Morgenstimmung

Autoren: Oliver H. Herde, Ralf Büngener und andere

OHH

Kein Türkratzen zur Nacht. Dies muss nicht zwangsläufig ein Grund zur Sorge sein, kann Challa doch auf vielen anderen Wegen wieder ins Haus gelangt sein. Oder sollte man sie mit besonderem Auftrag fortgeschickt haben? Trotz der dünnen Informationslage kann man letzteres wohl als wenig wahrscheinlich annehmen.
Nachdem Feledrion seine Sachen wieder in die Raumecke gesammelt hat, auf dass nicht die betriebsame Köchin oder sonst jemand darüber fallen möge, steht er nun am offenen Fensterladen und blickt hinaus auf die regennass glänzenden Basaltplatten der Straße.
Es ist wenig los; bei diesem Wetter nicht verwunderlich. Aber welch wundervolle Luft, solange der laue Nordwind nicht von irgendwoher den Rauch eines Kamins herüberträgt! Es verspricht, ein angenehmer Reisetag zu werden - für einen Elfen, zumindest.
Fast scheint es, als riefen die eigentlich bereits abschweifenden Gedanken an Challa auch den Geruch Vinizarahs in Feledrions unbewusste Wahrnehmung. Ein paar Atemzüge später ist sich der Elf jedoch sicher, hier sei nicht allein Erinnerung und Einbildung am Werke. Es kommt von draußen! Allzu weit kann sie nicht sein.
Unwillkürlich lehnt sich Feledrion noch etwas weiter vor, da hört er auch Vinizarahs Stimme leise singend von schräg links über sich. Zu wenige Bruchstücke kann er wirklich verstehen, um sich eine halbwegs sichere Aussage über den Inhalt zu erlauben. Zumindest glaubt er, es läge daran.
Sein Blick folgt an die Quelle. Dort lehnt sie sich aus dem Fenster über dem Eingang. Still lächelt Feledrion zu ihr empor.

JuR

Nachdem ihr Regenvertreibegesang verklungen ist, zieht Vinizarah ihre Hände zu sich heran. Ein letztes Mal schließt sie die Augen, saugt den jungen Morgen tief in sich hinein, versucht sich jedes Gefühl, jeden Geruch, jedes Geräusch fest einzuprägen. Das Lächeln des Elfen nimmt sie ob der selbsterzeugten Dunkelheit nicht wahr.
Plötzlich hat sie eine Idee. Flink öffnet sie die Augen wieder und schließt die Fensterläden ebenso behende wie behutsam und leise.

OHH

Da sich das Beobachtungsobjekt seinem Gesichtsfeld entzieht, schweift Feledrions Blick wieder herab und über Straße zu den Bäumen und Feldern auf der anderen Seite. Ein Seidenreiher zieht soeben dort vorüber. Ihn zu sehen, bedeutet dem Elfen viel. Schon wieder ergreifen ihn Erinnerungen, doch nun an ihn höchstselbst. Viel zu lange ist er nicht mehr geflogen!
Einstweilen begnügt er sich damit, die Bahn des Reihers zu beobachten.
Kurz darauf hört Feledrion die Köchin hinter sich jemandem einen Guten Morgen wünschen.

JuR

"Guten Morgen", erwidert der morgendliche Gast den Gruß fröhlich und das Lächeln wird noch eine Winzigkeit breiter, als sie Elf und essbare Tischdekoration entdeckt. In ihren Schritten wird nun Heimlichkeit gegen Schwung ausgetauscht. Möglicherweise von der guten Laune vorangetrieben. Möglicherweise aber auch von dem Versuch, nicht auf vierpfotiges Tapsen zu lauschen.

OHH

Nach dem ersten lässt der zweite Morgengruß Feledrion den Kopf wieder in den Schankraum zurückziehen und diesen umdrehen, um in jenen hineinzusehen. Dort findet er auch die Trägerin der altvertrauten Stimme vor: Vinizarah. Gleichsam dem beobachteten Fluge des Vogels ist sie herabgekommen und erweist dadurch ganz nebenbei, wie relativ Zeit empfunden werden kann.
Schnelle Blicke huschen über den Boden. Sie ist allein, sollte sich Challa nicht bereits irgendwo gekonnt verstecken. So lässt es sich die linke Braue nicht nehmen, zumindest ein klein wenig emporzukriechen, während der gesamte Rest von Feledrions Antlitz der Freundin entspannt entgegenlächelt.

JuR

Unschuldig liegt das essbare Bouquet auf dem Tisch. Völlig ahnungslos ob der Grausamkeiten, die seiner harren, erfreut es sich seiner Dekorativität, als es plötzlich von vorwitzigen Händen ergriffen und zerpflückt wird. Während der Käsereigen auch hinterher noch unberührt ist, weist das Wurstbild deutliche Lücken auf.
"Ich nehme mir ein wenig davon, ja?" verkündet die reulose Schänderin treuherzig in Richtung der Köchin.

OHH

"Natürlich", entgegnet die Köchin mit einem freundlichen Nicken. "Ein kleines Frühstück ist bei uns für zahlende Übernachtungsgäste inbegriffen." Nicht ganz unwillkürlich geht ein Seitenblick auch auf den Elfen im Hintergrunde, den dies ja möglicherweise in der gegengesetzten Hinsicht betrifft.

JuR

Die Worte der Köchin verheißen nichts Gutes für die Zukunft der Kunstwerke in Gelb und Rot. Die Banausin freut's. "Vielen Dank, das ist sehr freundlich von Euch."
Sie wendet sich dem unzahlenden Gast zu: "Greif ruhig zu, wenn du magst. Ich lade dich ein. Bis später dann." Damit hebt der frühe Vogel mit seiner Beute ab und fliegt flinken Fußes wieder die Treppen hinauf.

OHH

Fast scheint die linke Braue der Emporeilenden nachzufolgen. Anscheinend wurde Vinizarah lediglich von einem großen, jedoch leicht bezähmbaren Hunger herabgetrieben - und nun kehrt sie zurück zu den unaufschiebbaren Menschenangelegenheiten, welche man als Elf besser nicht zu lange zu durchschauen versucht, will man nicht sein eigenes Wesen aufgeben.
Es verwundert niemanden, dass Feledrions Nicken nicht mehr gesehen wird - auch ihn selbst nicht. Über die Einladung wird nicht weiter nachgedacht; die Rechte holt bereits ein Messer hervor, mit welchem dem Brot auf dem Türtische gedroht wird.
Da ein schnarchender Zwerg wenig Unterhaltung bietet und auch als Betrachtungsobjekt philosophischer Überlegungen wenig hergibt, kehrt Feledrion mit einer dicken Scheibe Brotes in der einen und einem größeren Stück Käse in der anderen Hand zu dem offenstehenden Fenster zurück. Regentropfen fallen nämlich niemals ganz genau wie der vorige, so dass man bei ihrer Beobachtung stundenlang verharren kann.

AS

Auf der untersten Stufe bleibt sie kurz stehen und blickt sich um. "Guten Morgen", wünscht sie wohlerzogen halblaut. Keine nennenswerte Reaktion erwartend, geht sie die paar Schritte weiter zur Theke, den Blick dabei eine halbe Weile bei den Gästen belassend.
Vorn an der Theke bleibt sie stehen, späht nach Personal.

