Neue Wege

oder

Eine Freundin zu retten

Autoren: Jan Richling, Judith Scharlach, Julia Richling, Magnus Wessel, Oliver H. Herde und andere

MW

Energisch greift Majara sich die Getränke und geht zielsicher und ohne zu schwappen zurück zum Tisch. "Euer Gnaden? Rahja mit Euch und Verdammnis den Feinden!" Ihr etwas verlegenes Lachen dabei kann man fast als Friedensangebot auffassen.

JuR

Während Majaras Worte auf höchst unkonventionelle Weise Frieden versprechen, scheint in der Zeit ihrer Abwesenheit der Unfrieden in die Katze auf ihrem Stuhl eingefahren zu sein. Denn kaum hat sich die Soldatin angenähert, wird sie von dem sitzflächenvereinnahmenden Wesen mit einem drohenden Raunen begrüßt. Neben Aggressivität scheint das Tier auch an Volumen zugenommen zu haben. Oder ist es nur das Fell, das sich so sehr sträubt, dass es den Eindruck vermittelt, die werte Challa befände sich inmitten einer Gewitterwolke?

OHH

Mehr gibt es nicht zum Thema Majara zu sagen; da scheint ihre Rückkehr passend. Ein Heben der linken Elfenbraue begleitet ihr auf einmal beinahe schüchtern wirkendes Auftreten. Zweifellos sind Menschen die unberechenbarsten der Lebensformen, welche Feledrion auf Anhieb einfielen.
Hauskatzen kämen allerdings vermutlich nicht weit dahinter. Challa jedenfalls scheint ihr Kuschelangebot zugunsten des Sitzplatzes vergessen zu haben. Menschen haben eben doch mehr mit nichtsprechenden Völkern gemein als Elfen.

JaR

"Habt Dank!" Mit diesen Worten nimmt der Geweihte das ihm gereichte Getränk entgegen. "Seien die Zwölfe mit Euch... und hinsichtlich der Feinde stimme ich Euch voll und ganz zu." Tatsächlich; dieser Tisch erlebt es an diesem Abend wirklich noch, dass dieser Geweihte dieser Soldatin zustimmt.

MW

Den unvermittelten Ausbruch von Mordlust auf ihrem Stuhl quittiert Majara eher mit Belustigung als Erschrecken. Sie prostet dem Geweihten zu und nimmt einen kurzen Schluck des Brandes. "Verzeiht, aber ein Schlachtfeld muss ich wohl als erstes klären", schmunzelt sie mit Blick auf den Felldämonen neben sich.
Dann beugt sie sich zur Fellkugel, fern genug, um nicht gleich von den Krallen erwischt zu werden. Ihr Stimme klingt sanft, einschmeichelnd und doch bestimmt genug, um deutlich zu machen, wer hier die größere Katze ist. "Stell dich nicht so an, liebe Freundin, das ist mein Platz!"

JuR

Kurz darauf mag die Soldatin erkennen, dass hier keineswegs eine Rivalität um den Sitzplatz ansteht. Zwar raten die angelegten Ohren, das in einem Dauerfauchen präsentierte Raubtiergebiss und der wild peitschende Schwanz mit einer gewissen Berechtigung zu allgemeiner Aufmerksamkeit, der Blick der zu Schlitzen verengten Augen geht allerdings an Majara vorbei in Richtung des Schankraums.
Es ist gerade einmal einen Herzschlag seit Majaras Auf- und Herausforderung vergangen, da katapultiert sich das Fellbündel aus seiner angespannten Haltung und jagt davon, kaum dass seine Pfoten den Boden berühren, verschwindet in Richtung des großen Tisches, der Reichweite von Kerzenlicht und Kaminfeuerschein entkommend.

MW

"Was?" Der Blick folgt der Katze in den Raum, als Majara sich setzt und leise murmelt: "Verrücktes... Wo kommt sie eigentlich her?"

JaR

Wieder einmal schafft Majara es, den Geweihten dazu zu bringen, erstaunt zu schauen. "Die gehört Vinizarah", antwortet er, "auch wenn die Katze es vermutlich genau anders herum sieht."

MW

Mit kurzem energischen Kopfschütteln vertreibt sie ein Gedankenbild aus dem Kopf. "Ah, wie... passend", ist die etwas lahme Antwort von Majara, hinter der Katze hinterher blickend. "Ob sie die Geschichte von Zamorrah kennt?" schmunzelt sie plötzlich.

OHH

Mit einem neutralen Lächeln beobachtet der Elf den Umgang der drei miteinander, bis ihn die blitzhafte Entfernung Challas die linke Braue heben lässt. Flucht oder Jagd? Interessante Beute ist bei so vergleichsweise vielen Beinen unter den Tischen doch nicht wirklich wahrscheinlich. Andererseits ist auch einstweilen nichts Katzenbedrohliches zu entdecken.
Brinulfs Mutmaßung über das Weltbild einer Katze lässt den Elfen zu diesem zurückschauen. Sollte es tatsächlich ein Tier geben, dass so besitzergreifend denken kann, wie es bei den sprechenden Völkern so weit verbreitet ist? Feledrions bisherige Unterhaltungen mit Nichtsprechenden ließen solches eigentlich nur ansatzweise jeweils für kurzfristige Momente in Einzelsituationen erkennen. Freilich muss diese Erfahrung nicht repräsentativ sein. Vielleicht ein interessantes neues Feld des Lernens.
Ein fallender Name lenkt des Elfen Betrachtungen aber vorerst abermals ab. Hat der Älteste nicht einmal einen Ort dieses Klanges erwähnt? "Liegt das in Mhanadistan?"

JaR

"Wenn der Ort gemeint ist", kommentiert der Geweihte trocken, "dann wäre die Vergangenheitsform eher angebracht. Es ist lange her, dass Zamorrah untergegangen ist."

OHH

Aus Brinulfs Antwort, welche den Kern der Frage nicht offenkundig berührt, könnte man nun viel herausdeuten. Bei einem Mann der Wissenschaft mag am wahrscheinlichsten sein, dass er bejaht, was er nicht verneint. Eine andere Möglichkeit wäre gerade bei ihm um so unangenehmer. Es ist aber nicht an Feledrion, Mutmaßungen zu tätigen. Dennoch fragt er nicht noch einmal nach, sondern nickt nur beiläufig.
Wenn Zamorrah untergegangen ist und da es in jedem Falle tulamidisch klingt, mag es sich um eine Stadt der Diamantenen Sultanate handeln, denn das Wildpferd berichtete aus jenen Zeiten. An eine Geschichte mit Katzen vermag sich der Elf allerdings gerade nicht zu erinnern.
"Und was war das Besondere an den Katzen in Zamorrah?"

MW

Majara muss grinsen, und meint dann, wieder ernster: "Die Menschen sollen sich in die Verehrung dieser so edlen und schönen Geschöpfe so hineingesteigert haben, und die Katzen es weidlich ausgenutzt haben, dass anschließend niemand in der Stadt noch etwas anderes tat, als ihnen zu huldigen. Und wie immer, wenn man sich abwendet von den Zwölfen, wird man anschließend Opfer dämonischer Einflüsterungen. Und so verehrten die Menschen bald finstere Götzen in Katzengestalt und wurden von den Rechtgläubigen ausgerottet und die Stadt geschleift. Und als Buße wachen heute die Katzen über die Stadt. So zumindest der Haimamud, der mir die Geschichte vor vielen Jahren erzählte."

