scheint mit seinen merkwürdigen Verrichtungen fertig und wieder bereit, zu atmen. Die Erklärungen zum Patientenverhalten im allgemeinen nimmt Emetriel zur Kenntnis, aber ohne erkennbare Regung. Diese erfolgt erst, als das dienstbare Rosenohr mit den Speisen an den Tisch herantritt. "In der Tat. So ist es," stellt der Elf mit einem süffisanten Lächeln fest.
Genau das gleiche denkt sich Emetriel zu der Bemerkung Talisons, dem er kurz einen Blick schenkt. Dann betrachtet er die dampfenden Speisen. Er lächelt kurz, schüttelt ansatzweise den Kopf und blickt das dienstbare Rosenohr dann - scheinbar erstaunt - an, genau in die Augen. "Handschüssel und Tuch kommen noch?"

PD

Nur knapp hinter Sarina trifft Siona am Elfentisch ein und verteilt ihrerseits ihre Mitbringsel: Bier für den Krieger, Edelspatz für den Uniformierten, Wein für den Dicken, sowie zwei Würzweine.

MK

Der Krieger unterbricht sein Mahl und richtet ein "Danke" an Siona, während er einen prüfenden Blick in seinen alten Krug wirft. Da nicht mehr viel drin ist, leert er in in einem Zug, um ihn dann auf die Bedienung zuzuschieben. "Den könnt Ihr mitnehmen."

DDS

Zwei kleine Seufzer entringen sich Ariondriel. Der erste, als Talison fragt, wogegen sich Emetriel entschieden habe. Rosenohren! `Noch direkter kann man es eigentlich nicht sagen', zeichnet sich der Gedanke deutlich ablesbar in das Gesicht des Weißen. Aber der Rettungsversuch ist offensichtlich gescheitert, und nachdem es Emetriel auch nicht recht schien, dass Ariondriel sich einmischte, lässt er das Thema auf sich beruhen.
Der zweite folgt, als Emetriel seinen `nächsten Gang' erhält. Die Reaktion des anderen Elfen ist nicht gerade dem Ansehen der Elfen förderlich, ist Ariondriels Diagnose. Wie kann nur jemand, der unauffällig sein möchte, sich so in das Gedächtnis der Menschen quasi einbrennen?
Also wendet sich Ariondriel wieder, beziehungsweise weiterhin Waienn zu: "Wie bitte? Be-Muttern?" Der Elf kennt ja das eine oder andere Fremdwort, aber dieses ist ihm wohl nicht bekannt. Und wenn ein wirksames Heilverfahren dahinter steckt...

OHH

Der gute Talison scheint ja noch geistesabwesender zu sein, als Waienn selbst! Nunja. Ein Weltrekord ist nie leicht errungen; immer gibt es jemanden, der größere Extreme aufzubieten vermag.
Die Pikeniersmine hellt sich schlagartig weiter auf, als er sein Weinchen bekommt. "Oh! Ah! Dankeschön!" Freudig nimmt er den Becher entgegen und riecht erst einmal verträumt daran.
Fast entgeht ihm dabei Ariondriels Frage, die er sich erst zweimal durch den Kopf rauschen lässt, bevor er sie bearbeiten kann. "Du weißt nicht, was `bemuttern' heißt? Nun, das ist ein geflügeltes Wort für besonders intensive, eventuell gar übertriebene Pflege. Das muss natürlich nicht unbedingt durch eine Mutter an ihr Kind geschehen."
Die Köchin derweil holt wieder einmal Luft, bevor sie dem hochnäsigen Elfen pariert: "Gewiß, Euer Durchlaucht - nun, da Ihr sie bestellt habt!" Sogleich tritt sie einen Schritt zurück, ohne dass die Motivation endgültig klar wird, hat sie doch einen streitbaren Blick aufgelegt.

MR

Der schwarzhaarige Elf wirft einen kurzen Blick nach links neben sich in die Ecke zu dem Rucksack. `An sich läuft alles bislang sehr gut. Die Rosenohren sehen die Dinge nur so, wie sie aussehen, nicht wie sie sind.'
Das bewappenrockte Rosenohr findet gerade in die Wirklichkeit zurück. Emetriel hingegen hat seit dem Singsang mit dem Weißen immer noch nicht zu seiner gewohnt wachsamen und beiläufig beobachtenden Art zurückgefunden. Im Moment scheint seine Aufmerksamkeit mehr den aufgetragenen Speisen zu gelten. Mit einem Lächeln nimmt er zur Kenntnis, dass sich grundlegende Zivilisationsmerkmale noch nicht bis in diesen Steinhaufen der Rosenohren herumgesprochen haben.
"Durchlaucht ist - wenn ich mich nicht irre - eine der vielen Bezeichnungen für ein Rosenohr, welches auf Kosten anderer Rosenohren lebt und diesen dazu noch Befehle erteilen kann, richtig?" stellt Emetriel mit leicht indigniertem Tonfall fest. "Ein Rosenohr ich aber nicht bin, von den übrigen Merkmalen eines Durchlaucht einmal ganz abgesehen..."

MK

Refardeon will gerade nach dem neuen Krug greifen, um auf den Spender zu trinken - man weiß schließlich, was sich gehört - als dieser merkwürdige schwarzhaarige Elf eine Bemerkung loslässt, die zum einen beweist, dass Elfen entweder gar keinen oder zuviel Sinn für Ironie haben, auf die er aber auch, trotz seiner Meinung über bestimmte 'Durchlauchte', einfach reagieren muss. Zumal nicht damit zu rechnen ist, dass die anderen Anwesenden es tun werden. Die griffbereite Hand bleibt, zu einer leichten Faust geballt, auf dem Tisch liegen, während seine Augen die Augen seines Gegenübers fixieren. "Ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr Euch in meiner Gegenwart mit derartigen Bemerkungen über die Praiosgefällige Ordnung zurückhalten könntet. Bitte" - er hebt die rechte Hand und öffnet sie abwehrend zu Emetriel, und in seine Stimme mischt sich eine Erschöpfung, die eher mentaler Natur zu sein scheint - "ich möchte mich wahrlich nicht mit Euch streiten, also zwingt mich auch nicht dazu, ja?"

OHH

Offenbar hat dieser Elf doch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, wie er selbst zu glauben scheint, sondern mit den Fingern. Vermutlich braucht er auch genau deshalb etwas zum Händewaschen. Nachdem er bereits von dem Krieger am Tische lobenswert zurechtgewiesen wurde, setzt die Köchin an: "Ich nehme an, dir sind Handschale und Tuch wichtiger als eine Belehrung über deine kleinen Irrtümer. Andere Gäste warten." Mit einer tiefen Verbeugung, bei der sie den Elfen nicht aus den Augen lässt, zieht sie sich zurück, ohne auf Antwort zu warten.

Weiter geht es mit Gedankenspielen...


Ausschnittliste / Ehemalige Gäste / Lageplan / Speisekarte

Redaktion und Lektorat: OHH