OHH

Schnelle, leichte Schritte die Treppe herab lassen Feledrion aufmerksam den Blick in diese Richtung wenden. Es handelt sich nicht um Vinizarah, die hier schon wieder herunterkommt, sondern um die junge Frau, welche gestern Abend teils allein am großen Tisch weilte.
Ihr freundlicher Gruß wird mit ebensolchem Lächeln und einem Nicken beantwortet, dann schaut der Elf wieder, was sich draußen tut.
Hellere Flächen zeigen sich am Himmel. Zweifellos wird es ein unbeständiger Tag, doch dadurch gewiss trockener als der vorige. Die Strukturen sind noch zu vage, um Bilder darin erkennen zu wollen, dennoch beobachtet Feledrion das Schauspiel voller Faszination, als sei es das erste Mal.
Die Zeit verrinnt, ohne dass man große Regungen an dem Elfen feststellen könnte. Lediglich leichte Bewegungen des Kopfes oder seiner Eizelteile zeugen von der Anteilnahme Feledrions an der Welt. So verrät ein winziges Zucken der Ohren ein fernes Geräusch, dass sich einem Menschen erst einige Augenblicke später erschließen würde: Hufgetrappel auf der Straße. Der Reiter muss es sehr eilig haben.
Ein wenig wendet Feledrion das Haupt gen Osten.
Der Gewandung nach gehört der Heranstürmende wohl zu irgendeiner der sich in diesem Lande gegenseitig schlagenden Truppen. Vermutlich ein Bote, wie er so ohne jeden halt am Wirtshaus vorübersaust.
Dem Undestümen folgend wendet Feledrion das Haupt geradeaus und dann nach links gen Westen.
Alsbald verschwindet der Reiter in der Ferne.
Menschen. Man möchte meinen, manche von ihnen rennten am Leben vorüber, ohne es zu erkennen. Doch mag sies ein allzu elfischer Blickwinkel sein. Immerhin sind sie von anderer, fremder Art und brauchen es vielleicht so; nie Zeit zu haben, nie viel nachzdenken, rastlos. Einem Rotpüschel würde man auch nicht die Gangart des Bibers nahelegen wollen.
Und doch gibt es Ausnahmen, die Feledrion immer wieder in diesem Punkte verunsichern. Die Menschen sind auch sehr vielfältig. Es gilt also, jene zu erkennen, mit denen es sich zu befassen für beide Seiten lohnt.
Kein neuer Schluss, nur ein wiedererweckter. So soll es auch sein, denn kein Wissen ist endgültig, keines in jeder Situation gültig. Bedingungen ändern sich. Man muss sie und sich selbst also stets aufs Neue hinterfragen.
Befriedigt wendet sich Feledrion vom Fenster ab, lässt in einer dies fortsetzenden Bewegung den Blick durch den Raum schweifen und wendet sich dann dem Tisch von gestern Abend zu, sich dort auf dem alten Platze niederzulassen.

RB

Brogdan kommt die Treppe herab und steuert direkt auf die Tür zu, dem Elfen dabei zunickend. 'Sitzt der immer noch da oder schon wieder?'

OHH

Der Gruß des Thorwalers wird gleichermaßen erwidert, wobei der Elf deutlich keine auf ratlose Verwunderung schließende Mimik hervorbringt, sondern ein höchst freundliches Lächeln, welches langsam in ein Schmunzeln übergeht.

LR

Zunehmend eiliger werdend, folgt das Zwergenkind dem Hünen und hat dabei wenig Blick für alles weitere um sie her. Den Elfen immerhin kann man selbst in großer persönlicher Eile nicht GANZ unbeachtet lassen. Zu groß sind die seltsamen Augen, zu ähnlich wunderbaren Edelsteinen...

RB

Da die trippelnden Schritte dicht hinter ihm sind, verliert der Thorwaler keine Zeit, sondern wendet sich sofort der Tür zu. Schnell ist der Riegel gehoben und die Tür geöffnet. Dann wendet Brogdan sich um und erklärt: "Wir werden wohl durch den Nieselregen gehen müssen." Dann verlässt er die trockene Stube. Gleich dreht er sich wieder um und deutet nach rechts. "Dort geht es lang." Dann wartet er, bis das Kind an ihm vorbei gegangen ist, um anschließend die Tür wieder zu schließen.

LR

Das Geräusch der sich öffnenden Tür reißt Gereschas Blick vom Elfen weg - ein etwas angestrengtes Lächeln wird ihm noch geschenkt, dann drängt es das Mädchen weiter.

OHH

Immer belustigter wird das Schmunzeln, zumal es einen zweiten Urheber bekommt. Doch rasch nähert es sich einem Lächeln, wie es einem Kinde grundsätzlich gebürt. Freundlich und mit einem sanften Augenaufschlag nickt Feledrion dem kleinen Zwergenmädchen zu, dann ist es auch schon mit seinem Begleiter hinausverschwunden.
Das Lächeln gleitet langsam wieder zum Schmunzeln zurück, diesmal allerdings eher einem versonnenen.
Am noch offenstehenden Fenster kann Feledrion kurz die beiden vorbeigehen sehen. Das Ziel ist wohl eindeutig und bedarf keiner weiteren Erörterung.
Dennoch begleitet sie der Elf noch etwas mit seinem Ohrenmerk. Es ist einfach ein allzu bezauberndes Bild, welches der große Kerl mit dem kleinen Fräulein auch klanglich bietet. Doch da sich seine Stimme und die Schritte entfernen, folgt ihnen auch das Gehör und verliert sich recht bald in den Geräuschen des Wetters, insbesondere dem Rauschen des Windes.

OB

Zwei Stufen stapft Timshal mit finsterer Miene die Treppe hinunter, bevor er innehält. Nach einem tiefen Durchatmen setzt er ein freundlicheres Gesicht auf (was bei seinen harmlosen Zügen ohnehin die näherliegendere Variante ist), ermuntert sich selbst mit einem halblaut gemurmelten "Lächeln!" zu ebendiesem und setzt anschließend seinen Weg nach unten fort. Selbst seine Schritte auf den weiteren Stufen sind leichtfüßiger, mit der Hand klopft er einen komplizierten Rhythmus auf das Geländer.

OHH

Ein dumpfer Laut von oben lenkt Feledrions Blick der Treppe zu. Auch die Brauen heben sich. Dort kommt der junge Mann vom Nachbartische gestern herab, anscheinend guter Laune. Ob dieser Eindruck täuscht, spielt momentan keine Rolle. Freundlich wird ihm zugenickt.

OB

Offenbar wohlgemut schickt Timshal noch von der Treppe aus ein vernehmliches "Guten Morgen!" in den Schankraum. Irgendwelche Götternamen anzufügen, verkneift er sich, als er bemerkt, dass augenscheinlich der Elf der einzige Adressat seiner Begrüßung ist. Auf dem Boden - nicht nur der Tatsachen, sondern auch des Erdgeschosses - angelangt, fügt er halblaut hinzu: "Wo stecken die denn alle?"
Die naheliegende Antwort muss nicht ausgesprochen werden, nur die etwas ferner liegende Schlussfolgerung: "Na, das wird da aber ein ziemlicher Andrang sein gerade. Höm."

OHH

'In den Federn' könnte die Antwort sein, für welche sich Feledrion wohl entscheiden würde, wäre er denn zu einer gezwungen. So sicher ist der Sachverhalt ja nicht, dass er sich gern dazu äußern möchte. Da der Herabkömmling jedoch offenkundig schon eine eigene Idee hierzu hat, kann sich der Elf jenem widmen, was er üblicherweise zu tun pflegt: Zu schweigen, hinzukommend zu schmunzeln und als Reaktion auf die erst noch zu deutende Vermutung des anderen die linke Braue emporzuheben.
Dann deutet sich ein Nicken an. "Möglich." Allzu viele können es nicht sein, aber der Drang mag dafür um so größer sein.

OHH

'Achtung da unten'!? Dem Ruf von draußen folgend, blickt der Elf von seinem Platz aus Richtung des offenen Fensters. Vinizarahs Stimme. Etwas schlägt hart und geräuschvoll vor dem Hause auf, dass Feledrion unwillkürlich ein wenig zusammenzuckt. Es kam schätzungsweise direkt von vor der Türe. Vinizarahs Fenster.
Des Elfen Hände legen sich an die Tischkante. Ist Handlung gefragt? Dem Klang nach muss es ihr Instrument gewesen sein, was dort stürzte. Geworfen oder versehentlich fallengelassen? Seltsame, bedenkliche Dinge gehen im Hause vor. Mit erntser Mine erhebt er sich und schreitet ohne Hast zum Fenster zurück.