OHH

"Verstehe", gibt Feledrion in einem ungewohnt strengen Brummen zurück. "Ein Glaubenskrieg also." Eine mehr ernüchternde als betrübende Einsicht, entsprechend trocken ist der Ton.
Nein, der Älteste muss die Stadt in ganz anderem Zusammenhang erwähnt haben. Wieder sind die Erkenntnisse gering und im Kern nicht wirklich neu, die sich ziehen lassen.

JaR

"Jenes - wenn es sich denn so zugetragen hat und es nicht nur eine Legende ist - ist aber keineswegs Schuld der Katzen, sondern derer, denen die eigentliche Idee entglitten ist."
Der Geweihte setzt sich etwas aufrechter. "Von daher spielt es eigentlich nicht wirklich eine Rolle, ob es eine Legende ist oder eine wahre Geschichte, denn diese Lehre gilt in jedem Fall."

OHH

Und wieder gibt Brinulf seinem elfischen Tischgefährten allen Grund zu einem zufriedenen Lächeln - auch wenn jener sich über die volle Bedeutung der Worte nicht ganz sicher ist.
Mit etwas gerecktem Halse prüft Feledrion, ob in seiner Tasse noch Tee weilt.

MW

"So ist es", nickt Majara, den Blick vom Brandbecher lösend und damit auf Tür und weißschimmernde Gestalt zwei Tische weiter gewinnend.

OHH

Tatsächlich hat Feledrion den Tee noch kaum angerührt, da dieser vorhin noch zu heiß war. Freilich hat er inzwischen fast keinen wärmenden Effekt mehr, doch stört dies den Elfen nicht.
Eigentlich hat er Widerworte Majaras nicht ausgeschlossen, aber entweder lernt sie inzwischen dazu oder man redet gerade aneinander vorbei. Ihm soll es in jedem Falle recht sein.
Während er trinkt, folgt er ihrem Blick ans andere Ende des Schankraumes. Vinizarah ist zurück und wieder mit dem weißen Priester beschäftigt. Seltsam fremd wirkt sie - noch mehr als vorhin, als sie sich nach längeren Jahren wiedertrafen. Ihre unglückliche Verfassung ist auch auf die Entfernung und im Halbdunkel schwerlich zu übersehen.

JaR

Da Majara lediglich zustimmt und der Elf gar nichts sagt, vertieft auch der Geweihte das Thema nicht weiter. Für einen Moment folgt sein Blick dem Majaras, aber er sieht keinen Anlass, sich über Vinizarahs Rückkehr irgendwelche Gedanken zu machen.

OHH

Fast könnte man meinen, der Priester habe das Fräulein verhext. Ein ob seiner Unwahrscheinlichkeit gewiss beschmunzelnswerter Gedanke, auch wenn man diese Reaktion auf Feledrions Antlitz sehr sorgsam suchen müsste. Jedenfalls gibt es keinen Anlass, die beiden weiter mit Blicken zu versehen, bis sie sich davon womöglich noch gestört fühlen. Man sieht ja eh nicht viel.
Sacht gleitet das Augenmerk weiter zum Tresen hinüber. Ein weiteres Mal wird der Becher Tees an die Lippen gesetzt.

MW

Mit Adleraugen bannt Majara die Szene zwei Tische weiter in ihren Geist, brennend, jeden erkennbaren Gesichtsausdruck, jede Körperhaltung aufnehmend, analysierend - und verkrampft sich, ohne es zu bemerken dabei immer mehr. Sie beisst unbewusst auf ihre Lippe, versunken ins Starren, die Gesichtszüge mal blass, mal versteinert und doch wie verzaubert ob des Anblicks der sich bietet.

OHH

Kommen hier, Gehen dort - mehr Gehen als Kommen - nichts Ungewöhnliches für ein Gasthaus. Aber auch nichts Bemerkenswertes, das Feledrions Aufmerksamkeit an sich binden könnte.
So trifft sein Blick wieder auf Majara nahebei, die offenkundig noch immer von Vinizarahs zwei Tische entferntem Gespräch fasziniert geblieben ist. Oder sollte man nicht eher sagen, dass sie sich darin gar gesteigert hat?
Nur kurze Zwischenblicke zum Tisch an der Treppe werfend, mustert der Elf doch vor allem seine Tischgefährtin. Langsam, doch alsbald kaum mehr übersehbar hält das Schmunzeln auf seinem Antlitz wieder Einzug.
Für einen Moment lässt sich der Elf vom im Kerzenlicht glitzernden feinen Nieselsprühregen faszinieren. Die Quelle ist der hustende alte Seemann am Kamintisch, den keine Ablehnung, sondern ehrliches, wenn auch ein wenig unverständiges Mitgefühl trifft, bevor Feledrion geistig wieder an den eigenen Tisch zurückkehrt und fortfährt, was er unterbrochen hat: Tee trinken und Majara beschmunzeln.

JaR

Der Geweihte beobachtet seine Tischgenossen, die wiederum einander oder andere im Gasthaus zu beobachten scheinen. "Nun", bricht er schließlich das Schweigen, "ob wir an diesem Tisch wohl ein Gesprächsthema haben können, das nichts mit Krieg oder Unglück zu tun hat?"

MW

Ratio. Wie kaltes Wasser.
"Wwas? Sicher. Euer Gnaden. Natürlich." Wie aus einem tiefen See auftauchend wendet Majara zögerlich den Blick vom anderen Tisch, seufzt. "Nur, dass ich, sobald es um Bücher oder Sternenbilder gehen wird, Euch kaum eine gute Gesprächspartnerin bin."

OHH

Zweifellos hatten sie schon Themen, welche Brinulfs eben genannte Kriterien erfüllten - wenn auch nicht in genau dieser Besetzung. Aber Feledrion gelüstet es eh nicht, noch einmal an ebenso menschliche Bereiche wie Geld oder bestimmte Formen der Arbeit zu erinnern. Daher beschränkt er sich auf ein halblautes "Gewiss", welches dem Fragenden schon nicht entgehen wird, bloß weil jener zugleich noch eine andere Antwort erhält.
Selbige lässt den Elfen wiederum schmunzeln. "Sicherlich finden sich Dinge, für die wir uns alle interessieren könnten oder zu denen doch jeder eine Meinung haben mag." Eines wüsste er bereits, doch hieße die Nennung nach einem mittelreichischen Sprichword, mit der Türe ins Haus zu fallen. Außerdem würde er seine Tischgefährten gerne noch aus ganz anderen Blickwinkeln betrachten, welche sie ihm aber am besten selbst zeigen können.

JaR

Das Seufzen der Soldatin entgeht dem Geweihten natürlich nicht, so dass sie es ist, der seine nächsten Worte gelten. "Keine Sorge", sagt er, "ich will Euch keineswegs mit Büchern, Sternbildern oder anderen Dingen dieser Art langweilen. Was wäre denn ein Thema nach Eurem Geschmack?"

MW

Für einen Moment starrt Majara auf das Geschehen im Gastraum. Bitternis in der Kehle schnürt die Antwort etwas zu. "Von Sand und Pferden, von Klinge und Regen, Euer Gnaden."

OHH

Tiere und Natur, und dazu Waffen. Die Zusammenstellung wirkt seltsam, mag vielleicht auf ein Leben als berittene Soldatin hinweisen. Grundsätzlich Dinge, über die man sicherlich gut sprechen kann. Der etwas wehmütig wirkende Ausdruck Majaras ist Feledrion dabei allerdings ein weiteres kleines Rätsel.
"All dies kann sehr schön sein", versucht er mit Verständnis eine Brücke zu bauen.

MW

Majara mustert das fremdartige Gesicht, dessen Gedankengänge ihr wohl ewig verborgen bleiben und nickt, wie über einem Rätsel sitzend. "Und Ihr?"

