Wenn die Kaiser regieren das Mittelreich

Spottlied, gedichtet und vorgetragen von Seiner Wohlgeboren Atreus von Wolfsberg
(königlicher Botenmeister des freien Albernia)

Wo Herr Praios lächelnd schaut,
denn es geht ihm gut.
Wo man schöne Tempel baut,
vor Magiern auf der Hut.
Wo die Wahrheit wenig wiegt,
Recht vor Gerechtigkeit,
da ist alles anders als es bleibt.
Wenn die Kaiser regieren das Mittelreich,
sind die Grenzen nach außen schon lange weich,
denn die Orken, sie kommen in jedem Jahr,
und sie krümmen den Bauern ihr Haar.
Hal verschwand in der Nacht.
Answin raubte den Thron.
Brin verstarb vor der Schlacht.
Emer vertuschte auch schon,
dass Yppolita vertauscht.
Unter Jast brach das Reich.
Rohaja und Selindian
sind zwei Kaiser zugleich.
Welcher Kaiser regiert,
ist nicht leicht recherchiert,
doch ich sage jetzt mal,
das sei egal.
Wo zwei Fronten nicht genug,
man Tulamiden jagt.
Wo Dämonenstelldichein
ganze Länder plagt.
Dort, wo 'frei' heißt zweierlei:
von Borbarad vielleicht,
oder eher doch vom Mittelreich?
Wenn die Kaiser erstehen im Mittelreich,
wird sogar noch der finsterste Dämon bleich,
denn die Kaiser, sie wechseln fast jedes Jahr
Und ist's einer nicht, sind es ein paar.
Hal verschwand in der Nacht...
Wo die Freunde Feinde sind,
die gar neidisch schaun,
kann man auf das eigne Glück
keine Zukunft baun.
Wo die Sonne trüber scheint
für ein Bauernpaar,
da ist alles anders als es war.
Wenn die Kaiser entzweien das Mittelreich,
ist dem einfachen Volk auch der Sieger gleich,
denn die Steuern, sie steigen in jedem Jahr,
weil der Friedenswunsch lang nicht mehr wahr.
Wenn die Kaiser verheeren das Mittelreich,
ist dem einfachen Volk auch der Sieger gleich,
denn die Steuern, sie steigen in jedem Jahr,
weil der Friedenswunsch lang nicht mehr wahr.
Mittelreich, Mittelreich, Mittelreich!
Ohje!


Melodie: "Wenn die Rosen erblühen in Malaga" von Cindy & Bert nach Melodien aus der Orchesterrhapsodie España von Alexis-Emmanuel Chabrier>
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© Oliver H. Herde