OB

Timshal hat ein paar Schritte in den Schankraum hinein gemacht, offenbar auf dem Weg zum Tisch des Elfen - es wäre schließlich unhöflich, sich an einen anderen Tisch zu setzen, wenn nur ein einziger anderer Gast schon beim Frühstück weilt. Er hat allerdings erst die halbe Strecke zurückgelegt, als durchs Fenster der Ruf einer wohlbekannten Frauenstimme hineindringt, gefolgt von einem lauten Krachen. Der Schreiber zuckt zusammen, als habe ihn jemand geschlagen.
Dann scheint ihm aufzugehen, was dort draußen wohl soeben passiert ist. Er stößt ein "Hhhrrrggggoblinmist!" hervor, wendet sich abrupt nach links und schreitet rasch Richtung Ebertür. Dabei streckt er schon im Gehen die Hand nach vorne, um die Tür so schnell wie möglich öffnen zu können.
Erst rennen, dann denken. Timshal wirkt, als sei sein Körper schon einmal losgestürmt, während sein Hirn noch am alten Platz verblieb. Glücklicherweise holt es ihn rechtzeitig wieder ein, bevor er gedankenlos die Tür aufreißt. Statt dessen berührt er den Türknauf so vorsichtig, als sei dieser ein rohes Ei oder eine gläserne Phiole, öffnet die Tür gaaanz behutsam und lugt vorsichtig hinaus.

OHH

Nicht ganz so vorsichtig, doch auch nicht viel schneller streckt Feledrion sein Haupt wieder zum Fenster hinaus. Falls Vinizarah oder sonstwer noch mehr herauszuwerfen beabsichtigen sollte, ist er hier wesentlich sicherer als an der Türe.
Obgleich sich ein sehr erwartetes Bild zeigt, hebt sich doch die linke Braue - vielleicht aus Gewohnheit, vielleicht um die Erwartung unsichtbarer Beobachter zu erfüllen.
Dort liegt das arg in Mitleidenschaft geratene Instrument menschlicher Musikform; groß und schwer, auch im Klang, doch dadurch beileibe nicht uninteressant. Leider wird es wohl in seiner neuen Gestalt schwerlich noch Wohlklänge von sich geben. Eine traurige Entwicklung.
Neben dem Mitgefühl mit einem Gegenstand, der gewiss Besseres verdient hätte, wächst die Sorge um die einstige Weggefährtin. Alles spricht dafür, dass seine ersten Wahrnehmungen und Befürchtungen noch viel zu niedrig angesetzt waren. Dunkles geht vor.
Selbst sinnlose Taten haben ein Motiv. Ob sie ihm wohl die Frage danach beantworten würde?
Unter dem grün angelaufenen Kupferschweinsumriss schiebt sich der Kopf des anderen Gastes hervor. Aufmerksam und mit wiederum erhobener Braue wird er nun zum Beobachtungsobjekt genommen.

OB

Ohne die Tür weiter als unbedingt nötig zu öffnen, schlüpft Timshal hindurch und schließt sie sogleich wieder hinter sich. Ein wenig hebt er den Kopf, um zu dem Fenster zu lugen, aus dem das Cello offenbar abgestürzt ist - da er zugleich aber das zertrümmerte Instrument im Blick zu behalten versucht, ergibt sich ein kompliziertes Verdrehen der Augen. Für den Elfen, der ihn beobachtet, hat er dabei keine Aufmerksamkeit mehr.
Oben am Fenster tut sich offenbar nichts weiter. Nichts und niemand scheint ein Hinterherfliegen in Erwägung zu ziehen. Also kann sich der Schreiber wieder ganz dem Cello widmen. Ganz leicht geht er in die Hocke, so dass er seine Hände auf den Knien aufstützen kann, und mustert das zerstörte Instrument mit einer Intensität, als versuche er die Tuchballen am anderen Ende des Kontors aus der Ferne zu zählen.

OHH

Faszinierend. Mit etwa dem Verwandtschaftsgefühl, mit welchem ein Tierkundler einen Braunbären oder Fischotter bei der Prüfung irgendeines Gegenstandes beobachten würde, schaut Feledrion nun diesem Menschen beim Totes-Cello-in-den-Boden-starren zu. Das Kinn wird dabei auf die Hände, die Ellenbogen auf das Fensterbrett gestützt.
"Gib Bescheid, wenn du Hilfe brauchst..." Es ist eine eher beiläufige, fast nur gemurmelte Bemerkung, und dennoch muss der Elf den Kopf gedanklich über sich selbst schütteln. Der Älteste würde ihn einmal mehr mahnen, nicht so übereiltes Handeln an den Tag zu legen, indem er sich schon wieder ungefragt einmischt, ohne eine hinreichende Ahnung vom Gesamtbild zu haben. So viel wissen sie immerhin längst beide: Die Probleme der Menschen sind und bleiben fremd wie ihre Gedanken. Nie wird man sie ganz durchschauen können, mag man sich ihnen auch bisweilen gefahrlos nähern können. Ein Auerhuhn ist berechenbarer.

OB

Auch wenn Timshals Augen gerade anderweitig beschäftigt sind, sein Gehör ist es nicht, und so vernimmt er die leisen Worte des Elfen. Ohne den Blick von dem Instrument zu wenden, richtet er sich langsam wieder auf und antwortet: "Ich schätze, es wird schon gehen."
Zunächst geht aber der Schreiber selber, nämlich noch näher zu dem Instrument. Auf den Trümmern ist noch immer eingetrocknete Tinte zu erkennen. Timshal atmet auf. Erst jetzt wagt er einen Blick in Richtung des Fensterelfen.
"Wir haben wohl gestern abend alles hinausgetrieben, was da nicht reingehört. Höm. Aber ich würde die Reste schon noch gerne beseitigen. Am besten, ohne sie anzufassen."

RB

Als der Thorwaler um die Hausecke biegt, sieht er zunächst Timshal, der gerade mit jemandem redet, der innen am Fenster steht, dann bemerkt er einen Haufen seltsam geformten Holzes und einige andere undefinierbare Teile, die, offenbar kaputt, vor dem Haus auf dem Boden liegen. Rätselnd fragt der Thorwaler erst einmal in die Runde: "Was ist das denn?" während er seinen Weg fortsetzt.

OHH

Demnach war also etwas in dem bemitleidenswerten Cello enthalten. Anhand der wenngleich spärlichen Informationsbröckchen des Vorabends kann Feledrion sich eine ungefähre Vorstellung machen, was. Aber wenn es gestern bereits vertrieben wurde, warum muss man sich seiner dann nun noch auf so überaus menschliche Weise entledigen? Diese Frage mag bereits den Keim der Antwort in sich bergen.
Ist es vorstellbar, dass Vinizarah selbst und aus eigenem Antrieb zu dieser rauhen Tat fähig war? Es würde des Elfen schlimmste Befürchtungen bekräftigen. Freilich bleibt noch allzu vieles offen.
Der Schreiber scheint eine Suche um Rat angedeutet zu haben. Möglicherweise spricht die Furcht vor Splittern aus ihm, vielleicht auch eine eher menschliche, welche die eigenen Worte unbewusst in Zweifel zieht. "Nun... Da das zerstörte Werk einstigen Wohlklanges wohl nicht mehr zu retten ist, könnte man einen Besen verwenden." Damit mag auch dem Thorwaler erste Auskunft gegeben sein.

OB

"Das Cello der Heilerin", antwortet Timshal auf Brogdans Frage. Dann scheint ihm aufzufallen, dass diese Antwort vielleicht ein wenig zu simpel und naheliegend sein könnte. Deshalb ergänzt er: "Der Grund, warum einige von uns gestern in so hektische Betriebsamkeit verfallen sind. Höm. Es steckte mehr als nur... Wohlklang darin." Der Schreiber wirft dem Thorwaler einen Blick zu, der - von Garether zu Gareth-Veteran - wohl alles nötige ausdrücken dürfte.

RB

Der Thorwaler, der schon im Umrunden des Schrotthaufens begriffen war, bleibt abrupt stehen, als er Timshals Blick versteht. Misstrauisch bleibt sein Blick auf dem Holz haften, während die Hand reflexhaft zur Schulter, Richtung Axt geht. Dann versteht er die vorherigen Worte des Schreibers und auch des Elfen.
"Es ist also alles ausgetrieben?" vergewissert sich Brogdan mit einem Seitenblick bei Timshal. Kurz dreht er den Kopf weiter bis zum Elfen, dann aber wandern die Augen zurück und mustern das Holz. "Wenn es sowieso kaputt ist, könnte man es verbrennen", schlägt er vor. Das trockene Holz sollte trotz des Nieselregens gut brennen und letzterer wird wiederum ein Ausbreiten des Feuers verhindern.