OHH

Ein aufmunterndes Lächeln begegnet der jungen Menschenfrau. "So schön Regen sein kann, haben wir derzeit wohl etwas viel davon. Aber Tiere verleihen dem Leben viel Farbe - wenn man sie lässt."
Sein gesamter Körper strahlt eine besondere Ruhe aus, was schon allein daran liegen mag, dass er sich kaum regt.

JaR

"Schöne Dinge", bestätigt auch der Geweihte in Richtung der Soldatin, ehe er sich dem Elfen zuwendet. "Regen haben wir in der Tat etwas viel im Moment, aber ist das nicht wiederum eine Betrachtungsweise, die zu sehr von uns ausgeht?"
Er deutet vage in Richtung einer der Wände. "Denkt Ihr nicht auch, dass beispielsweise ein Regenwurm all den Regen dort draußen als sehr angenehm empfinden dürfte?"

OHH

Wieder einmal breitet sich ein belustigtes und vielleicht ein wenig mitleidiges Lächeln auf dem länglichen Antlitz des Elfen aus. Dies mag äußerlich darüber hinwegtäuschen, dass er Brinulfs Versuch durchaus hoch anerkennt.
"Alles kann zuviel werden, auch dem, der es eigentlich haben möchte. Aber ist es nicht so, dass Regenwümer nicht aus dem Boden herauskriechen, den Regen zu grüßen, sondern um nicht im überfluteten Boden zu ertrinken?"

MW

Regenwürmer. Majara betrachtet die beiden Mitdiskutanten verwirrt und dann mit wachsender, neuer Entschlusskraft.
Höflich, freundlich, aber bestimmt steht sie auf. "Regenwürmer. Nichts für ungut, Euer Gnaden, aber das übersteigt den Kopf einer Soldatin bei weitem, seid mir nicht bös, wenn ich Euch dem Gespräch überlasse und eben nachschaue, wie es Vinizarah geht."

JaR

"Verzeiht", entschuldigt sich der Geweihte, "ich hatte eigentlich nicht vor, Euch ein Gespräch aufzuzwingen. Grüßt Vinizarah von mir."
Sein Blick geht danach zum Elfen zurück. "Da habt Ihr zweifellos recht. Sowohl zuwenig als auch zuviel Wasser dürften unserem Regenwurm schnell den Garaus machen, wobei er dem zuvielen Wasser zumindest nach oben entkommen kann, wenn nicht gerade ein neuer See entsteht. Absoluter Trockenheit hingegen hat er nichts entgegenzusetzen."

OHH

Mit hoch erhobenen Brauen schaut Feledrion zu Majara empor. Offenkundig faszinieren sie andere Aspekte von Regen, welche zu erörtern ihr die innere Ruhe fehlt. Es gibt keinen Grund, dies zu bewerten. Er nickt eher beiläufig, bevor er wieder Brinulf ins Auge fasst.
Allerdings senkt sich nur die rechte Braue, da ihm dessen Worte einen Themenwechsel einzuleiten scheinen. "Gewiss. Aber von Trockenheit kann ja keine Rede sein", erwidert er daher etwas unschlüssig. Dieser Mensch ist ihm wirklich ein ganz besonderes Rätsel. Warum versteht man ihn viel besser, wenn er mit seinesgleichen spricht? Vielleicht eine verborgene Unsicherheit dem Elfen gegenüber? Ein Zeigefinger berührt sacht das Kinn.

MW

Mit gemächlichem Schritt, der die innere Unruhe zähmt, schlendert Majara zum Tisch mit der jungen Hexe.

JaR

"Zumindest nicht hier", bestätigt der Geweihte, um dann kurz Majara hinterherzuschauen, die sich Vinizarah zugewendet hat. "Auch dies scheint aber kein Thema nach ihrem Geschmack gewesen zu sein", kommentiert er dann weiter, "aber vielleicht wollte sie ja auch gar nicht reden."
Er sieht sich noch einmal um. "Ich denke, ich werde Euch dann auch bald alleine lassen, denn ich bin inzwischen recht müde und habe morgen noch einen weiten Weg vor mir." Er sieht dabei noch einmal über die Schulter zu Vinizarah.

OHH

Bezieht Brinulf auch andere Gespräche mit ein? Eher wohl nur andere Situationen, wenn er auch des Elfen ursprüngliche Aussage damit endgültig verlässt. Bei Menschen ja nicht neu, nur weiterhin etwas überraschend weil fremdartig für jemanden wie Feledrion.
"Mag sein", erwidert er mit einem nachfolgenden Blick zu den beiden Frauen hinüber, ohne Andeutung, was er damit meint. "Dann wünsche ich guten Schlaf."
Etwas drüben hält seine Aufmerksamkeit fest. Angespanntheit, die er nicht fassen muss. Er wird sich nicht ohne Not ungefragt einmischen.

JaR

"Habt Dank", erwidert der Geweihte, "das wünsche ich Euch auch." Danach beginnt er, seine Sachen zusammenzuräumen.

MW

Majara tritt schnellen Schrittes zum Tisch, den sie eben erst verlassen hat.
"Euer Gnaden? Ihr werdet gebraucht. Es geht los." Knapp, militärisch, zielgerichtet, die Körperhaltung straffer als sonst und gleichzeitig wie sprungbereit weist sie mit knapper Handbewegung zur Treppe und die dort wandelnde Armee des Lichts. Mit knapper Drehung gibt sie gleichzeitig den Weg frei und kanalisiert die Bewegungsrichtung des Geweihten in die für sie einzig zulässige Richtung: zu Vinizarah.

JaR

Wie es der Zufall will, hat der Geweihte gerade alles zusammengeräumt, als Majara schon wieder da ist und ihre knappe Meldung macht. Er dreht sich um und schaut in die von Majara freigegebene Richtung. Das, was den Worten fehlte, nämlich das präzise Ziel, ist nun klar.
"In Ordnung, ich werde Euch folgen." Er nickt dem Elfen noch einmal zu, dann schickt er sich an, genau das zu tun.

MW

"Ich glaube Ihr solltet vorgehen, sie war recht... deutlich", nickt sie knapp. Und leiser: "Sie... hat Angst. Das ist wohl eher Euer Weg. Aber wenn Ihr oben eine Waffenhand braucht, ich werde in Rufweite sein."

OHH

Nur kurz schaut Feledrion beim Packen Brinulfs zu. Auf der anderen Seite des Schankraumes scheint es geradezu einen Erdrutsch zu geben - nur dass er aus Menschen besteht und sich aufwärts bewegt. Ob Brinulf wohl davon weiß und nur so tut, als wäre es nicht so?
Das plötzliche Wiedererscheinen der Soldatin bestätigt die Vermutung. Die allgemeine Eile kann einem Elfen jedoch noch kein Beweis dafür sein, dass wirklich solche geboten ist. Wenn es sich um Menschenbelange handelt, sollten sich auch nur jene beteiligen. Natürlich könnte auch Feledrion den Aufbrechenden von seiner Anwesenheit versichern, doch genügt es, dass Vinizarah davon weiß. So bleiben es allein seine Blicke, die bei den beiden Stehenden weilen.

JaR

"Alles klar", bestätigt der Geweihte und macht sich sogleich auf den Weg weg vom Tisch und in Richtung Treppe.