OHH

Da hört jemand zu und denkt mit. Ein breites, entspanntes Schmunzeln legt sich um Feledrions Lippen, wird dann aber sogleich etwas verunsichert. So dicht vor der Türe ein Lagerfeuer? Wäre das Holz nach ihrer Lebensweise nicht besser im Kamin aufgehoben? Menschen sind rätselhaft.
Seine Ohren zucken leicht, bei alledem ferne Geräusche wahrzunehmen. Irgend etwas mutet dem Elfen seltsam an, unwillkommen. Kommt es von oben? Hat es mehrere Quellen? Alle Sinneseindrücke scheinen unter dem Nieseln und Windesrauschen sowie dem Qualm des Kaminfeuers begraben zu werden.
Wie aus Nebeln erscheint das Geweih des Älteren vor Feledrions Augen, als böte es sich als Anker zum Festhalten an.

OB

Dass Timshal gerade eine Idee gekommen ist, kann man ihm ansehen. Er richtet sich auf, formt die Hände zu einem Schalltrichter am Mund und ruft in Richtung des Fensters oben: "Ist die Hülle von diesem verda... vermurksten Cello auch noch da?"
Leiser und an Brogdan gerichtet fährt er fort: "Die könnten wir gleich mit..." Den Satz vervollständigt er durch eine wegwerfende Geste über die rechte Schulter.

JuR

"Wofür?" kommt es vom Fenster über der Tür her zurück.

OHH

Des Elfen Blick folgt dem Schreiber nur hinauf, nicht jedoch gleich wieder hinab. Eine bereichtigte Frage, wenngleich er selbst die Antwort weiß. Jeder mag in anderen Dingen gründlich sein, jeder in anderen vorsichtig.
Irgendein Luftzug trägt wieder den Duft von Wurst und Käse heraus, aber einen Moment lang möchte Feledrion den Menschen noch bei ihrem Ritus zusehen.

OB

Erleichtert nimmt Timshal zur Kenntnis, dass sein Ruf erhört wurde und er die weitere Konversation in normaler Lautstärke führen kann. "Dann können wir die Trümmer hineinpacken und gleich alles auf einmal verbrennen. Höm. Oder habt Ihr mit der Hülle noch etwas vor?" setzt er in erkennbar rhetorisch gestellter Frage hinzu.

RB

Brogdan blickt hoch zum Fenster, als von dort eine Antwort kommt. In Erwartung der gleich fliegenden Hülle tritt er dann einen Schritt zur Seite um selbige nicht auf den Kopf zu kriegen, während er seinen Rucksack absetzt und daraus eine Fackel und seine Zunderbüchse mit Feuerstein und Stahl hervorkramt.

JuR

"Verbrennen?" wiederholt Vinizarah tonlos und zieht sich am Fensterrahmen hoch, um einen besseren Blick zu haben. Als sie sieht, wie der Held, dem sie nach den Worten der Magier antrugen, Gareth zu regieren, gerade Fackel und Zunderbüchse hervorholt, wird ihr schlecht. Sie möchte sich angewidert abwenden und starrt doch bebend hin.
"Timshal", bringt sie schließlich diesen anblickend mit erzwungener Ruhe hervor, während sie die Hitze des Zorns in sich aufsteigen fühlt, "Da ist ein Mann. Ein guter Mann, der stets treu zu Diensten gewesen ist. Dieser Mann wird Opfer eines Ungeschaffenen, der seinen Leib in Besitz nimmt und ihn so zu einer Gefahr für andere werden lässt. Doch es kommen Götterdiener, die die Gefahr erkennen. Sie rufen die Götter, auf dass sie den Mann vom Bösen reinigen mögen. Und die Götter erhören sie, jeder spürt ihre Präsenz, einer von ihnen hinterlässt sogar ein Zeichen. Schließlich bestätigt eine Magierin auf Anfrage eines Praios-Geweihten hin die Abwesenheit der Finsternis."
Ihr rotes Haar bewegt sich im Wind wie züngelnde Flammen, die Funken ihres Blicks vermischen sich mit dem Nieselregen, der auf die Männer niedergeht. "Was soll nun mit diesem Mann geschehen, Timshal? Was hat er verdient?" Immer gieriger saugt sie die Luft in sich auf, doch kann sie nicht sagen, ob diese ihre Wut kühlt oder nur noch weiter anfacht.
"Das ist also die Gemeinschaft der Zwölfgöttergläubigen", murmelt sie leise, den Geschmack von Galle im Mund, "Drohen statt fragen. Verbrennen statt vertrauen und verstehen."

OB

Mit wachsender Ungeduld lauscht Timshal dem Sermon aus dem Fenster. Es fehlt nicht viel, und er würde Vinizarahs Worte mit einer Plappergeste untermalen. Allerdings hält er sich solange zurück, bis sie ausgeredet hat.
"Man wirft ihn aus dem Fenster und lässt seine Knochen vor aller Augen verrotten?" gibt er in giftigem Tonfall zurück. "Von mir aus. Macht doch, was Ihr wollt."
Leiser, so dass es im Obergeschoss kaum vernehmbar sein dürfte, aber immer noch mit Bitterkeit in der Stimme setzt er hinzu: "Das kommt also dabei heraus, wenn man jemandem einen Gefallen tun will".

JuR

"Was du gesehen hast", gibt Vinizarah keinesfalls unbeeindruckt von dem Gift in Timshals Stimme zitternd zurück, "ist der Abschied einer Frau von dem letzten wahren Freund, den sie noch auf Dere hatte, und den sie der Erdmutter zurückgeben muss, weil sie sich das Glück seiner Gegenwart verwirkt hat. Und ich wäre bereits bei ihm, wäre ich nicht unter vorgehaltener Waffe aufgefordert worden, Götternamen zu nennen."
Noch einmal hebt sie den Blick zum Himmel, streckt die Hand aus. Kleine Tropfen wie feine Tränen. Sie selbst weint auch, aber das ist egal.
Ohne auf die Worte Majaras zu reagieren, steigt sie vorsichtig und ohne Vertrauen in ihre eigenen Gliedmaßen von der Truhe.

OHH

Zunächst kommt es Feledrion so vor, als zitiere Vinizarah aus irgendeiner alten Prophezeiung. Nur langsam begreift er, dass sie wohl von dem Instrument sprechen mag. Doch bei allen beunruhigend verwirrenden Inhalten des Gespräches gibt es doch bei ihr wie dem besonders jungen Menschen Andeutungen der Erkenntnis.
Dem Elfen wird davon leider ebenfalls wenig zuteil, außer dass sich da eine Gesellschaft zusammengefunden hat, welche wohl schlecht zusammenpasst. Immerhin merkt man dies bereits selbst, wie es scheint.
Wie auch immer, vor Erscheinen der kleinen Zauberin wird hier draußen wohl nicht mehr viel Bemerkenswertes geschehen. So zieht Feledrion den Kopf wiederum in den Schankraum zurück. Die weiße Magierin ist zum Tresen zurückgekehrt, von der Treppe kommen Schritte herab. Vielleicht noch etwas Wurst und Brot...?
Tatsächlich ist es gerade eine besonders günstige Gelegenheit, sich weiter beim Frühstück zu bedienen. Kaum mehr als ein langer Schritt bringt den Elfen an den Türtisch, da jener gerade in seiner Blickrichtung steht. Alles wird kurz angehoben und an die Nase gehalten. Die weiß gewöhnlich am besten, was der Körper soeben wünscht. Dann schneidet Feledrion mit seinem Messer von Brot und Wurst zurecht, was das Riechorgan empfohlen hat.

RB

Brogdan öffnet die Tür und betritt den Schankraum nach gelungener Umrundung des Hauses erneut. Da das Frühstück bereit steht, zögert er nicht lange, sondern schließt die Tür wieder und geht am Elfen vorbei zu dem Platz, auf dem er gestern gesessen hat. Den Rucksack hatte er draußen gar nicht erst wieder aufgesetzt, sondern in der Hand behalten und lässt ihn jetzt neben den Sitz plumpsen. "Darf ich?" fragt er der Höflichkeit halber den Elfen, während er schon den Stuhl zurückzieht, um sich hinzusetzen.