MW

Majara fängt den Blick wie eine Fischerin - oder vielleicht doch eher Ertrinkende.
"Werter Herr Feledrion, würdet Ihr mir einen Gefallen tun? Es heißt Ihr, Euer Volk meine ich, könnte mit Katzen sprechen. Vinizarahs Katze ist hier im Schankraum unterwegs, und Vinizarah hat Sorge, dass sie nach oben entfleucht und zwischen die Fronten kommt. Ihr... könntet Ihr versuchen, die Katze hier im Raum zu halten? Sie hat mich gebeten... Aber... Ich... Ich würde gern in Vinizarahs Nähe bleiben können."

OHH

Es wäre ein allzu menschlicher Gedanke, den Wert einer Hilfe nach der Gefährlichkeit der Tat zu bemessen. Viel klüger ist es doch, wenn derjenige sie vollbringt, dem sie am wenigsten abverlangt.
Freilich geht Feledrion anderes durch den Sinn, wie er nun friedlich lächelnd der etwas unbeholfenen Bitte der Soldatin lauscht. Zum Beispiel, dass sich die Wünsche der beiden Frauen offenbar ein wenig unterscheiden und zudem damit gerechnet wird, dass Challa eine dritte Meinung abgeben würde. Wer hier wohl am klügsten überlegen mag, obliegt nicht der Entscheidung eines kaum informierten Elfen. Die Bitte aber fordert nach seinen Maßstäben dazu auf, sich mit alledem zu befassen. Blindes Befolgen darf lediglich der Ansatz sein, mit welchem man beginnt, könnte es doch allzu leicht in von allen Ungewolltem enden. Niemand vermag schließlich alles zu überschauen.
Die Folgerung von alledem drückt der Elf wieder einmal in jenem einen Wort ab, welches so schön eine bejahende Antwort ebenso ausdrückt wie Verständnis für Gefühle und Absichten. Zugleich vermag es, einen Einwand anzudeuten, wenn man ihm eine winzige Verlängerung gibt. Es beinhaltet Selbstverständlichkeit und mancherlei mehr. Tatsächlich ist gerade nun wieder ein Fall gegeben, wo es dank längerer Vorrede all dieses in sich vereint: "Gewiss."

MW

'Gewiss? Elfen!' Verdutzt verharrt Majara und man sieht ihr den inneren Zwiespalt an, Sorge, Verwirrung und Pflichtbewusstsein. "Als ich sie das letzte Mal sah, verschwand sie Richtung Tisch", weist Majara auf die große Holzplatte. "Ich werde sehen, ob ich sie finde, und bei Euch belassen. Ihr werdet gut auf sie achtgeben, ja?"
Dabei geht der Blick bereits suchend zum großen Tisch und seiner Umgebung. Wo steckt es bloß, das flauschige Kampfbündel, das sich vor gar nicht langer Zeit und doch Äonen her als Monster versuchte?

RB

Der Thorwaler am Nebentisch hebt seinen Krug, leert ihn und stellt ihn lautstark wieder ab. So gestärkt erhebt er sich, wirft die Zöpfe nach hinten und geht auf Majara zu. "Könnt Ihr mir sagen, was hier eigentlich abgeht?" Dabei deutet er mit dem Kinn in Richtung Treppe, wo gerade das Ende der seltsamen Prozession verschwindet.

OHH

"Ich weiß..." Immerhin war Feledrion zugegen, als die Katze einen Blitz nachzuahmen suchte. Dass Majara sie nun selbst suchen und wohl auch einfangen will, lässt die linke Braue des Elfen emporsteigen. Traut sie ihm dies nicht zu? Hat sie es doch nicht so eilig? Es mag viele Gründe für ihre Entscheidung geben - bis hin zu einem unerkannten Widerspruch. Jedenfalls will er selbst ihr keinen leisten, könnte die Beobachtung einer Katzenjagd unter den Tischen doch eine höchst amüsante werden. Immerhin fürchtet die Soldatin wohl keine Schrammen, wie sie es vielleicht sollte.
Aber da ist noch eine Frage offen. "Gewiss", ist auch diesmal die bestens passende Antwort. Sie wird es auch bleiben, wenn Majara ihr Jagdfieber überwinden sollte. Man muss nicht immer sehen, worauf man achtgibt. Es genügt in diesem Falle zu wissen, wo es ungefähr ist.
Nun gilt Feledrions Augenmerk allerdings erst einmal dem neuesten seiner Tischgäste.

Da Majara dem Thorwaler nicht antwortet, geht Feledrions Blick wieder zu ihr - oder besser der Stelle, wo sie eben noch gebückt stand. Inzwischen ist sie unter den großen Tisch gekrochen und versucht wohl, ihm Challas Aufenthaltsort aufzuzeigen. Soll er es wieder sagen? Nun gut. "Ich weiß."

MW

'Was heißt das, er weiß? Verfluchter Elf, das hätte er doch gleich sagen können! Und was steht dieser Zivilist im Weg rum? Majara, beruhig dich, das ist der Mann, von Vinizarah eben sprach, so kannst du gleich sehen, aus welchem Holz er ist. Denk wie eine Anführerin, Frau!' ruft sie sich selbst zur Ordnung.
"Verzeiht, Dom... Brogdan? Es... Haltet Euch besser bereit; es kann sein, dass wir in Kürze sehr schnell einen sehr leeren Eber brauchen. Die Geweihten scheinen oben einen Gegner zu vermuten - und wer weiß, was das mit sich bringt!"

RB

"Was für ein Gegner? Wie bekämpfen wir ihn? Brauchen die Geweihten Schutz?" Militärisch scharf, kurz, präzise schießt er diese Fragen ab. Eine Sprache, die Majara offenbar versteht.

MW

Erst einmal trifft Brogdan ein harter Blick, dann weicher halblaut die Antwort: "Unheilige Präsenz, die sich im oberen Stockwerk verschanzt hat. Das Kommando liegt bei Dom Daradan. Sichert unauffällig den Schankraum, Dom Daradan wäre nicht ohne zusätzliche Bedeckung zur Examination geschritten, wenn etwas anders notwendig wäre. Ich sichere gleich die Treppe, für den Fall, dass die Geweihten überwunden werden oder Hilfe anfordern."

OHH

Am besten, man behält die linke Braue gleich oben. Einerseits rüsten sich die Menschen offenbar für einen Kampf gegen Unbekannt. Dennoch hat sie wohl nicht genügend Vertrauen darin, dass ein Elf die ihm entgegengebrachte Bitte erfüllen könnte. Da sie von Geweihten spricht, mag es sich um eine spirituelle Auseinandersetzung handeln. Das würde auch vieles andere erklären.
Zwar ist Feledrion unter diesen Umständen weiterhin geneigt, sich davon nicht betroffen zu sehen, doch die Antworten auf die Fragen des Thorwalers mögen dennoch zu einer Aufklarung des Gesamtbildes beitragen.
Jedenfalls zeigt Feledrion keinerlei Anzeichen von Aufregung oder gar, sich erheben zu wollen. Statt dessen mustert er die am großen Tische sitzende Frau, wie jene wohl all dies aufnehmen mag.
Gerade will sich die Braue doch wieder entspannt herniederlassen, da springt ihr bei Majaras Eröffnung die zweite bei.

RB

Brogdan schluckt seinen Ärger runter, Wachdienst schieben zu sollen, und antwortet nur knapp: "Zu Befehl."
Dann sieht er sich im Schankraum um: Drei Ausgänge zu ebener Erde, dazu die Treppen nach oben und unten. Der Elf kann sicher auf sich selbst aufpassen... Nach einigen Überlegungen macht sich der Thorwaler auf zu einem Platz, wo er einerseits nahe an der Treppe ist, andererseits den Raum überblicken und im Notfall den Anwesenden beim Fliehen helfen kann und wo man einen Thorwaler sowieso zuerst vermuten würde: Die Theke.