OHH

Während die Soldatin gleich zum Tresen strebt, tritt Feledrion für den Thorwaler ein wenig beiseite. Möglicherweise hat er unwissend bei dessen Stammplatz gestanden.
"Natürlich", ist die gewiss treffendste Antwort. Ein Nicken zur Bestätigung wie zum Morgengruß begleitet dies. Damit der Mensch nicht zu ihm aufblicken muss, lässt er sich auf dem Nachbarstuhl nieder, nebenbei vom Brote abbeißend.

RB

Während der Elf zustimmt, setzt sich der Thorwaler. Schließlich hatte er nichts anderes erwartet. Und so macht er sich auch sofort daran, sich mit Frühstück zu versorgen und es umgehend zu vertilgen. Schließlich hat er seit dem vorigen Abend nichts mehr gegessen. Den Rest des Schankraums nimmt Brogdan solange nur peripher wahr.

OHH

Derweil ein weiterer Gast herabkommt, aber wohl ebenfalls nicht im Schankraum zu bleiben beabsichtigt, beißt Feledrion auch von seinem Wurststück ab. Von all dieser Rastlosigkeit wird er sich nicht mehr ungefragt anstecken lassen. Wieviel angenehmer ist da doch die gewiss ungewohnte und vielleicht ein wenig ungewöhnliche Gesellschaft des Seefahrers aus dem Norden. Immerhin jemand, der sich - zumindest momentan - die Probleme nicht selbst schafft.
Entspannt lächelnd schaut der Elf dem Menschen beim Essen zu, während er selbst selbiges fortsetzt, wenn auch deutlich langsamer.
Das Gespräch am Tresen wirft mehr Fragen auf als es beantwortet. Nicht zuletzt deswegen passt es gut ins Bild des Elfen von der Situation und insbesondere der Soldatin.
Ein Biss links ins Brot, einer rechts in die Wurst. Der Blick bleibt unverändert beim Tischgefährten.

JuR

Vinizarah kommt herab. Am Fuße der Treppe schickt sie ein "Guten Morgen... ähm... nochmal" voraus in den Schankraum.

OHH

Dass er allein mit dem Zusatz 'nochmal' angesprochen ist, bezweifelt Feledrion. Dennoch geht seine linke Braue empor und sein Blick zur Treppe hin. Den malmenden Unterkiefer scheint dies nicht zu beeinträchtigen, allenfalls geringfügig das angedeutete bedächtige Nicken, welches zu den Stufen gesandt wird.

JuR

Die Rothaarige erwidert Feledrions Nicken, während sie in den Schankraum tritt. Sie widersteht der Versuchung, seiner Miene einen Kommentar über das Geschehene entnehmen zu wollen, und blickt sich stattdessen im Schankraum um. Die Magerin kümmert sich um Majara, und Vinizarah lächelt ihr dankbar und erleichtert zu.
Ihren Arm um die Lederhülle wie um eine Puppe geschlungen lenkt die junge Frau ihre Schritte in Richtung Tür.

OHH

Kauend und mit einem zunehmenden Schmunzeln verfolgt der Elf Vinizarahs Gesten und ihre Annäherung an die Türe. Mag er auch neugierig sein, was sie denn nun mit den Trümmern anstellt, gibt es doch keinen Grund zur Eile. Sie wird ein Weilchen benötigen, alles einzusammeln. Hilfe hingegen scheint nicht erbeten.

RB

Der erste Hunger ist gestillt und so geht Brogdan vom angestrengten Mampfen zum gemütlichen Knabbern über. Etwas zu trinken wäre auch nicht schlecht, aber die Bedienung ist wohl noch in der Küche beschäftigt. Auf der Suche nach der Quelle lässt der Thorwaler seinen Blick durch die Schankstube schweifen und wird der Gäste gewahr, die während des Essens dazugekommen sind. Unter anderem seine potentiellen Reisegefährten Majara, die gerade an der Theke mit der Magierin beschäftigt scheint und Vinizarah, die etwas schleppt, was Brogdan nach einigem Überlegen als Cellohülle einschätzt. So folgt auch sein Blick ihr, ebenso wie der seines Nebenmannes, zur Tür.

JuR

Ihr Mantel hängt noch dort, wo sie ihn gestern zurückgelassen hat. Nur wenig geschickt zieht Vinizarah ihn von der Stuhllehne und hängt ihn sich über die Schultern. Dann geht sie hinaus.

JaR

Der Geweihte geht mit raschen Schritten die Treppe zur Hälfte hinunter. Dort bleibt er stehen und lässt seine Blicke durch den Raum schweifen, wobei er nach einer bestimmten Person sucht, die er jedoch nicht finden kann. Sein Blick sucht weiter, bis er schließlich einige mehr oder weniger vertraute Gesichter erblickt.

OHH

Mit leicht emporgehaltener linker Braue - und unvermindert kauend - wird Vinizaras Abgang ebenso registriert wie das recht direkt anschließende Herabkommen Brinulfs. Ihm nickt Feledrion ebenfalls bedächtig zu, als jener herüberschaut.
Ein Tag des Suchens, wie es scheint. Personen, Dinge... Wege.

JaR

Als Brinulf das Nicken des Elfen bemerkt, zögert er nicht länger, sondern läuft die Treppe rasch ganz hinunter und steuert quer durch den Schankraum den Tisch des Elfen an.

OHH

Da sich nun ein Gespräch anzubahnen scheint, verzichtet Feledrion auf weiteres Abbeißen von irgend etwas und kaut sich erst einmal den Mundraum frei. Sein Blick bleibt dem Nahenden entgegengerichtet, während er dem von draußen durchs Fenster hereindringenden Gesang lauscht. Verworren, aber vielleicht dennoch ein wenig zu diesem Rätselspiel beitragend.

JaR

Da der Elf sich ihm zuwendet, zögert der Hesindegeweihte nicht, direkt an den Tisch zu treten. "Hesinde zum Gruße", spricht er ihn an, ohne Anzeichen zu machen, seinerseite Platz zu nehmen, "darf ich Euch kurz beim Essen stören?"

OHH

Fraglos könnte man nun ausschweifend einwenden, dass dies keine Störung ist und warum sie das nicht ist. Statt dessen findet Feledrion wieder zu seiner Lieblingsvokabel zurück: "Gewiss." Ein ruhiges Nicken begleitet die Äußerung, dann wird der noch verbliebene kleine Rest weitergekaut. Der Blick allerdings bleibt aufmerksam an Brinulf haften.

RB

"Hesinde zum Gruße", echot der Thorwaler die Begrüßung des Hesindegeweihten. Doch der scheint weniger an ihm als vielmehr an seinem Nachbarn interessiert zu sein. Außerdem taucht jetzt noch jemand auf, an dem Brogdan seinerseits mehr Interesse hat. So versucht er mit einer Handbewegung die suchende Köchin darauf aufmerksam zu machen, dass er einen Wunsch hat.

JaR

"Seid auch Ihr gegrüßt", entgegnet der Geweihte dem Thorwaler, ehe er sich dann wieder dem Elfen zuwendet. "Ich möchte Euch eigentlich nur fragen, ob Ihr Vinizarah an diesem Morgen bereits gesehen habt. Ich hatte nämlich gehofft, sie hier in der Gaststube anzutreffen."

OHH

Ob des vielschichtigen Geschehens im Hintergrund zucken Feledrions Blicke kurz durch den Schankraum, doch dann heften sie sich wieder auf Brinulf. Warum stellen so viele Menschen bevorzugt Fragen, die sie sich selbst beantworten könnten? Es mag eine besondere Erkenntnistechnik sein, vielleicht auch nur das Einholnen einer Bestätigung des Unsicheren.
So weist der Elf auf das offene Fenster, durch welches man zwar im Moment wenig mehr als verregnete Landschaft zu erspähen vermag, woher aber die letzten Sangesfetzen zu vernehmen sind. "Sie... räumt soeben draußen auf." Wohl nicht allein die selbstverschuldeten körperlichen Trümmer, wie Feledrion im Geiste ergänzt.