MW

Ein kurzes Nicken Majaras, mehr zu Bestätigung ihrer eigenen Gedanken, dann wendet sie sich zurück zum Tisch und mustert den erstaunt dreinschauenden Elfen ruhig.
"Die Katze scheint ruhig in der Ecke zu schlafen, Dom Feledrion. Danke, dass Ihr mir helft. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was passieren wird und was noch auf uns zukommt. Bleibt bitte wachsam."

OHH

"Gewiss." Man darf es wohl den Menschen zurechnen, dass Feledrion sich in ihrer Gegenwart so häufig in dieser Weise wiederholen muss. Einen Vorwurf wird man in seiner eher beruhigenden Mine allerdings vergeblich suchen.
Schade ist es nur um den ruhigen Abend. Dennoch lehnt er sich entspannt zurück.

Derweil Majara wohl über weiteres nachdenkt oder vielleicht auch noch darüber, ob sie wirklich alle Selbstverständlichkeiten in Ratschläge oder Bitten umgewandelt hat, lässt Feledrion seinen Blick von ihr abgleiten und wieder durch den Schankraum schweifen. Nach menschlichen Maßstäben mag es nicht viel zu sehen zu geben, genauer betrachtet jedoch durchaus.
Eine vermutlich gelangweilte, in jedem Falle aber wohl mit ihrer Gesamtsituation nicht recht zufriedene Frau am großen Nebentisch. Am Kamintisch ein Zwerg, welcher wohl auch soeben ausdauernd über irgend etwas nachgrübelt, während seine mutmaßliche Familie und der Seemann in bemerkenswert untypischer Geduld an seinen Lippen hängen, ohne sich sichtlich zu regen. Der Thorwaler am Tresen in Verhandlung mit der Köchin. Die Stimmen, welche die Treppe herunterdringen, sind selbst für Elfenohren nicht sonderlich auskunftsfreudig.
Wenig genug also, den Abend vorerst doch noch als ruhig zu bezeichnen. Andererseits hinreichend Material, das sich vielleicht zu beobachten lohnt.

MW

Ein grüßendes Nicken zu Feledrion, dann bewegt sich Majara zur Treppe, die Schritte bis zum Absatz sind sicher, fast zu ruhig. Dort angekommen, verharrt sie auf dem mittleren Absatz und lehnt sich mit dem Rücken entspannt an die Wand. Von dort kann der Blick sowohl zur Schankstube, als auch zum Flur schweifen, und was hinauf oder hinunter will, muss an ihr vorbei. Die Hand liegt wie spielerisch auf dem Säbelknauf.

OHH

Folgen Feledrions Blicke Majara zunächst noch bis zu ihrem strategisch wertvollen Plätzchen zwischen den Ebenen, so vermag doch bereits zu dieser Zeit der ob der sonstigen vergleichsweisen Ruhe im Schankraum hervorstechende Seemann die Aufmerksamkeit seiner Augenwinkel auf sich zu ziehen. Geschichten von einem seltsamen Unwesen mit leuchtenden Augen? Der Elf ist schon zu lange außerhalb der Wälder von Sala Mandra unterwegs, als dass er solche Begegnungen grundsätzlich für unglaubwürdig hielte. Andererseits hat er schon zu vielen Menschen zugehört.
In jedem Falle ist die Ergriffenheit der kleinen Zwerginnen allzu putzig, um weiter Majara zu beobachten. Ein sanftes Lächeln breitet sich über das trotz allen schwachen Kerzenscheins helle Antlitz des Elfen.

VW

"Und mit diesen kühnen Worten dreht sich dieser Idiot zu mir um und grinst, als..." Rumms! Mit Karacho donnert die Faust auf den Tisch. "...ein schuppiger Schwanz von oben herniederpeitscht und ihn auf einen Schlag mitten durchteilt!" So langsam beginnt Bjaern die Geschichte Spaß zu machen. Er ist selber schon ganz gespannt, wohin das Seemannsgarn führen wird, das er da vor sich hin spinnt.

LR

Mit spitzem Aufschrei quittiert Gerescha das Niederfahren von Seemannsfaust und Schuppenschwanz. Kein Zweifel, nun wird das Gezücht sich anschicken, den Erzähler mit Stumpf und Stiel zu verspeisen! Gebannt vor Spannung beginnt das Zwergenkind, seine Nägel zu kauen. Das beruhigt.

OHH

Ein dumpfer Schlag auf den Kamintisch lässt Feledrion ganz leicht zusammenuzucken, obgleich er ihn ja kommen sah. Das Kinderkreischen überzieht sein sonst so glattes Antlitz einen Moment lang mit von einer Qual zeugenden Falten.
Unwillkürlich wird ein Seitenblick in die Raumecke zur Linken geworfen. Dort scheint alles, wie es auch nach menschlichen Maßstäben sein soll oder darf, soweit es sich erkennen lässt. Wahrscheilnich würde der Elf der Katze eher folgen, denn sie aufzuhalten suchen, wenn sie plötzlich zur Treppe stiebe. Einstweilen sieht es nicht danach aus.

VW

"Und während ich noch entsetzt in die lodernden Feueraugen starre, bleiben meine Ohren an einem Geräusch hängen. Ein Geräusch, wie ich es vorher noch nie gehört hatte und sicher auch nie noch einmal hören werde. Das leise und harte Mahlen der Brandung, das tiefe Schlürfen der See an Felsen und das harte Dröhnen der Brandung waren wie in einem einzigen Geräusch zusammengeflossen, das immer lauter wurde und das ganze Schiff vibrieren ließ."

OHH

In der Tat, Challa scheint ganz ruhig. Möglicherweise ist sie eingeschlafen, aber ebensogut mag sie auf etwas lauern.
So oder so kann Feledrion sein Ohrenmerk wieder dem Kamintisch zuwenden, wo er schon einen kleinen Teil des Seemansgarns verpasst hat. Wiederum zieht ein Schmunzeln über das feine Antlitz, welches weniger der Geschichte, als den ergriffenen Kindern gilt. Welch ein Geschenk!

Dann, auf einmal, scheint Feledrion eine seltsame Stimmung im Raume vorzuherrschen. Derweil die Stimmen vom Kamintisch verklungen zu sein scheinen, als wäre die Zeit angehalten, nimmt er ein unwirklich anzufühlendes Gesamtbild wahr. Das Zucken der Katze, das Einschlafen der magierin am Tresen, der verträumte Blick der Soldatin - all dies erreicht den Elfen eher unbewusst.
Hier stimmt etwas nicht, soviel ist sicher. Aber deswegen aufspringen? Schon dies könnte ein verhängnisvoller Fehler sein. Erst wissen, dann Handeln - solange die Intuition nicht schneller ist und einen ebenfalls klaren Rat erteilt.
Folglich verharrt Feledrion an seinem Platze, die Sinne offen für die Gesamtsituation.

Dann, im nächsten Moment, scheint schon wieder alles vorüber. Aber was eigentlich? Feledrion kann nichts wirklich Auffälliges entdecken. Alles nur falscher Alarm.
So richtet der Elf seine Aufmerksamkeit wieder zu dem Kamintisch.