JaR

Tatsächlich gibt es von draußen eine dem Geweihten durchaus bekannte Singstimme zu hören, deren Klang ihn sichtbar erleichtert, denn wer würde singen, wenn es ihm gerade nicht gut ginge?
"Räumt auf?" fragt er verwundert, als ihm klar wird, wie wenig die Worte des Elfen zu dem passen, was es von dort draußen zu hören gibt.

MW

Majara tritt zum Tisch hinzu, wo Feledrion und Brinwulf ins Gespräch vertieft sind. Und wartet. Der Trubel am Eingang entgeht ihr dabei nicht, aber hin und her springen wie ein Reh liegt ihr im Moment nicht und hier ist eine greifbare, lösbare Aufgabe.
"Guten Morgen!"

OHH

Blicke und ein linksseitiges Brauenzucken verweisen deutlich darauf, dass Feledrion die unterschwellige Unruhe im Hintergrunde sehr wohl wahrnimmt. Doch so sehr er in sich hinein und aus sich heraus hört, kann er keinerlei noch so winzige Anzeichen für irgendeine akute Gefahr erkennen - aus dem einfachen Grunde, dass hühnerhafte Aufregung von Menschen ihm schon lange keinen Hinweis mehr auf irgend etwas darstellt. Folglich kann er sich getrost um jene kümmern, die ihn aufsuchen.
Der Soldatin wird zugenickt, dann gilt es, zunächst weiter Rat und Antwort zu erteilen: "Gewiss." Es steht zu vermuten, dass der Mensch mit seiner Frage mehr als eine Bekräftigung zu erfahren suchte, somit setzt der Elf hilfsbereit noch weiteres an: "Trümmer verschiedenster Art."

Ein wenig maskenhafter als üblich ist der Köchin Lächeln, als sie den Türtisch erreicht und dem Thorwaler ihre Aufmerksamkeit schenkt. "Was kann ich für Euch tun?"

RB

Brogdan antwortet zunächst einmal auf die Begrüßung Majaras. Die war vielleicht nicht direkt an ihn gerichtet, und so teilt sich die Antwort auch auf sie und die Köching auf: "Die Zwölfe zum Gruße."
Dann aber wendet er sich ganz Sarina zu und äußert seinen Wunsch: "Einen Tee bitte noch zu diesem guten Frühstück."

JaR

"Hesinde zum Gruße!" erwidert der Geweihte der Soldatin, ehe er sich wieder dem Elfen und dessen nicht wirklich sehr hilfreicher Antwort zuwendet.
"Habt Dank", antwortet er höflich, "ich denke, ich werde hinausgehen und sehen, wie es ihr nach den gestrigen Ereignissen geht." Er wendet sich dabei bereits halb ab, sein Blick verharrt aber noch auf den Anwesenden, um diesen die Möglichkeit einer Erwiderung zu lassen.

MW

"Hesinde und Elve!
Dom Feledrion... Dank nochmal für Eure Hilfe. Wir haben den Kampf überstanden, Dank Euch wenigstens ohne ein weiteres Opfer", stolpert es etwas unbeholfen über ihre Lippen. Sie hätte hier weniger als nichts tun können, drückt zumindest die Miene aus.

OHH

Väterlich oder vielleicht eher Urgroßväterlich nickt Feledrion dem geweihlosen Geweihten zu. Vermutlich weiß jener über die geistigen Trümmer mehr als der Elf. In jedem Falle fühlt er sich wohl erst einmal hinreichend geholfen.
Feledrions Blick geht wieder zu Majara. Seine linke Braue klimmt wieder einmal empor. Ein weiteres Opfer? Wen mag es getroffen haben? "Gern geschehen. Möchtest du mir mehr darüber erzählen?" Die Frage klingt nüchtern und lässt der Befragten wahrhaft freie Wahl.

JaR

Da nichts weiteres vom Elfen kommt, wendet sich der Geweihte nach einem kurzen Zögern tatsächlich ab.

MW

Frostig ist die verwirrte Antwort: "Die Katze, Ihr habt doch auf Challa aufgepasst, an meiner statt. Habt Ihr nicht?"

OHH

Diesmal folgt die rechte Braue der linken ein Stückweit nach. "Gewiss. Glaubst du, ich frage nach Dingen, die ich schon weiß?" Feledrion würde jetzt gerne mit dem Kopf schütteln, doch bei dieser Menschin scheint ihm das besonders wenig ratsam, da sie so gerne alles von der schlechtesten Seite her betrachtet. Dies passt auch dazu, dass sie ihn offenbar für einen Menschen hält.

Mit wenigen Schritten ist Sarina wieder beim Thorwaler und stellt ihm Kanne und Becher hin. "Bitte sehr, guten Appetit!"
Ihr Wunsch geht wohl auch an die beiden anderen am Tische, die sie kurz mustert. Zumindest der Elf will wohl nichts weiter von ihr, da er sie nur kurz mit einem Seitenblicklächeln bedenkt.

RB

"Vergelt's Travia", bedankt sich der Thorwaler. Gleich ergreift er die Kanne und füllt den Becher. Dann lehnt er sich gemütlich in seinem Stuhl zurück, trinkt in kleinen Schlucken und beobachtet das muntere Treiben in der Schankstube und davor.

MW

Majara schaut den Elfen verdattert an. "Na, dann ist ja alles... So konnten alle an der richtigen Stelle sein." Der Versuch, sich zu Feledrion zu setzen, stirbt in einem schmerzerfüllten "Auaa", als sich die Teile der Rippe anders bewegen als ursprünglich biologisch vorgesehen. "Verfluchte..."

OHH

Nach einem Nicken, welches in seiner Unbestimmtheit wohl am ehesten dem Thorwaler gelten mag, entschwindet die Köchin eilends wieder zum Tresen, den Blick auf den Durchgang gerichtet.

Gewiss will die Menschin mehr darüber verlauten lassen; es kann nicht anders sein, da sie sich setzt und ja noch nicht wirklich etwas dazu gesagt hat. Ihre Schmerzbekundung und der abgebrochene Fluch lassen Feledrions linke Braue um ein weiteres Mal emporsteigen.

MW

"Die letzte Nacht hat auch eine Rippe gekostet. Woran habt Ihr gemerkt, dass wir Hilfe brauchten, Herr Elf?" Unverholen neugierig schaut Majara Feledrion an, flach atmend, um den Schmerz nicht zu verstärken und dabei stehen bleibend.

OHH

Im Blickwinkel kann Feledrion Challa mit einem der Zwergenkinder hereinkommen sehen. Alles in bester Ordnung, wie es aussieht.
So fixieren seine Augen wieder Majara. Bei ihrer Frage fällt es ihm sichtlich schwer, sich ein Schmunzeln zu verkneifen. Dennoch erscheint es ihm freundlicher, dieses wirklich einmal gar nicht elfenhaft feinsinnige Schmunzeln niederzuringen. Denn: Bräuchten die Menschen nicht immer Hilfe? Gerade diese?
Lange und gut genug kennt Feledrion die Menschen, dass er weiß, wie ungünstig sie bisweilen auf die Wahrheit reagieren. Majara mag hier noch besonders hervorstechen. "Man musste nur die Augen öffnen. Bemerkenswerter kommt mir vor, dass du mein Bemerken bemerkt hast."
Nun kann er wieder entspannter schmunzeln und kurz das andere Thema einschieben, indem er mit einer synchronen Bewegung beider Hände auf die beiden freien Stühle verweist. "Im Sitzen mag es leichter sein, sich wenig zu bewegen."

MW

"Aber zum Sitzen gehört vorher das Beugen... besser nicht", verzieht Majara das Gesicht. "Was das Bemerken angeht: Keine tote Katze und keine Bemerkung dazu von Euch, das sollte als Hinweis genügen, hm? Nur weiß ich nicht, was das mit Vinizarah gemacht hat. Ihr... kennt sie länger als ich."

OHH

Sie wird es selbst am besten wissen. Ihre Worte über tote Katzen wecken in ihm den Eindruck, dass sie gerade aneinander vorbeireden oder sich missverstehen.
Aber auch dieser zweite Gedanke wird sogleich verdrängt, als der letzte Satz fällt. Stimmt, Challa war jenseits der Schwelle. Vinizarah mag dies gespürt haben, wenn er die Berichte über Hexen und ihre Vertrauten richtig deutet.
"Sie schien mir schon vorher sehr verändert zu einst. Allerdings hat sie wenig mit mir gesprochen - gestern wie heute."

MW

Majara nickt langsam. "Danke, es war alles sehr... verwirrend. Ich..." Ihr Blick wird etwas leer, die Gedanken schweifen ab, verstricken sich.
Verwirrt schaut sie sich um, ohne das Gesuchte zu finden.
"Entschuldigt, ich brauche frische Luft." Sie blinzelt ein paarmal angestrengt, blasser als noch zuvor, ihre Augen schauen fast durch Feledrion hindurch.

OHH

Verwirrend also. Zweifellos keine überraschende und wohl nicht einmal überhaupt neue Information für Feledrion, denn die Verwirrung der Menschen war schon gestern Abend nicht zu übersehen. Die Frage ist eher, was sie dagegen tun - falls sie denn etwas dagegen tun, wofür der Elf keinerlei Hinweis hat.
"Gewiss" stimmt er zu. Wer hier könnte frische Luft nicht gebrauchen! Aber in den Händen hält er noch etwas, das er dort nicht belasen möchte. Ein Biss ins Brotstück, einer in die Wurst, dann schaut er kauend wieder zu Majara auf.

MW

Mit leichtem Kopfschütteln ruft sich Majara wieder zurück. Feledrions Blick wird erwidert. Elfenaugen. Noch mehr Verwirrung.
"Gutes Frühstücken, Euch!" Langsam, zögerlich löst sie sich vom Tisch, mit dem Gefühl, das Wesentliche wieder nicht erfasst zu haben.

RB

"Majara?" ruft Brogdan der Aufstehenden hinterher. Mit dem Rest des letzten Brotes in der einen Hand und der Teetasse in der anderen, aber ansonsten abmarschbereit und gut gelaunt, fragt er: "Wir hatten ja gestern überlegt, gemeinsam weiterzureisen. Wann wollt Ihr denn los?" Auf die Frage folgt Kauen, als das Brot im Mund verschwindet.

MW

Majaras Blick zum Piraten ist etwas wirr und zuckt etwas, als sie den Oberkörper zu viel dreht. "Nach Frühstück und Packen. Im Zweifel finden wir uns beim Sammeln." Eine lachs dahingeworfene Geste verweist zum Aushang am Pfeiler.

RB

Die Antwort des Thorwalers ist ein Nicken mit vollem Mund. Sehr erhellend war die Antwort nicht. Aber immerhin bedeutet sie, dass noch Zeit für eine weitere Tasse Tee ist. Er beugt sich vor, füllt seine Tasse aus der bereitstehenden Kanne auf und lehnt sich wieder zurück, um in aller Ruhe mit seiner Betrachtung der vor ihm herrschenden Unruhe fortzufahren.
Plötzlich packt ihn aber ein ungewohnter Wunsch nach Konversation, und so fragt er den neben sich sitzenden Elfen: "Wohin wollt Ihr heute Reisen?"

OHH

Zunächst schmunzelt Feledrion über Majaras sichtliche Irritation bei der Verabschiedung. Allerdings gibt ihm irgend etwas auch ein Gefühl höherer Befriedigung.
Als ihn der Thorwaler anspricht, hebt sich die linke Braue ein wenig. "Heute?" Seine Pläne sind langfristiger und kurzfristiger zugleich. "Der Wind wird entscheiden, wenn es sonst niemand tut."

RB

"Eine gute Antwort für einen Seefahrer", antwortet der Thorwaler spontan. "Habt Ihr denn insgesamt ein Ziel oder lasst Ihr Euch nur von Wind und Wellen treiben?" Mit der Teetasse in der Hand lehnt sich Brogdan wieder gemütlich zurück und sieht den Elfen fragend an.

OHH

Anerkennend nickt Feledrion. "Wenn nichts dazwischenkommt, werde ich in meine Heimat in den Salamandersteinen zurückkehren." Seitenblicke verraten, dass er für Dazwischenkommendes schon allerlei Ideen bereits hier im Schankraum hätte. Dann wird neuerlich kauend wieder der Thorwaler angesehen.

RB

Brogdan muss bei der Antwort des Elfen schmunzeln und nickt: "Wenn nichts dazwischenkommt" - dabei wandert sein Blick von Majara in Richtung Tür und Fenster, wo er Vinizarah zu erspähen hofft - "werde ich auch in meine Heimat in Thorwal zurückkehren. Allerdings habe ich zwischendurch noch etwas zu erledigen."

OHH

Bedächtig nickt der Elf, denn wenn er auch vieles errät, bleibt ihm doch auch noch immer vieles verborgen. "Mit ihr, nehme ich an."

RB

Der Thorwaler nickt ebenfalls, wiegt dann aber eher den Kopf zur Seite hin und her. "Wahrscheinlich, das wird sich noch zeigen. Zunächst aber muss ich in Punin meinen Sohn abholen, um ihn nach Hause zu bringen. Das ist der Hauptgrund meiner Reise." Er schlürft noch einen Schluck warmen Tee.

OHH

"Oh, schön!" 'Kinder sind die besseren Menschen', könnte man hinzusetzen, da sie noch viel offener ihrer Umwelt entgegentreten als die erwachsenen.
Jedenfalls zeigt sich auf des Elfen Antlitz ein tief empfundenes Lächeln. "Wie alt ist er?"

RB

"Er ist sechzehn Götterläufe alt. Er hat bis jetzt bei seiner Mutter gelebt und wollte dieses Jahr seine Zimmermannslehre beenden. Ich will ihn mitnehmen, damit er das Meer sehen und die Heimat seines Vaters kennenlernen kann. Er überlegt, sich zum Schiffszimmermann weiterbilden zu lassen." Nach einer kurzen Pause fügt er noch hinzu: "Zumindest wenn er seine Meinung in den letzten zwei Jahren nicht geändert hat."

OHH

Zunächst klingt dies ja schon sehr menschlich erwachsen - beziehungsweise endgültig. Dann aber nickt Feledrion lächelnd. Auch Menschen entscheiden sich bisweilen noch um. Letztlich vergisst man ob der äußeren Ähnlichkeit auch immer die unterschiedlichen Lebensweisen, die man nicht bewerten sollte.
"Er ist ja noch jung, und man sollte ruhig viele Dinge ausprobieren." Das gilt auch für Menschen und andere Arten.

RB

"Er wird bestimmt immer neue Dinge ausprobieren. Schließlich ist seine Mutter eine TSA-Geweihte, und er ist im Tempel aufgewachsen." Das versonnene Lächeln auf dem Gesicht des Thorwalers mag jetzt dem Gedanken an seinen Sohn oder dessen Mutter geschuldet sein.
Nach einer Weile wendet er aber den Blick wieder auf seinen elfischen Gesprächspartner: "Habt Ihr... Kinder?" In der kurzen Pause hat Brogdan sich umentschieden, weil er auf seine ursprünglich geplante Frage 'Habt Ihr eine Familie?' eine zu elfische Antwort befürchtete.

OHH

Bei Erwähnung der religösen Begriffe geht Feledrions Blick kurz in die Ferne, ihren Sinn in seinem Gedächtnis nachzuschlagen. Auch nach 40 Jahren Bekanntschaft mit den Menschen ist ihm dieser Teil ihrer Lebensweise keineswegs ständig gegenwärtig. Dann aber nickt er ein klein wenig. Immerhin eine der verträglicheren Kirchen.
Die Frage lässt seinen Blick noch einmal fortschweifen, bevor er wieder den Thorwaler mit einem weichen, nachdenklichen Ausdruck ansieht. "Noch nicht." Keiner der Sippe. An der Beschäftigung mit menschlichen Dingen kann es nicht liegen, denn darin tut sich ja nur die Hälfte sonderlich hervor.

PN

Auf dem Weg der Treppe hinab wandert der Blick der Adepta durch den Schankraum. "Die Götter zum Morgengruße", grüßt sie höflich, als sie am Fuß der Treppe angelangt ist. Kurz wandert ihr Blick hinüber zur Theke, dann lenkt sie ihre Schritte zu dem Tisch direkt voraus.

MW

"Rein. Das Dämonengefäß zerstören könnt Ihr auch im Trockenen", tönt es von draußen.