VW

"Da lichtete sich kurz der Nebel und ich konnte endlich erkennen, was dort aus seinen drei Augen auf mich herabblickte: Eine riesige, giftgrüne Seeschlange, deren Schuppen jede Einzelne die Größe eines Beibootes hatte. Drei schwefelgelbe Augen hatten sich auf mich gerichtet und gerade, als das Boot in der Wellensenke angelangt war, öffnete die Schlange ihr riesengroßes Maul, in das gut und gerne ein Schooner quer reingepasst hätte, und ich konnte ihre Zähne sehen! Sechs Reihen spitzigster Zähne, jeder Einzelne so groß wie ein Grabstein, hintereinander gesetzt wie bei einem Haifisch. Und dann traf mich ihr dampfender Atem - was sag' ich: Brodem. Das Teil stank aus dem Maul wie ein Riesenpfurz nach hundertjährigem Fisch und verrotteten Algen. Und ich merkte, wie ich schwarze Flecken vor die Augen bekam und fast keine Luft mehr, so stank das Biest..."

RB

Brogdan entgeht Majaras plötzlicher Aufbruch und ihr Rennen die Treppe hoch nicht. Mit zwei schnellen Schritten steht er am Fuß der Treppe, schaut und ruft ihr hinterher: "Majara? Was ist los?"
Dann blickt er in das Gesicht der Magierin direkt vor sich und herrscht sie an: "Was habt Ihr zu ihr gesagt?" Die rechte Hand hat dabei das Beil schon halb aus dem Gürtel gezogen.

OHH

Die unvermutete Hektik an der Treppe reißt Feledrions Blick dorthin zurück. Hat er sich geirrt? Geht es jetzt erst richtig los? Wenn ja, was? Keine Schreie, kein Kampfeslärm von oben. Keine seltsamen Gerüche oder ein Gefühl unmittelbarer Gefahr. Nur der ungebändigte Handlungsdrang der Soldatin, der langsam alle aufbringt?
Oben sind genug Leute. Unwillkürlich schaut Feledrion wieder in jene dunkle Ecke, in welcher die Katze noch immer ruhig schläft. Oder scheint dies nur so? Er lehnt sich etwas zurück, um einen besseren Beobachtungswinkel zu erlangen. In dieser Position verharrt er wie versteinert, den kleinen felligen Schatten fest im Blick.

JuR

Der kleine fellige Schatten liegt nach wie vor in der Ecke des Raumes. Ruhig und bewegungslos. Wobei sich beim aufmerksamen Hinsehen herausstellt, dass dieser Mangel an Bewegungen sich nicht nur auf jene bezieht, die einem besonders auffallen müssten - ein Zucken des Ohrs der der Schwanzspitze, eine Veränderung der Lage - sondern auch solche einschließt, die man als selbstverständlich und damit einer besonderen Erwähnung nicht für nötig erachten würde. Atembeweungen, zum Beispiel.

OHH

Gewiss sind die Sichtverhältnisse nicht gerade die besten - zweifellos hat sich Challa diesen Platz auch deswegen erwählt. Dennoch sollte doch wenigstens die eine oder andere Regung, ein noch so kleines Heben und Senken des Körpers zu sehen sein, wenn man nur darauf achtet. Sollte das Zucken vorhin mehr gewesen sein als eines, wie man es im Schlafe immer wieder tut?
Nun doch unruhig geworden, gleitet Feledrion empor und zu dem großen Tisch hinüber. Die dort Sitzende bekommt lediglich ein etwaiger Beunruhigung entgegenwirkendes Lächeln ab, bevor der Blick wieder ganz auf die Katze gerichtet wird. Am Stuhl auf der Kopfseite verharrt er zunächst einen kurzen Moment, sich endgültig der Reglosigkeit seines Schützlings zu versichern.

JuR

In der Betrachtung aus der Nähe zeigt es sich, dass der Körper der Katze mehr abwehrhaft zusammengekauert denn gemütlich zum Schlafen eingerollt dem Boden liegt. Es geht in seiner Reglosigkeit und der weiteren Abwesenheit jener Anzeichen, an denen man - bewusst und unbewusst - Leben ausmacht, etwas Gegenstandshaftes von ihm aus. Was vor kurzem noch atmete, beobachtete, durch die Gegend lief, Zwergenmädchen mit Schnurrtönen faszinierte, die Sorgen ihrer Vertrauten teilte und Majara vom Stuhl aus anfauchte, ist jetzt zu einem Ding geworden, das nicht fühlt, nicht denkt, nicht lebt.

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Kalter Schrecken durchfährt Feledrion, im nächsten Moment hockt er bei der Katze. Sein erster Eindruck ist der einer Versteinerung Challas, doch sein Gefühl lässt ihn schlimmeres ahnen. Nirgends eine Verletzung? Rasch, doch sanft tastet die Linke nach dem armen Tier, es zu untersuchen.

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Sanften Schrittes nähert sich Hesindiane dem fremden Helfer und kniet sich neben ihn auf den Boden, der Dame in der Nähe nur kurz zunickend. "Sie ist tot." Es ist eine schlichte Feststellung, die sie leise an den Elfen richtet, und doch schwingt die Trauer über den Verlust für die Gefährtin mit, die sie kaum kennt und der sie doch so viel verdankt.

JuR

Der mit weichen Fell bedeckte Körper der Katze weist keine Wunden auf, doch als die sanften Hände des Elfen ihn abtasten, ist deutlich fühlbar, wie ausgezehrt er ist.

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Wenn Menschen etwas mit solcher Bestimmtheit behaupten, gibt es zwei Möglichkeiten - mindestens. Die eine ist eine übersteigerte Selbstsicherheit, verankert in einem unerschütterlichen Weltbild, welches deswegen noch nicht stimmen muss. Die andere sind besondere Informationen, welche ihnen zumindest den Eindruck von höherem Wissen vermitteln.
"Wenn du weißt, was geschehen ist, sprich schnell!" Das Zucken - wie lange ist es her? Nur Momente, die auf der Schwelle des Todes jedoch entscheidend sein können. "Vielleicht können wir noch etwas tun."
Man müsste den Elfen wohl gut kennen, ihm unter seiner äußerlichen Ruhe und Sachlichkeit anzumerken, wie erheblich aufgebracht er ist. Immerhin ist Challa ihm eine altbekannte Weggefährtin. Darüber hinaus mag es auch Vinizarah in irgendeiner Weise böse getroffen haben, wenn er das Band zwischen ihnen richtig einschätzt. Doch die Menschen oben müssen für sie genügen; Feledrion ist hier - so, wie sie es selbst wollten.

JS

Die Adpeta atmet einmal tief durch, schaut den Elfen aber mit einem zustimmenden Nicken an. Beinahe flüsternd, dass die Menschen um sie herum es nicht hören, aber auf die den Elfen nachgesagten Sinne vertrauend, formuliert sie möglichst knapp und präzise das, was ihr für ihn am wichtigsten erscheint: "Der Dämon zog uns in einen Traum, in dem er Verletzungen vortäuschte und uns damit Kraft entzog. Challa warf sich bei der Bannung zwischen ihn und Vinizarah, um sie zu retten, und wurde dabei schlimm getroffen, war zuvor aber bereits sehr geschwächt."
Beinahe entschuldigend schaut sie ihn dann schulterzuckend an, da sie nicht viel mehr dazu zu sagen weiß, hat Hesindiane das Geschehen doch selbst noch nicht ganz begriffen.