OHH

Sicherlich ist es wenig verwunderlich, wenn Alynias götteranrufender Gruß weniger Aufmerksamkeit erlangt als die dämonenbezogenen Worte von draußen. Zudem Müsste man annehmen, dass sich ein Elf davon nicht sonderlich angesprochen fühlt. Dennoch nickt ihr Feledrion freundlich zu, wohingegen er die für ihn weitgehend unsichtbaren Geschehnisse draußen zu ignorieren scheint.

RB

Da der Elf nicht sonderlich gesprächig scheint, lässt Brogdan es mit dieser Antwort erst einmal bewenden. Sein großer Drang nach Konversation ist auch genau so schnell verflogen, wie er gekommen ist. Weiter beobachtet er das immer noch emsige Kommen und Gehen, wobei sein besonderes Augenmerk sich jetzt darauf richtet, was Kind und Katze vorhaben. Mit einem Schmunzeln im Gesicht lehnt er sich ein wenig vor, um besser sehen zu können.

OHH

Auch Feledrion richtet sein Augenmerk auf die kleine Zwergin. Einen Punkt möchte er gern noch genauer wissen - nicht von ihr, sondern von dem Thorwaler, für den seine Worte trotz des anders gerichteten Blickes gedacht sind: "Hast du auch Kinder, die du häufiger siehst?"
Wofür hat man Kinder, wenn sie nicht in der Nähe sind?

RB

Es dauert einen Moment, bis der Thorwaler antwortet. Fast könnte man meinen, er habe die Frage nicht gehört, in Wirklichkeit muss er erst einmal im Kopf alle zusammensammeln. "Also, da wäre zunächst mal unser Großer, das ist mein Stiefsohn Edoran. Dann unsere Pflegekinder Walgrid und Ganstreu. Und schließlich die kleine Jurga. Und wenn ich nicht schnell genug nach Hause komme, dürfte schon das nächste da sein", strahlt er den Elfen an. "Und mit Thorkar kommt dann auch der Älteste nach Hause."

PN

Alynia erwidert den wortlosen, aber freundlichen Gruß ebenfalls mit einem höflichen Nicken.
Noch einmal streift ihr Blick durch den Schankraum und zur Theke, bevor er zu dem leeren Tisch direkt vor ihr zurückkehrt. Einen Moment betrachtet sie diesen nachdenklich, dann aber beschließt sie dass ein wenig Gesellschaft zum Frühstück doch keine so schlechte Idee sei. Ihre Hand löst sich von dem Stuhl, den sie gerade noch zurückziehen wollte, und macht ein paar Schritte auf den Tisch zu, an dem Feledrion und Borgdan sitzen.
"Guten Morgen!" begrüßt die zierliche Adepta mit dem Schuss elfischen Blutes die beiden, als sie am Tisch angelangt ist. "Darf ich mich zu Euch gesellen für das Frühstück?"

RB

Der Rest des Strahlens ist noch in Brogdans Augen, als er von seiner Teetasse hochblickt und die Magierin mit einer Handbewegung einlädt, sich zu setzen. "Bitte sehr, es ist noch genug da."

OHH

Ob Brogdans Worte wohl eine direkte Antwort auf Feledrions Frage sind? Es kommt dem Elfen eher so vor, als zähle der Thorwaler nur auf, wen er alles eben gerade nicht regelmäßig sieht. Vermutlich haben sie einfach ein ganz unterschiedliches Verständnis von Sippe. So wie Maulwurf und Wildschwein.
Der Halbmenschin würde er gewiss ebendieses Wort entgegnen, doch es genügt, den Worten Brogdans nickend zuzustimmen.

PN

"Vielen Dank!" erwidert sie in Richtung von Brogdan, und da es der Elf bei einem knappen Nicken belässt, erwidert sie dieses ebenfalls mit einem Nicken, das sie aber mit einem freundlichen Lächeln garniert. So nimmt sie dann auch Platz und lässt alsbald den Blick erneut durch den Raum streifen, ganz offensichtlich in der stummen Hoffnung dass sich eine Bedienung findet, die das Frühstück servieren würde.
"Hmm..." brummt sie leise als sie niemand auf die Schnelle erblicken kann an den sie ihre Wünsche richten könnte.

OHH

Im Gegensatz dazu ist Feledrion sichtlich zufrieden mit dem, was sich auf dem Tisch bietet. Ein Griff nach weiterem Brot, sich noch eine Scheibe abzuschneiden, während der Elf bereits mit dem Käse liebäugelt.

RB

"Der Tee ist noch warm", erklärt Brogdan und deutet mit seiner freien Hand auf die auf dem Tisch stehende Kanne. "Nur eine Tasse müsst Ihr Euch noch bringen lassen."

PN

"Vielen Dank", erwidert die Adepta höflich, und erneut sieht sie Richtung Theke in der Hoffnung, nun dort doch noch Personal des Hausses zu erblicken, oder zumindestens dort bereitgestelltes Geschirr. Aber dem ist wohl nicht so. "Nun... dann werde ich mir wohl mal eine Tasse geben lassen." Sie steht auf, um auf die Theke zuzusteuern.

Zufrieden dreinblickend kehrt sie kurz darauf zu ihrem Tisch zurück.

Als sie Siona mit dem Tablett an der Theke bemerkt, hebt sie kurz die Hand als Zeichen, aber so viele Gäste, mit denen sie verwechselt werden könnte, sind nun auch nicht anwesend.

VW

Siona nickt erfreut und steuert den angezeigten Tisch an. Schnell sind Geschirr und Essen bereitgestellt, schnell die übrigen Zutaten abgeschätzt. Die Magd wendet sich an die Adepta, lädt aber die anderen Gäste durchaus mit ihrer Frage ein: "Das Ei kommt gleich, und auffüllen werde ich natürlich auch noch. Habt Ihr sonst noch Wünsche?"

OHH

Ei, das klingt interessant. Aber Feledrion weiß nicht, ob es zu Vinizarahs Einladung zählt wie die bereits vorhandenen Dinge. Jene genügen letztlich durchaus; er will seine Freundin alter Tage nicht ungebührlich ausnutzen. So nickt er der Magd nur freundlich dankend zu und raunt warm: "Ich bin sehr zufrieden."

PN

"Wenn es geht, hätte ich gern noch etwas Milch", erwidert Alynia. Ihr Blick gleitet kurz über die Speisenauswahl am Tisch. "Ansonsten ist, glaube ich, alles Gewünschte da."
Dann scheint ihr noch etwas einfzufallen. "Hmm... nun... wärt Ihr so gut und würdet vielleicht gleich zwei oder drei machen? Dann kann ich diese als Wegzehrung für den heutigen Tag mitnehmen. Ich würde auch gern etwas Brot und Käse als Reiseproviant mitnehmen. Wäre das machbar?"

VW

Siona nickt freundlich und macht sich dann auf den Weg in die Küche.

RB

Brogdan hat seinen Tee aufgetrunken und seine Stullen für unterwegs geschmiert. Da Vinizarah nicht auftaucht und Majara wortlos nach oben stapft wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die beiden aufbrechen. So lange will er aber nicht hier sitzen und warten. Also erhebt sich der Thorwaler, ergreift seine bereitstehenden Sachen, verstaut Waffen und Ausrüstung und verabschiedet sich von seinen beiden Tischgefährten.

PN

Mit einem freundlichen Lächeln und den Wünschen für eine gute Reise verabschiedet Alynia den aufbrechenden Brogdan. Sie selbst scheint es nicht besonders eilig zu haben, sondern genießt vielmehr entspannt das Frühstück. An Feledrion gewandt fragt sie: "Wohin wird dich heute dein Weg führen Feledrion?"

OHH

Abwechslungshalber heben sich beide Brauen, wenngleich die linke auch etwas eiliger als die rechte. "Wie es aussieht", beginnt Feledrion, "werde ich direkt nach Norden aufbrechen. Doch die Menschen sind unberechenbarer noch als der Wind. Es mag Änderungen geben." Damit blickt er sie warm an, denn auch der Elfmenschin würde er eine solche Änderung erlauben. Auch der Weiseste kann die Zukunft niemals sicher voraussagen.


Ausschnittliste / Ehemalige Gäste / Lageplan

Redaktion und Lektorat: OHH 2010