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"Vortäuschte..." raunt der Elf wiederholend eines der für ihn wesentlichsten Wörter der Zusammenfassung. Vermag ein Heiler auf bekanntem Wege von einem Dämon geschaffene Unwahrheiten zu kurieren? Müsste man eher auch die Heilung vortäuschen? Jemandem wie Feledrion sind Lug und Trug fremd genug, sie nur in Notfällen einzusetzen - keine Grundlage, welche für einen so ungewöhnlichen Sachverhalt von hoffnungsgebender Kenntnis sprechen ließe.
Darüber zu philosophieren bleibt leider keine Zeit. Eine schnelle Entscheidung ist gefragt. Ist eine vorgetäuschte Verletzung eine Vergiftung des Geistes? Dies erscheint zu umständlich gedacht.
Ein winziger Ruck geht durch den Elfenkörper, mag er nun Anspannung schaffen oder aufheben oder sie von der einen oder anderen Stelle zur dritten verlagern. Die Lider sind nun geschlossen. Leises Summen erklingt wie aus dem Nichts sich zusammenziehender und immer mehr verdichtender Nebel, dem sich alsbald eine zweite Stimme zuzugesellen scheint. Noch immer liegt die Linke auf dem Rumpf des Tieres, das kleine Herz mit abdeckend. Die Rechte derweil nähert sich dem Köpfchen und lässt sich dort auf der Stirne nieder.

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Das Singen bleibt nicht ohne Reaktion, auch wenn von außen keine beobachtet werden kann.
Vollkommen still liegt die Katze da. Die Katze, die vor vielen, vielen Sommern einst ein kleines Kätzchen gewesen war. Das jüngste seines Wurfes und doch zugleich das vorwitzigste. Wie oft musste seine Mutter es am Rückenfell in Sicherheit tragen, wie oft flitzte es selbst mit gesträubtem Fell zu ihr zurück, gefolgt von Hundegebell oder Menschenrufen. Stets war das kleine Tier, das später Challa gerufen werden würde, seinen Geschwistern an Mut und Klugheit voraus. Die erste erfolgreiche Jagd, das erste Erklettern eines Baumes, das alles fiel diesem Kätzchen zu.
Und eines Tages würde es zu einer Begegnung kommen, die sein Leben für immer verändern würde.

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Sogleich ist vergessen, was im oberen Stockwerk sein mag. Dass die Magierin hier bei ihnen hockt, spricht ohnehin gegen eine unmittelbare Gefahr.
Auch der Gedanke an weitere Möglichkeiten, die kleine Weggefährtin zu retten, tritt rasch in den Hintergrund, da Feledrion bislang keine hindernde Wand verspürt. Noch scheint es nicht zu spät und der Weg der richtige.
Bilder der Erinnerung werden in ihm wachgerufen. Challa laufend, Challa trinkend, Challa sich putzend... Es soll wieder so sein!
Nach außen hin drückt sich wenig davon aus, wird das Lied auch etwas lauter und fordernder.

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Still und beobachtend sitzt die Adepta neben dem Elfen und betrachtet intensiv sein Vorgehen. Zweifelsohne wirkt er einen Zauber, und sie glaubt sogar zu ahnen, welcher in elfischer Repräsentation es sein könnte, auch wenn sie ihn persönlich nicht beherrscht. Kurz ist sie versucht, die Struktur des Zaubers zu betrachten, doch ist ihr der Ernst der Lage durchaus bewusst, dass sie ihre Kraft besser aufsparen sollte. Falls oben doch noch ihre Hilfe zur Beseitigung von magischen Elementen benötigt werden sollte, obwohl dort ein Praiosgeweihter vor Ort ist. Man weiß ja nie, ist ja alles schon vorgekommen.
So bleibt sie mit einem gedanklichen Schulterzucken still und geduldig wartend neben dem ihr unbekannten Elfen sitzen und versucht auf jede mögliche Regung der Katze im Dämmerlicht zu achten, ob es nur das ruhige Heben und Senken der Atmung oder dem Zucken eines Schnurrhaares ist.

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Das Lied streicht über den kleinen Körper hinweg.
Zwei Augenpaare. Neugierige Blicke, während der Wind raschelnd durch die Zweige und Blätter des Gebüschs fährt. Gegenseitiges Betrachten, regungslos, kein Vor, kein Zurück kennend. Alles, was war, ist wie Sand unter den Füßen, die Augen der jeweils anderen der Horizont. Vom Begreifen sind beide noch weit entfernt.
Schließlich findet die Hand der einen das weiche Fell der anderen, bereitet unerwartet überwältigendes Wohlgefühl, welches mit einem hilflosen Krallenhieb quittiert ist. Die Wege, die aus verschiedenen Richtungen kamen, vereinigen sich mit einem schmerzvollen Aufschrei.

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In einem Übergang, der keinen festen Zeitpunkt erkennen lässt, werden die Summenden Stimmen von klarem Bariton abgelöst, zuerst die eine, dann irgendwann auch die andere. Hauchdünne, zarte Worte elfischer - oder vielleicht zum Teile altelfischer? - Sprache dringen hervor. Sie gleichen weichem Streicheln, voll Zuneigung und Sorge. Die zweite Stimme jedoch begehrt alsbald auf, dem ewigen Dunkel entgegenzutreten und es zu verjagen.
Bei einem genauen Hinhören, vermag man vereinzelt auch Challas Namen zu vernehmen - von der leiseren Stimme getragen und mehr ein Raunen denn ein Rufen.

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Beinahe reglos beobachtet die Adpeta den Elfen in seiner Konzentration. Doch wird in ihr eine innere Unruhe spürbar, dass der Zauber des anderen so lange dauert, als stoße er gegen Widerstand. So verkrampft sie die Hände in ihrem Schoße, um nicht mit ihnen zu ringen, bis sie die Fingernägel in den Handflächen beißen spürt.

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Dieser vereinigte Weg führte Menschenfrau und Katzendame zu fremden Städten, durch tiefe Wälder, über die Meere, durch Schnee und Eis und durch endlose Wüsten. Der Sand unter ihren Füßen verwandelte sich nach und nach in Treibsand, der Horizont in ihren Augen füllte sich mit Gewitterwolken. Die gemeinsamen Schritte führten sie mehr als einmal an die Schwelle des Todes.
Eine magische Barriere, die eine Menschenfrau nur knapp und eine Katze auf gar keinen Fall überleben kann. Ätzender Schleim in Hüfthöhe - Menschenhüfthöhe. Feuerbälle, Eisexplosionen, einstürzende Wassermassen. Magische Heilung, Tränen, Streit. Das Fernbleiben befehlen, sich heimlich davonschleichen, die andere in fremde Obhut geben, einsperren. Streit. Tränen. Versöhnung. Erneuter Streit.
Als der Dämon einem Speer gleich auf Vinizarah zu flog und Majara dazwischen ging, bereit, ihr Leben zu opfern, da sprang sie.
Nun liegt sie da.

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Noch ist Feledrion nicht durch die Zeit beunruhigt, die sein Werk benötigt. So ist das nun einmal bei einem Bha sama sala... Körper sind komplizierte Systeme, die sich nicht leicht wiederherstellen lassen, sind sie erst einmal beschädigt.
Des Elfen Sorge gilt mehr der unklaren Ursache. Mit vorgetäuschten Verletzungen hat er noch keine einschlägigen Erfahrungen - außer bei Kindern im Spiel. Lässt sich heilen, was heil ist? Glücklicherweise sind Feledrions Gedanken zu unterschwellig, seine Konzentration ernstlich zu gefährden. Es muss getan werden, auch wenn es aussichtslos sein sollte. Noch hat er keine Anzeichen, dass seine Kraft ins Leere liefe.

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Begleitet von der intensiven, den ruhenden Körper zum Leben auffordernden Melodie beginnt der Brustkorb der Katze, sich zu heben und zu senken. Eine Schwanzspitze zuckt.

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Erst als ihr ein erleichterer Seufzer entfährt, kaum dass sie das Zucken der Schwanzspitze entdeckt, merkt Hesindiane, dass sie tatsächlich die Luft angehalten hat. Ein beinahe entschuldigendes Lächeln geht in Richtung des Elfen und etwas verdächtige Röte steigt ihr in die Wangen. Doch da sie nicht weiß, ob der Zauber bereits zuende ist, wagt sie es noch nicht, Feledrion - dessen Namen ihr selbst noch immer nicht bekannt ist - anzusprechen und nach dem Wohlbefinden des Tieres zu fragen oder ihn mit weiteren Geräuschen abzulenken. So wartet die Adepta geduldig, dass er - vielleicht - noch einmal das Wort an sie richtet, sollte er denn fertig sein.

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Wahrlich, die Zeichen stehen gut! Feledrion spürt, wie das Leben zurückkehrt. Kurz öffnet er die Augen, den sich verändernden Zustand Challas auch zu sehen. Nichts soll unbeachtet bleiben. Dann konzentriert er sich darauf, die Tat zu einem würdigen Ende zu führen. Aufmerksam lauscht er darauf, was die kleine Freundin noch brauchen mag außer seiner Kraft. In Gedanken streckt er ihr die Hand entgegen.

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Als die Gedankenhand lockt, tastet, ist es, als schmiege sich ein anderer Gedanke, eine Empfindung dagegen, begleitet von einem Gefühl der Vollständigkeit und gleichzeitiger Unvollständigkeit, das jedoch alleine von dem Betrachter festgestellt werden kann - also vom Wesen selbst nicht bemerkt wird.
Doch handelt es sich tatsächlich um eine Unvollständigkeit? Ist das, was fehlt wie ein verlorenes Auge? Das verlorene Bein eines Käfers, dem möglicherweise selbst gar nicht auffällt, dass er eine Gliedmaße verloren... oder jemals besessen hat? Gleicht es nicht vielmehr einer Schauspielerin, die man kaum erkennt, da man ihr zum ersten Mal ungeschminkt begegnet?
Da schlägt das Tier die grünen Augen auf, lässt ein munteres "Mrrau", erklingen.

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Nun doch sichtlich erleichtert, schaut die Adepta den Elfen erwartungsvoll an, dass er sein Lied beende. Eine innere Unruhe ergreift sie, will sie doch dieses kleine pelzige Wesen zu seiner Freundin, Anvertrauten, Seelenverwandten bringen. Und doch wagt sie nicht, die Stimme zu erheben, auch wenn Challa selbst das bereits tut.

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Der Gesang fällt wieder in ein leiser werdendes Summen zurück.
Irgend etwas scheint anders, ungewohnt an dem Kätzchen. Doch Feledrion erlaubt sich keine voreiligen Schlüsse. Einstweilen ist die Zeit von Erleichterung und Freude gekommen. Ein entspanntes Lächeln verscheucht alle Angestrengtheit aus seinem Antlitz. Ganz ähnlich ergeht es Körper und Gliedern; langsam streicht die Hand das Fell hinab, als sinke sie lediglich kraftlos fort, doch dann hebt sie sich zurück, um die Bewegung noch einmal zu vollziehen.
Verhallt ist das Summen, ohne dass man den Zeitpunkt genau bemerkt hätte.
Kurz wirft der Elf einen freundlichen und wohl dankbaren Blick auf die Magierin neben sich. Ein wenig erschöpft wirkt er, wie er ihr so zunickt.
Dann schaut er mit leicht schiefgelegtem Kopf wieder auf seine Patientin. Zunächst zögert er noch, sie anzusprechen, doch sie scheint schon wieder recht wach zu sein. "Willkommen zurück", raunt er daher zart - so leise fast, als spräche er zu sich selbst.

JS

Das Lächeln verbreitert sich, die Unruhe weicht ein wenig und das Nicken des Elfen wird strahlend erwidert. Sie merkt keine Veränderung an dem Tier, fehlen ihr doch die Verbindung und das Einfühlungsvermögen eines Elfen, um solche Nuanceen zu erkennen. Mit einem tiefen, zufriedenen Seufzen steht die Adepta langsam wieder auf, um dem Elfen und der Katze etwas Ruhe zu gönnen. Doch eine Frage kann sie nicht zurückhalten. "Sollen wir sie zu Vinizarah bringen?" Dabei schließt sie den Elfen bewusst in das Geschehen ein.

JuR

Als die streichelnde Hand über das weiche Fell der Katze fährt, erklingt aus deren Inneren der vertraute, schnurrende Brummton. Dieser hält an, als Challa den Kopf hebt, um an der Hand der Elfen zu schnuppern und verändert sich auch während der Worte der Magierin nicht. Kein Zucken der Ohren, kein aufmerksamer Blick zeigt an, dass sie damit etwas anfangen kann.
Nun, warum sollte sie auch? Sie ist ja nur ein Tier...

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Vinizarah. Feledrions linke Braue schiebt sich empor, als ihm klar wird, was er für einen Moment vergessen hat.
"Nun, das sollte Challa vielleicht am ehesten beurteilen können. Aber gewiss schadet es nicht, nachzusehen." Er entfaltet sich mit einer gleitenden Bewegung in die Senkrechte. Anscheinend gibt es keinen Grund zu besonderer Eile - zumindest wohl keinen, von welchem die Magierin wüsste.
Aufmerksam blickt er zwischen den beiden hin und her.

JuR

Auch die Katze scheint keinen Grund zur Eile zu sehen, denn sie fängt nun an, in aller Seelenruhe über das von Elfenhand berührte Fell zu lecken.

JS

Stirnrunzelnd schaut die Adepta zwischen Katze und Elf hin und her. Dann erst zuckt sie die Schultern und schaut etwas ratlos. "Also", setzt sie an, sich zu einer Entscheidung druchringend, "ich denke, ich werde mal oben nach dem Zustand der Geweihten und... der anderen... schauen." Ihre Worte wählt sie dabei sehr vorsichtig, um nicht für unnötig Aufruhr bei nahe Sitzenden zu sorgen. Noch einmal schaut sie nach der Katze, dann wendet sie sich ein wenig verunsichtert der Treppe zu.

OHH

Einmal mehr wandert die linke Braue des Elfen empor. Challa scheint es nicht gerade zu ihrer Freundin zu ziehen. Die beiden hatten ja immer schon ein etwas anstrengendes Verhältnis. Zumindest muss die Ruhe der Katze wohl bedeuten, dass die Gefahr für Vinizarah beseitigt ist. Das würde ja mit den Worten der Magierin zusammenpassen. Trotzdem passt hier irgend etwas noch nicht ins Gesamtbild.
"Nun, Challa möchte sich anscheinend erst einmal erholen... Ich werde mitkommen." Trotz seiner Worte schaut er noch auf das Kätzlein hinab, welches sich nach diesem Erlebnis doch ein wenig verwunderlich verhält.

JuR

Die Katze beschäftigt sich weiter mit der Reinigung ihres Fells, als existiere nichts anderes als diese feinen Härchen und der noch darauf haftende, mit jedem weiteren Zungenbürstenstrich langsam verblassende Geschmack des Fremden.

OHH

In der Tat hätte Feledrion eine umfassendere Verstörtheit von einem von der Todesschwelle Zurückgezerrten erwartet. Andererseits mag die Selbstreinigung Challas gerade genau dies ausdrücken.
Für einen Moment erwägt Feledrion, mit der Katze eine Gedankenverbindung aufzubauen, diese und andere Fragen zu klären. Allerdings rät ihm sein Gefühl, sich dies für später aufzuheben. Sie wird ihm so wenig davonlaufen wie Challa selbst. Es gibt noch andere Wege, die zu beschreiten sind.
"Bis später, Challa." Nunmehr entschlossen wendet auch er sich ab und folgt der Magierin.

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Redaktion und Lektorat: OHH 2010